A.R.B. unterwegs im C63 AMG PP...

Diskutiere A.R.B. unterwegs im C63 AMG PP... im AMG Bereich Forum im Bereich Mercedes-Fahrzeuge; Teil 1: Hallo, miteinander! Über diesen Thread habe ich lange nachgedacht, ob ich ihn denn ins Leben rufen sollte. Schließlich ist der C63 an...

  1. A.R.B.

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    Teil 1:


    Hallo, miteinander!

    Über diesen Thread habe ich lange nachgedacht, ob ich ihn denn ins Leben rufen sollte. Schließlich ist der C63 an sich schon länger bekannt, und eine Einschätzung besonders dieses Fahrzeugs stark vom persönlichen Geschmack des Fahrers abhängig! Nachdem ich im engeren Freundeskreis hier im Forum um Details zu meinem "Erlebnis C63" gebeten wurde, habe ich mich nun doch dazu entschieden, Euch alle an meinem Kurzbericht teilhaben zu lassen. Ich hoffe, ich entäusche Euch nicht zu sehr in Euren Erwartungen... :)


    Und nun geht´s los:
    Der aktuelle C63 AMG, hier mit dem PP (Performance Package):

    [​IMG]



    Das PP zeichnet sich aus durch das Performance Fahrwerk, die Hochleistungsbremsanlage mit Verbundbremsscheiben an der Vorderachse, dem Hinterachs-Sperrdifferential und einem Performance Lenkrad in Leder Nappa/Alcantara.

    [​IMG]



    Bereits ohne dem PP weist sich diesen Wagen durch superlative Aspekte aus: V8-Hochdrehzahl-Saugmotor mit 6,2 Litern Hubraum, 457 PS, 600 Nm, 0-100 km/h in 4,5 sec.

    [​IMG]



    Schon im Stand vermittelt der Wagen Kraft im Überfluß.
    Hier zu sehen sind die aufpreispflichtigen AMG 19-Zoll-Leichtmetallräder im Vielspeichen-Design, Titangrau lackiert und glanzgedreht mit
    VA: 8,0 J x 19 ET 45, 235/35 R19
    HA: 9,0 J x 19 ET 54, 255/30 R19
    So manchem Betrachter drängt sich bei diesem Anblick die Frage auf, ob es sich hier noch um einen klassischen Mercedes handelt? - Wohl eher nicht. :D

    [​IMG]



    Auch das Heck verrät: Hier wurden Sie gerade von einem Sportwagen überholt.

    [​IMG]



    Kaum zu glauben, er trägt tatsächlich den Mercedes-Stern.

    [​IMG]



    Eine Einladung zum Fitnesstraining: Leicht kommt man auf diesem Platz ins Schwitzen!

    [​IMG]



    Das unten abgeflachte Lenkrad macht Sinn; es bietet dem bei dynamischer Fahrt hin und her tanzenden rechten Bein genügend Freiheit.

    [​IMG]


    Ein verspieltes Cockpit mit vielen versteckten Funktionen:

    [​IMG]



    Von hinten gut zu erkennen: Die Sitzschalen, die mittels verstellbarer Luftkissen, die Frontinsassen wie in einen Schraubstock einspannen:

    [​IMG]


    Der Grund für das "Erdbeben auf Rädern": Der kräftige V8 aus dem Hause AMG

    [​IMG]




    Nun, wie soll man so einen Wagen beschreiben, wenn es um das Fahrerlebnis an sich geht?

    Puhh, da fehlen einem erst einmal die Worte! :D ... Eines steht schon ´mal fest: Bei diesem Wagen ist Understatement ein Fremdwort, und zwar in jeder Hinsicht, zu jeder Zeit und in jeder Situation. Der Wagen ist etwas für den extrovertierten Egozentriker, der sich selbst belohnen will, aber dabei auch stets die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen gedenkt. Für solch einen Menschen mag dieser Wagen die Erfüllung sein! - Jedoch liegt auch genau darin einer der größten Schwachpunkte dieses beeindruckenden Fahrzeugs: Es geht kaum noch Kompromisse ein...

    Fortsetzung folgt in TEIL 2...!
     
  2. #2 Dome///AMG, 07.08.2008
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    Haste ja echt genau unter die Lupe genommen das Teil, gefällt mir sehr gut der Bericht mit den jeweiligen Bildern die perfekt zeigen worüber du sprichst :tup

    Ich freue mich auf Teil 2 :D

    gruß Dome
     
  3. A.R.B.

    A.R.B.

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    ... ;) Teil 2:

    Gestern war es für mich soweit. Der große Tag war angebrochen, an dem ich mit dem C63 auf Tuchfühlung gehen sollte.
    "Ich wünsche Ihnen viel Spaß damit!" Mit diesen Worten wurde mir der Schlüssel zu dem Geschoss übergeben. Zuerst ging ich einmal um den Wagen, um mich mit ihm vertraut zu machen und mir seine Außenabmessungen einzuprägen. Dann stieg ich vorsichtig ein, fast schon ehrfürchtig; und ließ die ungewohnte Umgebung erst einmal auf mich wirken. Schon nach wenigen Momenten konnte ich den ausgeprägten Neuwagengeruch auf der Zunge schmecken. Der Tacho zeigte gerade einmal etwas über 2500 km an. Wow.
    Bereit zur Zündung, gab ich dem Startknopf den Befehl zum "Go". Sogleich heulte der Motor nur kurz auf und lief danach seidenweich. Die Vierrohranlage verriet bereits jetzt schon, daß sie brüllen kann wie ein Stier, hielt sich aber noch dezent zurück. Denn erst mußte ich mich an die vielen neuen Endrücke gewöhnen und meine alten Gewohnheiten "resetten". So ging es die ersten Meter vom Hof eher zögerlich zu Werke. Dabei konnte ich mich sofort von dem Ansprechverhalten der großen Bremsanlage überzeugen. Derart bissig packte sie schon bei der allerkleinsten Berührung mit den Zehen am Bremspedal zu! Fast schon nevös wirkte sie dadurch und konnte auch nach etlichen km nicht wirklich komfortabel bedient werden. Unbedenklich einfach ´mal so auf die Bremse treten, war ohne einem starken Kopfnicken nicht möglich! Feinstes Dosieren war hier gefragt. So viel sei gleich vorweggenommen: Bei Autobahntempi jedoch kehrte sich diese Charakteristik eher um! Da wurde nach dem beherzten Treten des Bremspedals verlangt, wollte der Fahrer den Wagen stark verzögern.
    So fuhr ich voller Freude und Erwartung in den Tag und versuchte erst einmal eine optimale Sitzposition in den Sitzschalen zu finden. Anfangs etwas beengend, verflog dieser Eindruck dann erst einmal aufgrund der anderen Eindrücke, die sehr viel mehr Dominanz bewiesen. Schon in den ersten Minuten war klar: Das Fahrwerk ist bretthart. Die 19-Zöller tun ihr Übriges. "Gut", dachte ich, "das hat ja alles seine Berechtigung.", und fuhr mich und den Wagen erst einmal warm. Was mir schon dabei auffiel, war die lange Gesamtübersetzung des Siebengang-Automatikgetriebes. Sie sorgte dafür, daß man bei gemäßigter Gangart mit bereits relativ hoher Zylinderfüllung fuhr, was sich auch in einem satten, wohlig warmen Bass der Auspuffanlage bemerkbar machte. (Allerdings nicht so tieffrequent, wie die des SL55.)
    Nach einer Weile steigerte ich die Geschwindigkeiten und war vor allem auf die kleinen Zwischensprints aus, welche den eigentlichen Reiz des starken Triebwerks ausmachen. Die Gasannahme war gut, aber nicht ganz so spektakulär, wie zunächst von mir erwartet. Wohlgemerkt, wir sprechen hier von Nuancen! Der Motor besitzt bärige Kraft, welche aber erst einmal erzeugt werden muß.
    Der sportliche Eindruck des Fahrzeugs wird durch den lauten Klang des Motors und vor allem der Auspuffanlage bei hohen Drehzahlen geprägt. Je lauter man es haben will, desto höher sollte man die Motordrehzahl vorgeben. Ab einem gewissen Abgasdruck fängt der Auspuff sogar an zu brüllen. Wenn man bei hoher Last bzw. Drehzahl das Gas lupft, schlägt schon ´mal das "Plopp"-Geräusch durch die Vierrohranlage, wie man es von Rennwagen kennt. Dessen Ursache liegt in den "schärferen" Nockenwellen und den damit einhergehenden "Fehlzündungen". Alles in Allem wirkt der Sound sehr beeindruckend, wird aber nach einer längeren Fahrt anstrengend für die Ohren, da ein gewisses Brummen nicht im Rauschen aller Wahrnehmungen untergeht, sondern beständig an den 6,2-Liter-V8 erinnert.
    Nach dem ersten Kennenlernen ging es rauf auf die Autobahn. Dort konnte der Motor zeigen, was in ihm steckt. Für jemanden, der noch keinen AMG gefahren ist, entfacht der Kickdown ein wahres Feuerwerk der Gefühle. "Wahnsinn, was für eine Power!" Bei näherer Betrachtung jedoch kann der eine oder andere Vergleich mit dem "alten" V8-Kompressor wiederaufflammen und zeigt auch die unterschiedlichen Konzepte der beiden Motoren. Im Gegensatz zum Kompressor bringt der 6,2 Liter-Sauger den Schub nicht so brutal zu stande. Trotz der beeindruckenden Leistung an sich, merkt man ihm eine "gewisse Zugeschnürtheit" bei hohen Geschwindigkeiten an. Vielleicht mag sich das aber auch darin begründen, daß AMG im C63 ja nicht alle Pferde hat losreißen lassen, wie es das Aggregat könnte! Einen gewissen Abstand zu den großen Brüdern (SL-Klasse etc.) will man sicher nach wie vor einhalten. Was mir auch deutlich auffiel, war die eher ungewohnte Charakteristik: in unteren Drehzahlbereichen realtiv viel Kraft, in mittleren Bereichen eher unspektakulär und in den obersten Drehzahlen richtig bissig. Ich kann nur vermuten, in wie weit hier die Motorsteuerung den rein physikalischen Möglichkeiten des Motors ihren Stempel aufprägt...
    Die sieben Gänge der Automatik sind meines Erachtens nicht wirklich erforderlich, so stark und drehfreudig wie der Motor ist. Eher ein nervöses Rauf- und Herunterschalten ist die Folge bei mittelmäßig zügiger Fahrweise. Erst bei beherzter Gangart offenbart sich mir der Sinn dieser kurz gestuften Unter- bzw. Übersetzungen: bei nahezu jeder Geschwindigkeit den optimalen Gang für Vollgas finden zu können! Das war´s IMO dann aber auch. Ein Nachteil bringt diese Gang-"Vielfalt" auch mit sich: Man kann sich auf kurvenreichen Bundesstraßen nie wirklich sicher sein, welcher Gang denn nun wirklich eingelegt wird (und wieviel Kraft anliegt), da auch die Gaspedalbefehle je nach Fahrweise unterschiedlich adaptiert werden! Ungewolltes Übergas kann die Folge sein. Da bleibt im Grunde nur ein Griff zu den Schaltpaddels, die am liebsten auf "M", also voll-manuell bedient werden wollen. Dies kann sich mir aber als Automatik-Fan nicht erschließen, warum ich diese quasi zur "Fehlerbeseitigung" heranziehen muß! Denn im normalen Fahrbetrieb ist der manuelle Eingriff beim C63 absolut überflüssig. Eher das Gegenteil ist der Fall: Der Fahrer behindert die Automatik bei ihrer ansonsten hervorragenden Arbeit! Und noch ein Wort zur langen Gesamtübersetzung: Bei gemäßigten Stadtfahrten nervt sie sogar etwas: Wenn man im Schubbetrieb wieder leicht auf´s Gas geht, um den Wagen auf seiner Geschwindigkeit zu halten oder leicht zu beschleunigen, quittiert der Antriebsstrang stets mit einem "Klong" und ein leichter Ruck ist zu verspüren.
    Als ich auf der Autobahn dahin fuhr, machte ich auch gleich richtig mit dem harten Fahrwerk Bekanntschafft! Jede noch so kleine Bodenwelle, wird gnadenlos an die Insassen weitergegeben! Besonders Höhenverwindungen und Querfugen machen dem Rücken und den Halswirbeln zu schaffen! Da ändert auch die Umklammerung der Sitze nichts an diesem Sachverhalt. Für die Autobahn ist das Fahrwerk eindeutig zu unflexibel! Auch bei normalen Abschnitten der BAB wippt der Wagen ständig auf und ab. Nervös folgt er jeder Höhenänderung. Der Langstreckenkomfort geht somit gegen null! - Also gut, genug gesehen. Runter auf die Bundesstraße! Und siehe da: Das Fahrwerk scheint hier schon eher ein Kompromiß zu sein, zwar immer noch sehr anstrengend, aber jetzt werden Kurven zu Geraden! Das Fahrwerk offenbart sich hier als Garant für hohe Kurvengeschwindigkeiten. So gut wie kein Wanken ist vernehmbar, wenn man an der Haftungsgrenze der Reifen angekommen ist. Man traut sich sehr viel mehr zu als Fahrer und hat dabei auch noch ein recht sicheres Gefühl. Auch die Lenkung unterstützt diesen Eindruck auf kurvenreichen Strecken. Sehr direkt, präzise und mit viel Rückmeldung (aber auch wenig Dämpfung) gibt sie die Bewegungen weiter. Ab einem gewissen Lenkwinkel und einer gewissen Fliehkraft jedoch, geht der C63 vom spaßbringenden Übersteuern in plötzliches Untersteuern über! Ich kann nur vermuten, ob dies an der Abstimmung des Fahrwerks alleine, oder vielleicht auch zusätzlich an den 19-Zöllern liegt. Aufgrund des niedrigen Reifenquerschnittes scheint sich ab einem gewissen Lenkwinkel (bei dem sich der Sturz ja deutlich verstellt) die Haftung auf der Vorderachse deutlich zu verringern. IMHO sehr gewöhnungsbedürftig. Vermutlich wäre dieser Grenzbereich mit 18-Zöllern deutlich geglättet...
    Im Überblick offenbart die Landstraße die Stärken des C63: Leistung, Durchzug, hohes Gripniveau, straffe Abstimmung. Auch das ESP ist sehr gut auf diese Performance abgestimmt und regelt auch im normalen Modus recht spät und fein gestuft, so daß so gut wie keine ruckartigen Eingriffe den Fahrspaß trüben, wie man es z.B. von älteren Modellen her kennt. Sicherlich trug auch das in diesem C63 verbaute Sperrdifferntial dazu bei.
    So vergingen die Stunden im wahrsten Sinne des Wortes wie im Flug! :D Als ich am frühen Abend den Wagen wieder zurückbrachte, war ich sichtlich geschafft.

    Alles in Allem würde ich den C63 mit PP als reines "Spaßauto" klassifizieren, was mit dem Grundgedanken einer Reiselimousine nichts mehr gemein hat. IMO ist das Klassenziel verfehlt, wenn einem nach längerer Fahrt schwummerig im Kopf wird, weil man richtiggehend durchgeschüttelt wird. Für´s Wochenende Spaß haben, ja, dafür ist der Wagen gemacht. Als Alltagsauto wohl nur für 18-Jährige geeignet, kehrt sich AMG mit diesem Wagen deutlich von seiner Komfort-Treue ab.
    Trotz Ohrenpfeifen und leichtem Schwindelgefühl (ok, ich habe es ja auch "wissen wollen" ;) ) hat es mir riesig Spaß gemacht :D, diesen Wagen einmal "fahren" zu dürfen. Andererseits bin ich auch froh, wenn ich wieder in meinen komfortablen W203 einsteigen kann... :)

    Viele Grüße,
    Euer A.R.B.
     
  4. #4 Dome///AMG, 07.08.2008
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    Auch der 2. Teil ist nicht weniger interessant, eher im Gegenteil :D Die Fahreindrücke sind sehr schön geschildert und man sich das ganze bildlich vorstellen, echt klasse Andreas :tup

    Dann bin ich ja laut deiner Einschätung die richtige Zielgruppe mit meinen 20 Jahren, dann fehlen mir nur noch rund 80k € zu meinem Glück :P

    gruß Dome
     
  5. A.R.B.

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    Hallo, Dome!

    Danke Dir vielmals für beide Postings! (Dank des ersten konnte ich gleich "weitermachen im Text".)
    Freut mich, wenn es so anschaulich ´rüber kommt! :) So in etwa hatte ich das auch beabsichtigt.

    So wie ich Dich einzuschätzen habe, würde dieser Wagen hervorragend zu Dir passen! Also, greif zu! :D :D

    Herzlichen Gruß,
    A.R.B.
     
  6. #6 Dome///AMG, 07.08.2008
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    Wenn ich die Knette über hätte würde ich da auch nicht lange fackeln aber das ist dann doch noch etwas zu kostspielig. Vielleicht mal irgendwann als Gebrauchtwagen. Aber ich hole ja erstmal meine neue Sport-Limo am Samstag ab, hat zwar nur ca. halb soviel Pferde aber bringt trotzdem Laune in den Alltag würde ich sagen :D

    gruß Dome
     
  7. #7 Sternenfeuer, 07.08.2008
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    Die "Probleme" mit der Schaltung fallen aber teilweise schon bei den normalen, kleineren Modellen auf. Auch im C320 ist man zB an Kreisverkehren irgendwie immer im falschen Gang. Ergo gibt man mehr Gas um wieder aus dem Quark zu kommen, Automatik wählt automatisch einen kleineren Gang (manchmal 2) und sorgt ungewollte heftige Beschleunigung.

    Konnte den C63 bisher nur einmal erleben und der Klang, insbesondere runterschalten mit Zwischengas, ist schon eine Wucht. Hätte nicht gedacht, dass einem längere Fahrten derart auf den Kopf gehen
     
  8. #8 Daniel 7, 07.08.2008
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    Sehr schöner Bericht, mal etwas aussagekräftiger als das sonst oft zu lesende "Fahrwerk top, Motor der Hammer und zu Bremsen muss man gar nix sagen!!!" =)

    Deinen Beschreibungen zufolge hält der C 63 jedenfalls das, was er optisch verspricht, nämlich ein "harter" Sportwagen. In Anbetracht der Rad-/Reifenkombination springt einem der schlechte Langstreckenkomfort ja förmlich ins Auge.
    Was mir noch negativ bei deinen schönen Fotos auffällt ist die Mittelkonsole. Um die Klimaregler unten Carbon-Applikationen und darüber eine rauhe Plastiklandschaft. Das ist echt enttäuschend bei dem Kaufpreis :(
     
  9. A.R.B.

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    Hallo, zusammen!

    @ Daniel: Thanks!
    Absolut! Das Fahrwerk und die Räder sind kompromisslos hart, für einen Mercedes schon zweimal!

    Absolute Zustimmung! Das fühlt sich auch alles ein wenig "merkwürdig" an...

    Gruß,
    A.R.B.
     
  10. #10 Daniel 7, 07.08.2008
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    Da sind viele Details nicht stimmig. Zum Beispiel die leider bei vielen Baureihen vorhandenen angeklebten "Radhausverbreiterungen" :tdw Eine absolut billig wirkende Baumarktlösung. Vorne sind die Kotflügel noch in die Breite gezogen worden, hinten hat das Budget für eine richtige Lösung wohl nicht mehr gereicht. Genauso passen die Heckleuchten nicht ins Konzept. Der Avantgarde hat abgedunkelte Heckleuchten im Bereich der Blinker (nur ohne LED), das hätte beim AMG sehr schön gepasst zu den ebenfalls abgedunkelten Frontscheinwerfern. Wenn man schon abgedunkelte Frontscheinwerfer produziert, wieso konnte man dann die LED-Blinker nicht auch gleich abdunkeln? Wieder entsteht der Eindruck, das man in die Front soviel Entwicklungskosten gesteckt hat, das für den Heckbereich nichts mehr übrig war.
    Das sind alles kleine Details, insgesamt wirkt so aber einiges für mich nicht stimmig.
     
  11. A.R.B.

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    @ Daniel:

    Auch hier stimmen wir überein.

    Genau das habe ich mir auch gedacht! =) Übrigens, diese LED-Blinker am Heck nimmt man -wie so oft- bei starker Sonneneinstrahlung kaum wahr!

    Außerdem war es ein wenig unangenehm, ohne Stern zu fahren... :D gerade beim schnellen "Anpeilen" der Kurven.

    Gruß,
    A.R.B.
     
  12. #12 Andreas Harder, 07.08.2008
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    Vielen Dank für diesen Einblick :tup .
    Sowas lese ich immer wieder äusserst gern.
     
  13. #13 Daniel 7, 07.08.2008
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    Schön das wir uns einig sind :D

    Viele LED-Rückleuchten sieht man zurzeit (Mercedes-unabhängig) bei starker Sonneneinstrahlung oder auch allgemein wenns sehr hell ist nur schlecht. Am extremsten finde ich es zurzeit beim VW Passat, da sieht man erschreckend oft nicht ob der Blinker oder das Bremslicht an ist.
    Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass man bei schlechter Sicht (Nebel/Regen, speziell auf der Autobahn) LED-Leuchten viel besser erkennen kann als normale Glühbirnen. Die sieht man dort einfach viel kräftiger. Ich denke es ist aber nur noch eine Frage der Entwicklungszeit, bis die LED bei hellem Licht auch gut zu sehen sind.

    Einen fehlenden Stern kann ich mittlerweile als A-Klasse Fahrer nicht mehr beklagen :)
     
  14. #14 Maximum, 07.08.2008
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    Hallo A.R.B.
    Sehr schöner Bericht mit guten Bildern, wobei ich meine das ein Auto auf die Straße gehört, und nicht in den Rasen oder Wiese. :D
    Wie schon geschrieben, Top Bericht, Du hättest Autotester werden sollen.
    Und für mich ist auch klar, das ich selber KEINEN C63 bestellen werde, wie Du schon geschrieben hast ist die C32 Limo einfach etwas weicher mit seinem Fahrwerk, und leiser, einfach mein Fall.

    Danke auf jeden Fall für deine Mühe :tup ,

    MfG Maximum
     
  15. A.R.B.

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    @ Andreas Harder: Danke Dir!


    @ Daniel:
    Tja, wenn man so viel Motorhaube vorne hat , wie beim C63, dann sieht das schon ein bißchen anders aus. :P :D Parktronik läßt grüßen! =) (Ein bißchen Spaß muß sein!)


    @ Maximum: Grüß Dich! :)
    Bitte, gern´geschehen. :prost Freut mich, wenn´s Dir gefällt. - Autotester wäre nichts für mich, da müßte ich mich nur zu oft aufregen! :D

    Auf der Straße hab´ ich auch welche gemacht! Die sind nur nicht für die Öffentlichkeit gedacht! :D (Ich war ja nicht alleine bei meinen Fahrten gestern... :s63: ;))


    Gruß,
    A.R.B.
     
  16. C240T

    C240T Moderator

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    Ich sehe das ganz ähnlich:
    Von den Alltagsqualitäten vergangener AMG Fahrzeuge ist der 63er weit weg.
    Das Auto ist wirklich primär etwas für "Proleten" und weniger für die bisherige AMG Kundschaft welche das dezente Understatement sicher sehr geschätzt hat.
    Bislang war ein AMG ein edles Alltags-Fahrzeug welches erst zum Sportwagen wurde, wenn man es gefordert hat. Der M3 hingegen war ein reinrassiges Sportgerät.
    Der 63er geht voll gegen den M3 hat aber die bisherigen AMG-Qualitäten verloren.
    Ansonsten sehe ich es ähnlich wie Daniel schon sagte:
    Die Instrumente gefallen mir nicht wirklich, wirken zu verspielt, die Armaturentafel ist schon einer C-KLasse nicht würdig, einem AMG erst recht nicht um nur einige Beispiele zu nennen. Düe Türpappen dürften immer noch das hässliche und unangenehme Hartplastekleid tragen.

    Das hat mit der edlen Holzverblendung vergangener Modelle leider nicht mehr viel gemein und wirkt einfach billig.
     
  17. E.D.

    E.D. Guest

    Hallo A.R.B!


    Schön deinen sehr ausführlichen Bericht über Deine Fahrt in diesem feinen Wagen lesen zu dürfen. Ich hab ihn mir mit Muße durchgelesen - was richtig Spass gemacht hat. Danke dafür!
    Allerdings hatte ich schon nach den ersten Zeilen den Eindruck, dass dieses Auto nur bedingt Alltagstauglich ist. Diesen Eindruck hatte ich auch schon beim Probesitzen in diesem Modell gewonnen. Optisch, innen wie außen, ist der AMG allerdings echt eine Wucht!
    Der recht agressive Auftritt des Fahrzeugs passt meiner Meinung nach optimal zum Gebotenen - obwohl mir persönlich Understatement bei einem Leistungsstarken Fahrzeug mehr zusagt. Von daher bietet der Vorgänger - sowohl als C 32 AMG als auch als C 55 AMG - für meinen Geschmack das Optimum.

    Es wirkt so auf mich, als wenn der C 63 AMG gezielt darauf aus ist dem M3 von BMW das Fürchten zu Lehren, ohne Rücksicht darauf zu nehmen auch Alltagsfahrten entspannt absolvieren zu können. Ich durfte vor längerer Zeit mal für ein paar Kilometer in einem Porsche Boxter ein paar Runden drehen - da war, bis auf die sehr schwergängige Kupplung, immer das Gefühl da, damit auch mal eben zum Bäcker fahren zu können.
    Du schreibst, das der Sound einerseits faszienierend ist und auch das Fahrerlebnis stark davon beeinflusst wird, andererseits ein gewisses Brummen immer latent vorhanden bleibt. Ich weis ja nicht wie intensiv das ist, aber mich würde sowas extrem stören, wenn ich Beispielsweise von Köln nach MUC fahre und auf der gesamten Fahrt dieses Geräusch in den Ohren hätte - für mich mit ein Grund warum ich mir nie einen Sportauspuff ans Auto machen würde.
    Wie sind denn überhaupt die eingentlichen Fahrgeräusche - als Abrollgeräusche, Windgeräusche - im Vergleich zu dem was die Auspuffanlage und der Motor von sich geben? Treten das Agregat und die Abgasanlage immer in den Vordergrund oder gibt es auch Fahrzustände wo leises, gediegenes Gleiten / Reisen möglich ist?

    Tja und eine Frage zum Schluß. Wenn man Dir so ein Auto vor die Tür stellen würde, würdest Du Goldschatz untreu werden :wink: ?
     
  18. #18 sleepwalker, 07.08.2008
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    Die LEDs sind hell genug, das ist das geringste Problem.
    Das eigentliche Problem ist die kompakte Größe der verbauten LEDs. Viele kleine LEDs mit vielen kleinen Reflektoren und darüber Klarglas.

    Schaut man direkt von hinten hinein, sind sie unglaublich hell, aber kaum blickt man von einem anderen Winkel (von oben wenn man davor steht), oder eher etwas seitlich, ist es vorbei mit der Helligkeit. Sehr viele nicht-LED-Rückleuchten haben noch eine Streuscheibe darüber, die es ermöglicht das Licht viel besser zu verteilen. Oder man bedient sich einem Stab und rauht ihn an, z.B. beim aktuellen 5er BMW, da leuchten komplette Streifen (wie auch beim Z8 als weiteres Beispiel).
    Die Tatsache, dass man bei einem bremsenden Passat den Blinker so gut wie garnicht erkennt liegt eher am Design und der daraus resultierenden Anordnung der Leuchten. Das ist etwas dämlich gelöst, auch wenn's schick ausschaut ;-)


    Aber zum eigentlichen Thema. Der C63 ist mit den Felgen ganz nach meinem Geschmack. So stell ich ihn mir vor (wenn ich denn die Wahl hätte ^^ ).
    Und wie immer ein toller Bericht A.R.B., da weiß man im Voraus dass es sich lohnt ihn zu lesen :)
     
  19. #19 Der Ostfriese, 07.08.2008
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    Ich finde, der Bericht trifft den Nagel auf den Kopf! :tup :tup

    Der C63 ist sicher kein Alltagsauto im herkömlichen Sinne, aber es geht. Das aggressive Äußere ist ganz sicher kein Understatement und führt öfter dazu, dass man in den "richtigen" Stadtteilen besonders abends gerne mal provoziert wird. Das passiert einem mit einem CLK 500 sicher nicht.

    An alle, die hier über den Innenraum der C-Klasse rummeckern: einiges ist Geschmackssache, und die Haptik bstimmter Oberflächen muss Mercedes sicher verbessern, aber ich kann Euch nur sagen, wenn man das Auto regelmäßig fährt, ist einem sowas sehr schnell ziemlich egal. Der Rest des Autos, insbesondere dieser Grinsenerzeugende Auspuffsound, lenkt Eure Aufmerksamkeit vom Innenraum sehr schnell ab. :D Mann muss es einfach erlebt haben. Und da ist der Bericht von A.R.B einsame Spitze!
     
  20. #20 Jim Rakete, 08.08.2008
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    Danke erstmal für den Bericht klasse geschrieben und sehr Informativ.
    Was ich jedoch zu bedenken gebe aus eigener Erfahrung ist das der C63 mit und ohne Performance Paket schon erhebliche Unterschiede im Fahrbetrieb aufweist.
    Kurzgesagt ohne das Paket ist er eher noch der Normale AMG wie man ihn kennt mit dem Paket ist er wirklich ein M3 in Mercedes Optik also eher was für den Hobbyrenner am Wochenende der auch mal richtig mit pedal to the metal eine Passstrasse hochgeprügelt werden kann. Für den reinen Autobahnbetrieb reicht der Normale C63 allemal wer es aber mal Richtig Däftig mit Knackender Bremse und Gummigestank nach Stressfahrten braucht der nimmts Package :D

    Achja noch was zum Getriebe das ist der erste AMG in dem die Gänge gehalten werden also nicht Automatisch Hoch oder Runterschaltet bei Manueller Bedienung. Dies ist dem Spassfaktor bei Rennstreckenbetrieb seeeehr zuträglich :tup
     
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