C220D defekte Lucas Einspritzpumpe

Diskutiere C220D defekte Lucas Einspritzpumpe im W202 / S202 Forum im Bereich C-Klasse; Hallo ich bin neu hier finde das Forum super. Ich würde mich über Eure Hilfe sehr freuen. Ich fahre seid ca 2 Jahren einen C220 D, Baujahr 95 mit...

  1. #1 estomi56, 14.02.2007
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    Hallo ich bin neu hier finde das Forum super.
    Ich würde mich über Eure Hilfe sehr freuen.
    Ich fahre seid ca 2 Jahren einen C220 D, Baujahr 95 mit einer !!! Lucas !!! Einspritzpumpe
    KM-Stand: 90 000

    Das Fehlerbild sieht so aus:

    - Die EDC-Kontrollampe leuchtet
    - Starker Leistungsabfall, Drehzahlen nur noch bis ca.3000
    - Nachlaufen nach Abstellen des Motors ca. 5sec.

    Ich habe den Fehlerspeicher auslesen lassen:
    P1622 Abschaltventil Einspritzpumpe
    P1227 Positionsgeber Verteilerwelle Y 23/2 | 2
    P1630 Fahrberechtigungssignal
    P1224 Mengenregelung
    P1351 Regelkreis Förderspritzbeginn

    Die MB-Leute sagen: defekt, nur Austausch möglich 2000-2500 Euro. Schock!!
    Ein Bosch-Dienst sagte mir leider das gleiche.
    Ich trau denen aber nicht.


    Ich habe folgende Fragen:
    Kann man diese ESP auch selbst reparieren ? Das muss doch gehen!
    Wo kann der Fehler bei dieser Fehlerbeschreibung liegen ?
    Ich habe etwas Erfahrung und bei meinem Passat die ESP erfolgreich ausgebaut, abgedichtet und wieder eingebaut.
    Gibt es etwas besonderes zu beachten ?

    Falls Reparatur nicht möglich ist und ich eine neue Pumpe kaufen muss, kann ich diese ohne Spezialwerkzeug/Spezialkennnisse selber einbauen?
    Wo sind die Knackpunkte ?

    Vielen Dank für die Beiträge in voraus
    Gregor
     
  2. #2 Deutz450, 14.02.2007
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    Was möchtest du denn reparieren, du hast 5 Fehlermeldungen. Die Pumpe ist hinüber, der Fehler liegt vermutlich im Elektroteil der Pumpe, der schwarze Kasten direkt in der Pumpe integriert, nicht einzeln zu tauschen soweit ich das noch in Erinnerung habe.
    Die Pumpe abzudichten wäre möglich, aber da liegt das Problem ja nicht.

    Beim Erneuern der Pumpe muss der Förderbeginn eingestellt werden, ob du das Werkzeug dazu hast weiß ich nicht, wahrscheinlich nicht. Ansonsten gibt es nichts besonderes, ausser das die Herzschraube der Pumpe ein Linksgewinde hat vielleicht, vorm rausschrauben der selbigen natürlich den Kettenspanner rausdrehen. Die Herzschraube der Einspritzpumpe ist hinter der Unterdruckpumpe die vorher ab muss.
     
  3. #3 Goldfinger, 15.02.2007
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    Dass den Werkstatt-Leuten, außer eine neue einzubauen, nichts einfällt, ist da leider ganz normal. Wirst da auch keinen finden, der überhaupt schon mal gesehen hat, wie diese Pumpe von innen aussieht.

    Bist Du ganz sicher, dass die Pumpe nicht Sprit verliert? Sieht man aber gleich, weil dann der Sprit unten drin steht. Ausser den ganzen O-Ringen in der Pumpe, werden auch die beiden Aktuatoren-Paare (Mangetventile), welche an die Pumpe geschraubt sind, selber auch häufig undicht.

    In denen sind ebenfalls O-Ringe drin, nur kann man die nicht aufmachen um auch diese O-Ringe zu wechseln, sondern braucht man dann neue. Gibts einzeln und gehören die eigentlich generell mit gewechselt, wenn eine Pumpe neu abgedichtet oder generell überholt wird.

    Die Firmen, welche das machen, wechseln die Aktuatoren nicht aus (außer die sind bereits undicht) und kann man dann darauf warten, bis auch diese selber noch undicht werden.

    Erst mal noch folgendes machen:

    1. Schauen, ob Pumpe leckt: Da bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, wenn an der noch nichts gemacht wurde, weil die ganzen O-Ringe in der Pumpe spätestens nach 10 Jahren total hart und platt sind. Bekommt die Pumpe statt Sprit einmal kurz Luft, geht das EDC-Lämpchen an, und das Stuergerät in den Notlauf (dann dreht er nicht mehr über 3.000 /min u. läuft höchstens noch 120 km/h) und werden Fehler im Speicher abgelegt.

    2. Mal über Nacht den Minuspol an der Batterie abklemmen. Und dann noch den Pumpen-Innendruck etwas höher stellen. An der vom Motor abgewandten Seite der Pumpe befindet sich ein grosser, schwarzer Innensechakant. Und in diesem ist wieder eine kleinere Innensechskant-Schraube.

    An der kann man den Innendruck der Pumpe einstellen. Wenn noch dran, ist diese Schraube mit einer kleinen Kunststoff-Kappe verdeckt, die Du erst raus "poppeln" mußt. Diese Kappe kannst Du ruhig kaputt machen. Braucht man nicht unbedingt und liegt einem neuen Dichtsatz eh eine neue bei. Diese kleine Innensechkannt-Schraube (4er Grösse) drehst Du mal eine halbe Umdrehung weiter rein, also im Uhrzeigersinn.

    Diese Schraube muss u. a. auch raus, wem man die O-Ringe wechselt, weil auch auf der ein ganz kleiner sitzt. Wie man den Pumpen-Innendruck danach wieder richtig einstellt, verrate ich Dir, wenn Du das wirklich selber probieren willst.

    3. Dann mal starten und noch mitteilen, ob und wie er dann anspringt. Also ob ganz normal, oder erst mal kurz und dann gleich wieder aus. Und auch, ob es immer einige Sekunden dauert, bis er aus geht, wenn man den Zündschlüssel umdreht. Dass das so ist, wenn er nur mal ganz kurz gestartet wird und gleich wieder abgestellt, ist übrigens ganz normal.

    4. Schauen, welche der beiden Pumpen-Ausführung bei Deinem vebaut ist. Geht von der Pumpe hinten ein ca. ein Meter langes schwarzes Kabel weg (von der Pumpe durch den Schacht, welcher über dem Motor an der Spritzwand eingehängt ist, bis unter die schwarze Abdeckung ganz links (wenn man vor dem Auto steht) direkt vor der Frontscheibe, wo das Kabel der Pumpe angesteckt ist (um den Stecker zu lösen, muss man erst den kleinen "Hebel" am Anschluss nach oben klappen), dann handelt es sich um die Phase1-Pumpe.

    Rein elektronisch kann an der Pumpe, bis auf eine kalte Lötstelle, übrigens nichts kaputt gehen, weil da nichts drin ist. Und dass einer der Sensoren, und Steller, welche an die Pumpe geschraubt sind, selber kaputt geht, hatte ich bisher auch noch nie.

    An die Pumpe geschraubte Teile:

    * Einmal die schon erwähnten Aktuatoren. Sind mit jeweils vier Schrauben ganz hinten an die Pumpe geschraubt. Ein Paar von oben und eins von hinten dran. Im linken (in Fahrtrichtung gesehen) des hinteren Paares, ist das Ventil, welches zu macht, wenn Du den Motor abstellst. Da ist ein kleiner Kolben mit einer Feder dahinter drin. Kann man beides raus nehmen, wenn man den Aktuator abgeschraubt hat. Dieser Kolben hat vorne eine Art Gummi-Stopfen dran.

    Und genau dieser verschließt, wenn der Kolben raus gedrückt wird, die kleine Bohrung an der Pumpe. Diese Bohrung ist etwas erhöht, wodurch der Gummi-Stopfen gut dagegen drückt (funktioniert ungefähr so, wie das Ventil in einer WC-Spülung, welches den Zulauf verschließt, wenn der Wasserkasten voll ist).

    Bei Deinen könnte sein, dass der Gummi an diesem Kolben schon sehr hart ist und deshalb die Bohrung nicht mehr richtig verschließt. Den kann man auch wechseln ist aber bei neuen Aktuatoren eh dabei.

    * Ganz hinten zwischen den vier Hochdruck-Anschlüssen (wo die Hochdruckleitungen an der Pumpe angeschraubt sind) ist mit zwei Schrauben der Sensor für die Hauptwelle geschraubt. War bisher noch nie kaputt. Nur einmal selber undicht, wo der Kabelanschluss abgedichtet ist ("dank" RME-Betrieb). Habe ich aber selber wieder abgedichtet, weil das "Schei..-Ding" gleich 500€ kostet.

    * An der zur Motorseite hin gewandten Seite der Pumpe, dann noch der Versteller für den Förderbeginn. Der war noch nie kaputt.

    Diese alle miteinander verkabelten Teile schraubt man als erstes alle weg und legt die zusammen mit dem langen Kabel erst mal beiseite, wenn man etwas an der Pumpe selber macht.

    Ausser einem Satz Torx von Grösse 8 - 40 braucht man kein spezielles Werkzeug um die Pumpe zu zerlegen (den 40er braucht man nicht für die Pumpe selber, aber für die Schrauben des Ansaugkrümmers).

    Um Deine zu überholen bräuchte ich folgende Teile:

    * Neuer kplt. Dichtungs-Satz für die Pumpe (= die 22 O-Ringe und vier Alu-Dichtscheiben für die Hochdruck-Anschlüsse inkl. dem kleinen Filter der zwischen den Gehäuse-Hälften sitzt und neuen Unterlegscheiben für die Schrauben). Wenn ich die O-Ringe schon alle wechsle, nehme ich jedoch nicht wieder die einfachen, sondern grubdsätzlich die guten "Viton" (nicht um RME fahren zu können, sondern weil die generell viel länger intakt bleiben - vor allem wenn man keinen RME tankt).

    * Beide Aktuatoren-Paare.

    * Evtl. noch neuen "Läuferring" + die beiden Fliekraftschuhe inkl. neuer Walzen, falls diese Teile mechanisch schon recht verschlissen sind (sehe ich aber erst, wenn ich die Pumpe auseinander habe).

    Zum Einbau benötige Neuteile, welche es auch beim MB-Händler gibt:

    * 8 neue O-Ringe für den Ansaug-Krümmer.

    * Vier neue O-Ringe für die transparenten Spritleitungen (drei sind etwas kleiner und einer etwas größer).

    * Neuer, grosser O-Ring vorne an der Pumpe, wo diese am Motor sitzt.

    * Zwei neue Alu-Dichtscheiben für den Anschluss an der Pumpe, wo die Leckölleitung von der ersten Einspritz-Düse dazwischen ist.

    * Neue Befestigungs-Schraube für die Pumpe am Zahnrad.

    * Neue Metall-Dichtung für die Unterdruck-Pumpe.

    Kosten für Pumpe nur neu abdichten: = 400€

    Wenn beide Aktuatoren-Paare mit erneuern: = 750€

    Wenn Pumpe kplt. überholen (inkl. Mechanik) = ca. 1.200€

    Beachten bei Pumpen-Einbau:

    1. Pumpe muss in Stellung indirekter Förderbeginn für 1. Zyl. arretiert sein.

    2. KW-Riemenscheibe muss auf 14,5° NACH Zünd-OT 1. Zyl. stehen (Achtung, wirklich Zünd-OT und nicht Auslass-OT)

    3. Verzahnung vorne an der Hauptwelle der Pumpe so in das Zahnrad einsetzen, dass die Langlöcher für die drei Schrauben (mit denen die Pumpe am Block angeschaubt wird) in beide Richtungen ungefähr den gleichen Abstand haben.

    Pumpe erst mal in den Block rein schieben inkl. der messingfarbenen Verstellschraube dazwischen (mit der man die Pumpe seitlich schwenken kann), welche selber aber noch nicht am Block angeschraubt ist. Dann das Zahnrad anheben, so dass die Welle der Pumpe in dieses rein geht. Dann Befestigungsschraube ein bisschen anziehen um Welle weiter in das Zahrand zu ziehen (muss leicht gehen). Erst mal nur mit ca. 30 Nm anziehen. Dann die drei Schrauben rein, mit denen die Pumpe am Block angeschraubt ist. Diese mit 25Nm anziehen. Dann die Befestigungs-Schraube mit 50 Nm.

    Der echte Förder-Beginn ist nartürlich nicht NACH OT, sondern VOR OT. Wenn so eingebaut, stimmt das aber schon mal auf ca 2° genau.

    Spritfilter bis oben hin gefüllt einsetzen und den am besten mit 2T-Öl auffüllen. Spritleitungen an den Düsen selber noch nicht anschrauben, sondern die etwas anheben und da jeweils eine viermal gefalltetes Küchenrollen-Blatt darunter schieben. Dann den Motor so erst mal mehrere Male für einige Sekunden starten lassen. Dazwischen nachsehen, ob schon Sprit aus den Hochruckleitungen kommt. Erst wenn deutlicher Sprit-Fleck an der untergelegten Küchenrolle bei allen vier zu sehen ist, die Leitungen an den Düsen selber anschrauben und denn Motor richtig starten.

    Nach einer Probefahrt die Batterie nochmal für min. 30 Minuten abklemmen und einen Temin bei einem Bosch-Dienst machen, um den Förderbeginn dynamisch zu messen u. ggf. noch genauer einzustellen.

    Die schware Abeckung auf dem Ventildeckel noch nicht montieren. Die müßte man sonst nochmal runter nehmen, weil man dazu an die Leitung des ersten Zyl. muss. Optimaler Wert = im Leerlauf 14,5 VOR OT.

    Förderbeginn dynamisch prüfen u. einstellen dauert nur wenige Minuten und sollte bei einem Bosch-Dienst nicht mehr als ca. 15€ kosten. Vorher fragen.

    So ganz wohl ist mir dabei aber nicht, wenn das einer selber machen will. Meistens bekomme ich die Pumpe danach doch zugesandt. Entweder mit einem um 180° verdrehten hinterem Teil der Welle (dann läuft er natürlich überhaupt nicht mehr) oder auch als "Puzzle" in einem Schuhkarton, weil derjenige viel mehr zerlegt hat als sein müßte und die Pumpe dann nicht mehr zusammenbekommen hat.

    War z. B. auch der "Dorn" ganz hinten an der Welle ab, wo der Sensor hinten dran sitzt, muss ich das dann auf einem Pumpenprüfstand wieder neu einstellen. Pumpe gleich zu schicken, wäre dann günstiger gewesen und hätte dem Besitzer Arbeit und Nerven erspart.

    Jede die ich bisher gemacht habe, hat dann 1. wieder einwandfrei funktioniert und war 2. auch wieder absolut dicht. Und hatte ich bisher auch noch keinen einzigen Fall, wo das nicht bis heute so geblieben ist.
     
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  4. yacek4

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    Ich bis zu 90% sicher dass alle 5 Fehlermeldungen nur 1 ursache haben und auf deine stelle wurde ich alle kabeln nach durchgang prufen auch alle plus und masse. Leider mit schema kann ich dir nicht helfen und ohne schema wird dass schwierig!
     
  5. #5 estomi56, 18.02.2007
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    Hallo vielen Dank für Deine ausführliche und hilfreiche Antwort.
    Habe jetzt noch mal Undichtigkeiten an der ESP gesucht. Ein paar wenige Tropfen finde ich schon, aber das kommt wohl von einem Leckölschlauch der beim Rücklauf an der ESP endet.
    Ich vermute also, dass der Fehler keine Undichtigkeit ist, sondern ein Elektronikfehler. Einen mechanischen Fehler würde ich bei einer Laufleistung von nur 90 000 Km eher nicht vermuten.
    Nach einigem Nachdenken werde ich folgendes machen: Ich Kaufe mir eine Pumpe bei
    TURAN PRODUCTS Artilel-Nr 8052859461 (Shop in ebay) und baue die ESP selber ein. Kostet dort 800 EURO
    Oder ich wende mich an einen Boschdienst, der das für 350 Euro einbauen würde.
    Kennst Du TURAN PRODUCTS eBay: Lucas Einspritzpumpe Verteilerpumpe Dieselpumpe W202D (Artikel 8052859461 endet 25.02.07 18:31:15 MEZ) ?

    Habe die Batterie mal über Nacht abgeklemmt:
    Das Fehlerbild ist regelmäßig so (vor dem Starten), daß beim Anschalten der Zündung zunächst alle Kontrollampen leuchten (ist ja auch o.k.) nach ca 30 sec gehen alle wieder aus nur die EDC bleibt an.
    Nach dem Starten sind alle Kontrollampen aus, nach 10 sec kommt dann wieder die EDC-Lampe. Hast Du noch einen Tip für mich ?

    Danke für Alles
    Freundliche Grüsse
    Gregor
     
  6. #6 MrSoulja, 19.02.2007
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    Bei mir waren genau die 3 selben Probleme !

    Bei mir war erst das Abschaltventil im Eimer ! Hatte mich um die 50 € gekostet. Dann paar Monate später musste ich die ESP abdichten lassen, was mich 1200,- € gekostet hat.

    Mehr kann ich dazu leider nicht sagen!
     
  7. #7 Goldfinger, 23.02.2007
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    Wie schon geschrieben, gibts in der Pumpe selber überhaupt keine Elektronik, das ist reine Mechanik.

    Gibt nur vier elektrische/elektronische Teile, welche an die Pumpe angeschraubt sind (zählt man die beiden Aktuatoren-Paare als eins, sinds nur drei).

    Einmal die beiden Aktuatorenpaare (ein Paar sitzt oben und eins hinten an der Pumpe), welche für die Spritdosierung zuständig sind, dann der Versteller für den Förderbeginn (der sitzt an der zum Motor hingewandten Seite an der Pumpe) und der Sensor, welcher dem Steuergerät die Stellung der Hauptwelle mitteilt (der ist ganz hinten zwischen den vier Hochdruck-Anschlüssen angeschraubt).

    Die Kabel von diesen Teilen führen alle zu einer kleinen Platine, wo sie angelötet sind. Diese Platine befindet sich in dem schwarzen Kunststoff-Gehäuse, welches zusammen mit dem hinteren Aktuatoren-Paar an der Pumpe angeschraubt ist.

    Um eins dieser Teile auszuwechseln, muss man nur den kleinen Kunststoff-Deckel abnehmen (ist mit vier ganz kleinen Torx angeschraubt) die Kabel des alten Teils rauslöten und die vom neuen wieder anlöten. Und dann wird der Deckel mit neuer Dichtmasse wieder angeschraubt (habe ich schon mehrmals gemacht, um eben die beiden Aktuatoren-Paare auszuwechseln, welche häufig selber auch undicht sind).

    Das sind Magnetventile, welche eben die Spritmenge dosieren. Würden die nicht funktionieren, weil sie aufgrund eines Kabelbruchs oder einer kalten Löststelle nicht mit Strom versorgt werden, springt der Motor nicht einmal mehr an, da geht dann überhaupt nichts mehr.

    Gleiches gilt auch für den Versteller, welcher den Förderbeginn verstellt. Wenn der Motor aus ist, steht der Läuferring in der Pumpe in einer Position, dass der Förderbeginn bei ca 14,5° NACH Zünd-OT wäre (und genau SO muss die Pumpe "statisch" auch wieder eingebaut werden).

    Wenn Du den Motor startest, verdreht dieser Versteller den Läuferring in der Pumpe aber so (drückt das Verstellgestänge seitlich rein), dass der Fördergebinn VOR Zünd-OT ist. Im Leerlauf sollte der bei ca. 14,5° VOR Zünd-OT sein (also genau das VOR wie im Stand NACH). Und mit steigender Drehzahl wird der Förderbeginn dann immer weiter nach vorne, also immer weiter VOR OT verstellt.

    Für diesen Versteller gilt das gleiche. Also entweder funktioniert der, oder nicht. Nur ein "bisschen" kaputt geht nicht. Und funktioniert der nicht, geht auch gar nichts mehr.

    Gleiches gilt auch für den Sensor, welcher dem Steuergerät mitteilt, in welcher Stellung sich die Hauptwelle befindet. Durchtrenne ich das Kabel, welches von dem weggeht, springt der Motor nicht einmal mehr an. Gleiches bei einer kalten Lötstelle von dem an der Platine (wo die Kabel angelötet sind). Oder auch, wenn der Sensor selber defekt ist und gar kein, oder ein falsches, Signal ans Steuergerät liefert.

    Wüßte deshalb nicht, welcher Art ein "elektrischer/elektronischer" Fehler sein könnte, welcher bewirkt, dass die Pumpe zwar funktioniert, nur halt nicht richtig. Das geht nicht! Die eigentliche Elekronik der Pumpe ist das Steuergerät!

    Im ersten Beitrag hatte ich u. a. geschrieben, dass Du mal schauen sollst, ob die Pumpe leckt. Weiß ich aber immer noch nicht, weil Du nicht mittgeteilt hast, ob die untere Motorabdeckung trocken ist oder nicht.

    Dann hatte ich auch noch geschr., dass Du mal den Pumpen-Innendruck etwas höher stellen sollst, und auch wie genau Du das machen sollst. Hast Du aber wohl auch nicht gemacht- oder? Keine Sorge, da kann nichts kaputt gehen. Zwischen MIN u. MAX ist da auch nur ca. ein bar. Hat auch nichts mit dem eigentlichen Einspritzdruck zu tun, den kann man an der Pumpe selber auch gar nicht verstellen.

    Ist nur so, dass man den Innendruck nicht unnötig hoch stellen soll, weil die Pumpe sonst eher undicht wird - dass müssen ja die Gummi-O-Ringe abdichten. Rein was das funktionieren der Pumpe betrifft, kann man den Innen-Druck aber gar nicht zu hoch einstellen, sondern kann der nur zu niedrig sein.

    Und genau deshalb, und weil Du dabei auch nichts falsch machen kannst, solltest Du den mal etwas höher stellen - die kleine Einstellschraube (4er Innensechskannt) mal min. eine halbe Umdrehung weiter rein, also nach rechts drehen.

    Ausserdem würde ich erst mal auch noch folgendes machen:

    Alle vier O-Ringe der beiden transparenten Spritleitungen wechseln, also an beiden Enden der Leitungen. Eine der Leitungen geht vom Vorwärmer zum Spritfilter und die andere vom Spritfilter zur Pumpe. Um die Leitungen am Spritfilter abzunehmen, musst Du nur das schwarze Metall-Teil auf dem Filtergehäuse abschrauben, dann kannst Du die da raus ziehen. Und um die vom Vorwärmer und Pumpe abzunehmen, mußt Du nur das Sicherungsblech an der Steckverbindung zurückschieben, dann kannst Du auch die einfach herausziehen.

    Und dann eben an beiden Enden der Leitungen die O-Ringe der Steckverbindungen erneuern (am besten mit ein bisschen 2T-Öl eingeölt) und dann wieder montieren.

    Dann auch gleich noch den Spritfilter erneuern. Und den am besten vor den Leitungen abnehmen, dann kommst Du besser an die Leitungen, weil Du dann da, wo der Filter sitzt, durchgreifen kannst.

    Und auch noch einen neuen Ansaugluft-Temperatur-Fühler einbauen. Der steckt im Luft-Anschaugschlauch gleich nach dem Luftfilterkasten. Siehst Du gleich, weil da ein Kabel dran ist. Kostet ca. 10€ und ist auch der öfters mal defekt.

    Ist der defekt, sagt der dem Steuergerät: "Ansaugluft-Temperatur undendlich". Und das regelt dann die Einspritzmenge so weit zurück wie es geht. Dann hat der Motor höchstens noch 80PS. Fehler wird im Specher nicht angezeit, da der 220D noch nicht so diagnosefähig ist. Allerdings sollte das nicht bewirken, dass das Lämpchen im KI angeht, sondern läuft der eigentlich auch dann ganz normal, nur halt nicht wie ein 220D sondern wie ein 200D.

    Hilft das alles auch nichts, kann es nur noch an einer Undichtigkeit der Aktuatoren selber oder der Pumpe selber liegen - entweder mechanisches Problem in der Pumpe selber oder innere Undichtigkeit (in der Pumpe sind 22 O-Ringe drin)

    Die von Dir genannte Firma kenne ich nicht. Die Firmen, welche ich kenne, verlangen für eine überholte Pumpe 1.500€. Und da sind dann aber noch nicht mal neue Aktuatoren-Paare dran. Ausser die waren bereits undicht. Wenn noch nicht, lassen die aber immer die alten dran. Und sind dann nicht selten kurz nach Garantie-Ablauf auch die fällig, muss man die Pumpe dann nochmal ausbauen und sind dann nochmal knapp 300€ für die Aktuatoren-Paare fällig (das obere Paar kostet aktuell rund 115 und das hintere rund 155€).

    Bei den Pumpen, welche ich bisher kplt. überholt habe, habe ich folgendes gemacht:

    * Neuer Läufering, neue Fliehkraftschuhe und neue Walzen.

    * Neues Kugellager für die Hauptwellen-Lagerung

    * Beide Aktuatoren-Paare neu

    * Sämtliche in der Pumpe verbauten Dichtungen neu (= alle O-Ringe aus dem besten Material, in dem es die gibt, inkl. dem für den Kabelstecker der Pumpe, neue Metalldichtungen für die vier Hochdruck-Anschlüsse, neuer Wellen-Dichtring, welcher das Kugellager der Hauptwelle gegen den Sprit in der Pumpe abdichtet).

    * Neuer Filter in der Pumpe selber

    * Kabelanschlüsse von Förderbeginn-Versteller und Hauptwellensensor mit neuer Dichtmasse abgedichtet.

    * Pumpe an Prüstand getestet, ob einwandfei funktioniert und alles dicht ist.

    Was bei der Pumpe die Du kaufen willst, alles gemacht wurde, ob die überhaupt funktioniert oder wie lange, weiß ich auch nicht. Um das sagen zu können, müßte ich die erst untersuchen.

    Gruß

    P. S. Bevor Du Dich um eine überholte Pumpe umsiehst, würde ich aber erst mal das machen, was ich Dir gesagt habe. Ist auch nicht umsonst, wenns nichts hilft, da auch die O-Ringe an den Spritleitungen eh gewechselt gehören. Und der Sprit-Filter im Motorraum gehört ja auch regelmäßig gewechselt. Kostet auch kaum etwas und ist nur ein sehr geringer Aufwand.

    Und auch nicht vergessen den Pumpen-Innendruck etwas höher zu stellen und noch mitzuteilen, ob die untere Motor-Verkleidung wirklich trocken ist, oder obs da immer feucht ist (Sprit aus der Pumpe)
     
  8. MMSH

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    moin goldfinger



    hab vor paar tagen versucht meine abzudichten,hat

    soweit auch alles ganz gut geklappt, (die große

    dichtung war extrem platt) motor sprang auch gleich

    an ! aber er nagelt wie verrückt und geht erst nach

    ca. 3 sek. aus wenn ich den schlüssel umdrehe (war

    vorher nicht der fall)! die edc lampe geht auch

    nach paar sekunden an.sind keine luftblasen mehr in

    den leitungen, pumpe is auch dicht tropft nichts

    mehr.hab auch schon versucht die pumpe über die

    imbus schraube zu justieren,aber bringt auch nicht

    wirklich was bzw. nagelt immer egal wie ich die

    pumpe einstelle (schwenke) .dann hab ich den spritfilter auch

    mal bisschen mit 2-takt öl gefüllt ,lief wieder

    super ruhig aber nachdem das 2-takt verbrannt war

    fing er wieder an laut zu nageln..
    vieleicht kannst du mir ja wieter helfen..
    MFG
    MMSH
     
  9. #9 Goldfinger, 16.03.2007
    Goldfinger

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    Dass der Motor nicht sofort ausgeht, sondern noch ganz kurz nachläuft, ist normal, wenn man den nur kurz gestartet hatte.

    Pumpe gehört nicht "irgendwie" hin und her geschwenkt, sondern gehört der Förderbginn dynamisch, also im Leerlauf, geprüft und möglichst genau auf 14,5° VOR OT eingestellt - im Leerlauf (steht auch auf der Metall-Plakette im Motorraum). Macht ein Boschdienst normalerweise für ca. 15€ - wenn der nicht auch noch erst die Abdeckung auf dem Ventildeckel abschrauben und nachher wieder dran schrauben muss, sondern man die vorher selber schon weggemacht, bzw. noch nicht wieder dran gemacht hatte.

    Wenn Pumpe i. O, der Förderbeginn stimmt und ein oder mehrere Zylinder laut nageln, dann ist Schmutz in die Hochdruckleitungen oder in die Düsen selbst rein gekommen - als die Leitungen ab waren. Das hört sich dann an, als wenn jeden Moment ein Ventil durch den Ventil-Deckel kommen würde.

    Kann sein, dass das wieder verschwindet, wenn man den Spritfilter leer und mit 2T-Öl auffüllt und den Motor damit laufen läßt. Dabei auch ruhig mal kurz ein bisschen Gas geben, dass er so ca. 2.000 - 2.500 /min dreht. Wenn nach ca. 2- 3 Minuten noch nicht weg, dann nochmal wiederholen. Also Spritfilter nochmal leeren und mit 2T-Öl auffüllen und Motor nochmal laufen lassen.

    Nagelt er nach dem dritten Mal immer noch, ist ein grösseres Schmutz-Teilchen in der betr. Düse und muss min. der Filter von dieser gewechselt werden, oder die Düse ganz ersetzt werden.

    Was mich noch interessieren würde:

    Hast Du nur den grossen Dichtungs-Ring gewechselt, der zwischen den Gehäuse-Hälften sitzt und alle anderen nicht? Bzw. was hattest Du an der Pumpe alles abmontiert?
     
  10. rodion

    rodion

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    würde nebst 2Taktöl auch noch Benzin beimischen, hat dann eine sehr gute reinigende Wirkung.
    Aber dabei Vollastbetrieb vermeiden ;)
     
  11. MMSH

    MMSH

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    hab die pumpe 14° nach ot aus und eingebaut.mir wurd nix von 14.5° Erzählt.
    hab das auch schon gelesen das man den filter mit 2-takt öl auffüllen soll,wenn er laut nagelt bzw leitungen oder düsen verdreckt sind .ging ja auch weg als er das öl verbrannt hat . is das normal das er dann auf hört zu nageln und danach wieder anfängt weil kein öl mehr verbrannt wird?ich denk mal das war noch zu wenig 2-takt öl werde den filter mal ganz voll machen.kann man die düsen zur not auch mit druckluft frei blasen? oder sind die zu empfindlich?

    ja aber er ging ja bevor ich die pumpe ausgebaut hab auch immer sofort aus auch wenn ich ihn nur kurz laufen gelassen habe .

    nein hab die komplette pumpe zerlegt so wie auf dem plan der der dichtung beilag aufgezeichnet ist.wollt das bloß erwähnen weil bekannter weise ja meistens die große dichtung die uhrsache des ganzen ist.
    ach,dein postfach ist voll konnt dir keine pn schicken
     
  12. #12 Goldfinger, 16.03.2007
    Goldfinger

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    Folgendes hatte ich noch vergessen zu fragen:

    Damit der Förderbeginn nach dem Einbau wenigstens ungefähr stimmt, muss die Pumpe vor dem Einbau auf interner Förderbeginn für den 1. Zylinder gedreht werden und in dieser Stellung fixiert. Dafür gibts ein spezielles Werkzeug, welches seitlich in die Pumpe eingeschraubt wird.

    Und genau SO wird sie dann statisch, also im Stand, auf 14,5° NACH Zünd-OT 1. Zyl. in das Zahnrad eingesetzt. Und zwar so, dass ich die dann mit der Verstellschraube noch ungefähr gleich weit in beide Richtungen schwenken könnte.

    Hast Du das SO gemacht? Oder war die Pumpe selber dabei in "irgendeiner" Stellung?

    Wenn richtig eingebaut (aber nur dann), ist der Förderbeginn nur um plus/minus ca. 2 - 3° falsch. Was aber genau genug ist, um zum nächsten Boschdienst fahren zu können und den anschließend noch dynamisch im Leerlauf messen und genau einstellen zu lassen - sofern man das Gerät dazu nicht hat um das selber machen zu können.

    War die Pumpe beim Einbau nicht in der richtigen Stellung fixiert, ist es aber kein Wunder wenn er laut nagelt, sondern eher ein Wunder, dass er überhaupt läuft.

    Ob das mit dem Benzin von "rodion" ein schlechter Scherz war oder ernst gemeint, weiß ich nicht. Jedenfalls solltest Du das gleich wieder vergessen, weil das eine sehr schlechte Idee wäre - besonders bei dieser Pumpe!
     
  13. rodion

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    rotationspumpe hin oder her. ein bisschen benzin, gut vermischt mit dem 2takt öl, wird die pumpe nicht zum fressen bringen.
    wenn man sich die dieselspülung von LM reinkippt, ist da auch nicht das harmloseste beigemischt.
    naja, will hier niemanden zwingen, hab nur meine pers. erfahrung wiedergegeben.
     
  14. MMSH

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    ok,das mit dem 2-takt öl hat nicht wirklich was gebracht nagelt immer noch,zwar minimal leiser aber immer noch viel zu laut!kann aber auch sein das das täuscht und das gleich geblieben is.
    habe die pumpe vorm ausbau auf dem zahnrad markiert damit ich sie so wieder einbauen kann wie sie vorher drinn war,ich hab sie "ausversehen" ein zahn verstellt .dachte das is kein problem weil man die pumpe ja noch drehen kann (schwenken ) . kann mir aber auch nicht vorstellen das das so ausschlaggebend ist.
    naja ich lass mich gern aufklären falls ich da mist gebaut hab.
    woher kommst du überhaupt?
     
  15. Rieke

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    Hallo estomi 56, habe den Bericht über Deine Pumpe gelesen und wüßte gerne, wie Du das Problem gelöst hast. Danke schon jetzt für eine evtl. Antwort. L.Gr.Rieke
     
  16. #16 Avantgarde.C270, 13.09.2007
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    Moin,
    Hatte das gleiche scheiss problem bei unserem alten (BJ94, 220D)
    pumpe 2x gewechselt, doch immer wieder stress!!!
    würde das am besten lassen, es zahlt sich einfach nicht aus!!!
    Das nachlaufen (5sek.) wirst du immer noch haben, und unser wollte wenn er ganz abgekühlt war nicht beim ersten mal anspringen.... :sauer: :rolleyes:

    Mfg :prost
     
  17. #17 dete1973, 14.09.2007
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    Hi! Habe mich hier neu im Forum angemeldet, weil ich die selben Probleme mit meinem W202 220D EZ 10/95 (160.000km) habe. Bin schwer begeistert über die umfassenden Beiträge, besonders von Goldfinger.

    Es wäre super wenn ihr mir nen Rat geben würdet:

    Fehlerbild:

    Motor lief nach Rast an der Autobahn nur noch im Notlauf (nur ca. 3000 U/min, Nachlauf ca. 4sec). Nach Abziehen des Steuergerätes wieder volle Drehzahl im Stand, beim fahren aber sofort wieder das Gleiche. Kontrollampen sehe ich wegen ebenfalls defekten Kombiinstrument (Spannungsregler) leider nicht, Fehlerspeicher noch nicht ausgelesen.

    Bin dann einige Tage so gefahren und 3x hat er tierisch genagelt und gequalmt. War aber nach dem sofortigen Ausschalten und neu anlassen wieder weg.

    Folgendes habe ich gestern gemacht:

    - Einspritzpumpe kontrolliert - soweit dicht, Matte trocken!
    - Ansaugtemperatursensor erneuert
    - Dieselfilter erneuert (mit 2t-Öl gefüllt) - keine Luftblasen in beiden transparenten Schäuchen
    - Innendruck der ESP erhöht (halbe Umdrehung des 4er Imbus)

    Nachdem ich jetzt über Nacht die Batterie abgeklemmt hatte ist er heute morgen dann 2x mit kurzem hochdrehen angesprungen und wieder ausgegangen. Danach leider wieder "normaler" Notlauf. )o;

    Jetzt meine Frage: Gibt´s noch ne Möglichkeit etwas zu probieren, bevor ich die komplette ESP zur Überholung ausbaue?

    Freiwillige vor! (Goldfinger?!) (o;

    Danke und viele Grüße

    Carsten
     
  18. #18 dete1973, 24.09.2007
    dete1973

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    Moin!

    Wegen der erdrückenden Resonanz schreibe ich einfach mal weiter... :D

    Nach genauerem Hinschauen habe ich doch Luftblasen in der Dieselleitung gefunden. Habe also erstmal alle Leitungen sowie den Vorwärmer und Kraftstofffilter erneuert bzw neu abgedichtet. Außerdem ein Rückschlagventil direkt vor der ESP gesetzt. Jetzt springt er morgens auch wieder beim ersten Anlassen an und alles ist dicht (keine Luftblasen mehr).

    Wenn man das Motorsteuergerät abzieht und dann neu startet dreht er ohne Gang auch sofort auf volle Drehzahl. Sowie man aber losfährt gleich wieder Notlauf. Da die ESP äußerlich dicht ist und auch keine Luftblasen mehr zieht gehe ich jetzt von einem Elektronikdefekt aus. Warum sollte er sonst im Leerlauf frei drehen und begrenzt, wenn man nur die Kupplung tritt?

    Hat jemand ne Idee was ich noch machen kann? Die ESP soll bei Mercedes ca. 2000Euro mit Einbau kosten, da will ich 100% ausschließen, daß es ein anderer Fehler ist.

    Danke, Carsten
     
  19. #19 Airworld, 18.05.2008
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    Hallo Mitstreiter!

    Ich habe mit großer Begeisterung die Beiträge hier im Forum zur Lucas ESP gelesen und hoffe nun auf Eure Hilfe. Mein 220D Bj.´97 geht mit eingeschalteter EPC-Leuchte in den Notlauf. Dann ist auch keine Leistung mehr vorhanden. Das macht er sporadisch aber immer in der Warmlaufphase. Der Fehler tritt mal nach 5 Sekunden auf, kann aber auch mal bis zu 10 Minuten dauern und er macht es nicht immer heisst täglich! Bei einem Bekannten der eine eigene Werkstatt hat, habe ich den Fehlerspeicher auslesen lassen: "Kraftstoff-Temperatur-Sensor liefert falsche Daten! Die weitere Beschreibung sagt das Teil sitzt vor oder in der Einspritzpumpe! Ich habe ca. 150.000km runter und meine Lucas ESP ist absolut dicht (vielleicht eine der wenigen). In den Beiträgen von Goldfinger lese ich, dass es so ein Teil in der ESP gar nicht gibt, die bei Daimler sagen schon und die Pumpe muss getauscht werden. Die Kosten belaufen sich bei DB auf ca. 1600€ zzgl. MWSt. und zzgl. Montage! Ich hoffe Goldfinger hat recht und das Teil sitzt nicht in der ESP sondern irgendwo davor! Ich habe nämlich die Befürchtugn, dass wenn ich die Pumpe tauschen lasse und Goldfinger recht hat, der Fehler immer noch vorhanden ist und der Austausch dann umsonst war.

    @Goldfinger kannst Du mir vielleicht sagen wo das Teil sitzt?

    Vielen Dank an alle im voraus! Gruß Airworld!
     
  20. #20 Wurzel1966, 18.05.2008
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    @Airworld
    Einen Kraftsofftemperatur Sensor gibt es meines Wissens in der Lucas EP.Jedoch kannst Du diesen nicht selbst tauschen,da Du erstens keine Teile bekommst und zweitens keine Baubeschreibung der EP.Bei meiner EP war das Magnetabschaltventil defekt und ich mußte die komplette EP tauschen lassen(Km-Stand 75.000),kostete 1.700,-Euro bei Boschdienst "Brenner".Bei MB wollten sie 2.500,-Euro.
    Kurze Zeit später kam es zu folgendem Problem :Wenn das Fzg.länger als 8 Stunden stand (Tank ca.1/2 voll)sprang er kurz an um gleich wieder auszugehen,erst nach zweimaliges Starten (ab und zu ging die EDC-Leuchte an) lief der Motor.Habe mich dann auf die Fehlersuche begeben und bemerkt,daß Luftblasen im Kraftstoffsystem waren. Nach dem Try and Error System habe ich dann nach und nach alle Komponenten des Kraftstoffsystems getauscht.Das Fehlerhafte Teil war die Kraftstoff Vorwärmung.Dort konnte Luft eindringen wenn der äussere Druck größer wurde als der Druck vom nachfließendem Kraftstoff.Das Teil kostet zwischen 50-80,- Euro beim freundlichem.Das Teil kannst Du selbst tauschen,es sitzt auf höhe der EP im Motorblock,ein Kraftstoffschlauch (weiß/durchsichtig) geht vom Kraftstofffilter dorthin.Zudem würde ich dir raten die zwei Kunststoffschläuche vom Kraftstofffilter zu tauschen (die O-Ringe werden undicht)kosten ca.10,-Euro.Und die Rücklaufschläuche an den Einspritzdüsen zu tauschen(unter der schwarzen Motorabdeckung),die werden mit der Zeit porös.
    Erst wenn Du dies alles getan hast,würde ich mir Gedanken über einen EP tausch machen!Kleiner Tip am rande,laß ja die Finger von gebrauchten EP's!!!Da ist nur Schrott auf dem Markt,von Leuten, die ihre kaputten EP's vergolden wollen! :sauer:
    Es gibt leider nur drei - vier Betriebe die Ahnung von der Lucas EP haben (Boschdienst Turan in Hamburg , Boschdienst Brenner in Mannheim und noch zwei in NRW)ansonsten nur MB.Alle anderen seriösen Betriebe meiden die Lucas EP wie der Teufel das Weihwasser (Leid volle Selbsterfahrung).

    Gruß Ingwer :wink:
     
Thema: C220D defekte Lucas Einspritzpumpe
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