Defekter Tempomat--Gaspedal verklemmt--Was tun?

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  1. #1 El Ninjo, 19.12.2009
    El Ninjo

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    Bin eben bei T-Online auf dieses Video gestoßen in dem ein Australischer Autofahrer mit einem defekten Tempomat mit 95km/h unterwegs ist und diesen nicht mehr ausschalten kann. 8o

    http://auto.t-online.de/c/21/09/27/88/21092788,vv=P5.html

    Was mich nun mal interessieren würde welche Möglichkeiten hat man eigentlich wenn einem ein solches Problem ereilt oder sich z.B. das Gaspedal verklemmt hat? ?(
    Welche Unterschiede ergeben sich z.B. von der Schaltung her (Automatik, Handschalter). :rolleyes:
    Klar erste Idee bei einem Schalter Kupplung treten und bremsen :] nur kommt man bei Automatik mit dieser Idee ja nicht sonderlich weit. :(

    :wink:
     
  2. Tewego

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    Hallo,

    ich :verschieb das mal in den richtigen Bereich.
     
  3. #3 Wurzel1966, 19.12.2009
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    Wieso sollte man bei Automatik nicht auf N stellen können und dann normal abbremsen!?Steht die Kiste dann,einfach Zündung aus.Zudem kann man normalerweise trotz aktiviertem Tempomats ganz normal die Betriebsbremse treten und das Kfz bremst ab.Das man bei defektem Tempomaten nicht über den Steuerhebel (bei älteren Fzg.) und bei neueren über die Multifunktionstasten abbremsen kann sollte klar sein.
    Die Zulassungsbehörde verlangt von den Herstellern das man bei Tempomatbetrieb jederzeit eine Notbremsung mit der normalen Betriebsbremse durchführen kann.Genauso verhält es sich mit den Einparksystemen oder anderen gleichgelagerten Systemen,sobald der Nutzer aktiv eingreift hat er auch die Kontrolle über das Fzg.!
    Solche Berichte erinnern mich immer an die Berichte in denen sich Fzg. selbstständig gemacht haben (Fahrer durchbrach Garagenwand,Oma landete in Gemüseladen etc.).Meist war die Ursache die,das der Fahrer in seiner Panik Gas-und Bremspedal verwechselte oder das etwas unter die Pedalerie kam.

    Gruß Ingwer :wink:
    PS : In dem Video sagte der Unglücksvogel ja selbst,daß er in Panik war, Geschrien hat und beruhigt werden mußte.Und das er das Fzg. über die Handbremse zum stehen gebracht hat.Sehr viele Automatikfahrer versuchen,wenn sie in Panik sind,am Schalthebel einen anderen Gang einzulegen und merken dabei nicht das sie einfach nur im Getriebe rumrühren ohne den Leerlauf bzw. Neutral zu treffen.
    Als ich damals beim Bund meinen Personenschutzlehrgang besuchte,war es für viele sehr schwer auf Anhieb den Leerlauf zu finden (Dienstlimousinen hatten alle Automatik) um bestimmte Fahrmanöver durchzuführen z.B. den beliebten U-Turn.
     
  4. Joerg1

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    Wer weiß schon welche "Ungereimtheiten" sich durch zunehmende Komplexität von Hardware/Steuergeräte/Software im Fahrzeug verbergen.
    Bedingt dadurch, dass nahezu alle Bereiche im Fahrzeug vernetzte, softwarebasierte Funktionalität enthalten, sind Fehler, gleich welcher Art, nicht auszuschließen.
    In den Fahrzeugen der Premium Klasse sind heute bis zu 70 Steuergeräte mit vielen 1.000 Zeilen Programmcode eingesetzt.
    In der Software Branche wird allgemein davon ausgegangen, dass in 1.000 Zeilen Programmcode i.d.R. 3 Fehler enthalten sind.
    Nicht alle diese Fehler sind kritisch in ihrer Auswirkung.
    Fehler, die sich innerhalb einer Fehlerkette (Fehler im Fehlerfall) verbergen, oder nur sporadisch auftreten, bedingt durch elektromagetische Störungen, Temperatur, Erschütterungen etc. kommen noch hinzu.
    Die gesamte Problematik betrifft aber nicht nur die Automobil Branche.
    Sie ist weitläufig bekannt und wird auch sehr ernst genommen, zumal sehr schnell der Bereich der Produkthaftung betroffen ist.
     
  5. C240T

    C240T Moderator

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    Eben um derartiges Fehlverhalten abzusichern wird in der KFZ Branche ein enormer Aufwand betrieben.
    Beispielsweise ist der Pedalwertgeber des Fahrpedals redundant ausgeführt, das heisst doppelt, gegenläufig.
    Weicht ein Wertgeber ab, geht das System sofort in die Rückfallebene, welche nur noch die absolut notwendigen FUnktionalitäten zum Erhalt der Fahrbarkeit enthält.
    Ein Tempomat kann sich heute nicht mehr "verklemmen". Das war früher mgl, als ein Stellglied direkt den Gaszug betätigt hat. da half dann nur abstellen.
    Den Gang rausnehmen und dann bremsen konnte und kann man immer. Da gibts keine Sperren.
     
  6. #6 El Ninjo, 20.12.2009
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    Dann ist es also bei einem Automatikgetriebe auch nicht viel anders als bei einem Schaltgetriebe in solch einem Fall. :] Das selbe Verhalten würde dann also auch ein Fahrzeug zum stehen bringen bei dem sich das Gaspedal verklemmt hat :] nur mit dem ausschalten des Motors kann es wohl in dem Fall etwas schwieriger werden. ;)

    :wink:
     
  7. C240T

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    in solch einem Fall ist es doch egal, was der Motor macht. rechten Fuß mit Gewalt aufs Bremspedal heften bis die Karre steht und dann abstellen.
    Die Betriebsbremse hat doch erheblich mehr Leistung als der Motor.
    Kritisch kanns nur bei Vollast in einem kleinen Gang werden, da die hintere Bremse ihre LIebe Not hat, wenn ein großer Motor drin steckt. HIer kanns sein, dass der Motor "stärker" ist, was der Fahrstabilität nicht eben zuträglich wäre.

    Bei jedem "normalen" Fahrzeug, reicht es ordentlich auf die Betriebsbremse zu latschen, um den Wagen sicher abzubremsen, selbst bei Vollast. Bei niedrigem Tempo oder idealerweise Stillstand den Motor abstellen und gut:)
     
  8. #8 El Ninjo, 20.12.2009
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    Dann passt das ja eigentlich alles so wie ich es mir gedacht habe. :]

    War eben etwas verwirrt das immer wieder mal Fahrzeuge mit defektem Tempomat so wie im Fall des Australiers unterwegs sind.
    Und auch den tödlichen Unfall bei einer Japanischen Automarke wo sich das Gaspedal verklemmen kann :rolleyes: brachte mich zu der Frage warum man eben nicht in den Leelauf geht und bremst.

    Allerdings sollte man aber wohl auch immer bedenken das es auch darauf ankommt wo und zu welchem Zeitpunkt ein solches Problem auftritt. Ich könnte mir nämlich gut vorstellen das man schon etwas braucht um zu reagieren da man wohl erstmal verdutzt ist und merken muss was los ist. :rolleyes:

    :wink:
     
  9. Manu89

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    Ist es nicht so, dass die Bremse immer stärker ist? Soll heißen, selbst wenn man Vollgas gibt man das Auto immer noch zum stehen bekommt?
     
  10. C240T

    C240T Moderator

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    De GEsamtverzögerung ist immer Größer als das BEschleunigungsvermögen.. richtig.
    Wenn man aber HEcktriebler fährt, der an der HA vlt 15% der Gesamten Bremsleistung ausbringt, dann kann es schon sein, dass an der HA im kleinen Gang das Antriebsmoment größer ist als das Bremsmoment. SIeht man ja auch bei Burnouts.
    Das heisst man bekommt das Fahrzeug zwar immer verzögert, aber aber die HA im geschilderten Fall kann die Spurstabilität aufgrund von Schlupf verlieren, was wohl auch nicht ideal ist;)
     
  11. Hubsi

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    Also ich bin mir nicht sicher aber 15% erscheinen mir etwas wenig, an gut 30% glaub ich schon (Bremsleistung an der HA).
    Außerdem meine ich mal gelesen zu haben daß die Bremsleistung eines durchschnittlichen Mittelklasseautos 1000PS locker erreichen kann wohingegen die Motorleistung auch bei Sportwagen von einigen Ausnahmen abgesehen nicht unbedingt in diese Regionen vordringt :D

    Abgesehen davon würds glaub ich kein Problem ala Burnout geben, da sich eh ESP einmischen würd und auch die Motorleistung verringern würde. :driver

    Also "Anker werfen" und gut is. :thumpup
     
  12. C240T

    C240T Moderator

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    Bei einer Vollbremsung gibt es eine nicht unerhebliche dyn. Entlastung der HA zugunsten der VA. Ob die 15% nun realistisch sind, oder meinetwegen 20 oder 25% ist auch unerheblich...da habe ich spontan keine Werte zur Hand.
    Ich habe einfach beispielhafte Werte genommen.
    Der Anteil der HA hängt ohnehin davon ab, bei welchem Tempo man bremst, regulär Achslast- und Bremskraftverteilung des jew. Fahrzeuge uvm.

    Du solltest nicht BremsLEISTUNG und BremsMOMENT durcheinanderwerfen. Die 1000PS sagen hier nichts aus.
    Die Bremsleistung ist, wie Du sagst, sehr hoch, rechne einfach mal die kinetische Energie aus, die ein Fahrzeug bei 200km/h besitzt und verrechne es mit der Verzögerungszeit aus dieser Geschwindigkeit bei 10m/s², so kannst Du die Bremsleistung überschlagen.
    Relevant ist das Drehmoment/Kräfteverhältniss am Rad:
    Hier spielen Antriebsmoment und Bremsmoment gegeneinander, was bei gut motorisierten Fahrzeugen die Bremse im kleinen Gang verliert.
    Das Moment am Rad ist bei einem potenten Hecktriebler im kleinen Gang größer als das Bremsmoment, ergo kann es theoretisch passieren, dass die HA beginnt zu Schlupfen, was der Fahrstabilität nicht gerade zuträglich ist.

    Das ESP hilft hier vermutlich nicht,da es bei dieser Übung unplausible Werte erkennen würde und sich deaktiviert. Wir reden hier ja von einem Fall, bei dem schon diverse Elektronik ausser Funktion ist, denn wie gesagt, diese Systeme werden außerst solide und meist redundant ausgelegt.

    Fürsicher mehr als 90% aller Fahrzeuge ist, wie Du sagst, der Richtige weg: Fuß auf die Bremse und gut.
     
  13. Hubsi

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    Stimmt, aber die hier errechenbare Bremsleistung ist auch nur die Gesammtbremsleistung des Fahrzeuges inklusive Grip auf dem Untergrund.
    Die Bremsleistung am Rad selber kann ich so nicht errechnen.
    Genau, aber bei 95 km/h auf der Autobahn mit Tempomat bist im höchsten Gang, und da sollte die Bremse weitaus mehr Moment aufbringen können als der Motor.
    Und wenn man da das Pedal am Boden versenkt sollte dies eigentlich eine Vollbremsung ermöglichen, da ja schneller gebremst wird als der Motor zurückschalten würde.
    (glaub ich mal)
    Ok, aber im kleinen Gang ist man meistens langsam genug unterwegs, daß sich eh der Tempomat nicht aktivieren läßt, und man auch bei "lebhaftem Heck" noch gute "Stehenbleib und Überlebenschancen" hat. ;)
    Beim Ursprungsbeispiel wars eh ein großes SUV, des Ding hat Allradantrieb wodurch die weitaus stärkere Vorderachsbremse auch ihren Beitrag leisten kann und es sollte noch weniger Probleme bereiten.

    das versteh ich net ganz.
    Wenn der Tempomat ein ist und ich kann ihn mit dem Schalter nimmer ausschalten, anschließend versenk ich meinen Fuß panikartig am Bremspedal und der Motor arbeitet dagegen.
    wieso sollte das ESP hier einen unplausiblen Wert erkennen? wenns steil bergab geht und das Fahrzeug durch die Erdanziehung beschleunigt wird und ich eine Notbremsung hinlegen würd, würde dies fürs ESP gleich aussehen.
    Und nur weil der Schalter das ESP nicht mehr ausschalten kann muß noch lang kein SW Fehler vorliegen, wenn der Schalter defekt ist reicht es das Bremspedal anzutippen und der Tempomat ist aus.

    Genau :prost , aber die restlichen % theoretisch zu diskutieren macht trotzdem Spaß und ich glaub auch dort funktioniert das Rezept :D
     
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Defekter Tempomat--Gaspedal verklemmt--Was tun?

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