Die Mercedes-Br?cke in Bad Aussee: Eine Vision wurde Wirklichkeit

Diskutiere Die Mercedes-Br?cke in Bad Aussee: Eine Vision wurde Wirklichkeit im Diskussion Forum im Bereich Allgemeines; Exakt im geographischen Mittelpunkt Österreichs und im Herzen Europas entstand ein einzigartiges Bauwerk: Die Mercedes-Brücke. Der über dem...

  1. #1 Robiwan, 07.06.2005
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    Exakt im geographischen Mittelpunkt Österreichs und im Herzen Europas entstand ein einzigartiges Bauwerk: Die Mercedes-Brücke. Der über dem Zusammenfluss der Traun schwebende Mercedes-Stern hat einen Durchmesser von 27 Meter. Der Mercedes-Stern zählt zu den bekanntesten Markenzeichen der Welt.

    Am Samstag, den 23. April 2005, wurde die Mercedes-Brücke in Anwesenheit von Frau Waltraud Klasnic, Landeshauptmann der Steiermark, dem steirischen Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Franz Voves, dem deutschen Arbeitgeberpräsidenten Dr. Dieter Hundt und von Prof. Jürgen Hubbert, langjähriges Vorstandsmitglied der DaimlerChrysler AG und Leiter der Mercedes Car Group, sowie rund 250 Gästen feierlich enthüllt.

    Otto Marl, Bürgermeister der Stadtgemeinde Bad Aussee, konnte gemeinsam mit dem deutschen Arbeitgeberpräsidenten Dr. Dieter Hundt die DaimlerChrysler AG und die Mercedes-Benz Österreich Vertriebsgesellschaft m.b.H., Salzburg, von der außergewöhnlichen Idee überzeugen. Mit deren maßgeblichen Hilfe wurde das Projekt „Mercedes-Brücke“ umgesetzt. Die Mercedes-Brücke ist das neue Wahrzeichen der Stadtgemeinde Bad Aussee.

    Bauträger ist die „111 Werner Gröbl GmbH Revitalisierungs- Errichtungs- und Betreiber & CoKEG“, Graz. Die Planung der Brücke erfolgte durch die Firma Spirk & Partner Ziviltechniker GmbH, Salzburg, mit Unterstützung des Ortsbildsachverständigen Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Friedmund Hueber. Die Stahlbaukonstruktion wurde von der Alpine Bau, Salzburg, errichtet und verbindet die drei Traunufer im Kurpark Bad Aussee. Die Mercedes-Brücke ist zentraler Bestandteil der Steirischen Landesausstellung „Narren & Visionäre ...... mit einer Prise Salz“. (Nordic-Walking - Ausdauersport mehr als nur für Narren & Visionäre).

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    Feierliche Eröffnung mit Enthüllung durch einen Helicopter
    Die feierliche Eröffnung und Enthüllung fand am 23. April 2005, in der Stadtgemeinde Bad Aussee statt. Im Rahmen eines Festaktes um 11.00 Uhr im Kurhaus wurde die Entstehungs- und Baugeschichte gewürdigt. Anschließend folgte die Enthüllung der Mercedes-Brücke durch einen Helicopter sowie die Segnung. Die Mercedes-Brücke wurde von einem hochwertigen weißen Segeltuch mit einer Fläche von 650 m² bedeckt.

    Auf dem Weg vom Kurhaus zur Mercedes-Brücke präsentierte Mercedes-Benz eine erlesene Auswahl von Automobilen aus der mehr als 100-jährigen Geschichte. Dazu zählten ein Mercedes-Benz 320 N Kombinationscoupé (Baujahr 1937), ein Mercedes-Benz 220 Seb Coupé (Baujahr 1938), ein Mercedes-Benz 280 SEL (Baujahr 1972), ein Mercedes-Benz 450 SLC (Baujahr 1975) sowie das neue Mercedes-Benz CLS-Coupé (Baujahr 2005). Die Fahrzeuge wurden von 40 Kinder und Jugendlichen aus Bad Aussee sukzessive enthüllt.

    Im Kurhaus selbst zeigte Mercedes-Benz das erste Automobil der Welt, den Benz Patent-Motorwagen von Carl Benz. Mit klassischen Ingenieursmethoden erkannte Carl Benz die Grenzen des Bisherigen und schuf innovative Technik: einen liegenden, Benzin betriebenen Einzylinder-Viertaktmotor, die elektrische Zündung, die Kupplung, den Vergaser, den Wasserkühler, eine Art Gangschaltung, ein Ausgleichsgetriebe für die beiden Antriebsräder.

    Damit ausgestattet rollte der erste Motorwagen im Jahr 1885 und war nicht einfach nur eine veränderte Kutsche – es war eine ganzheitlich neuartige Konstruktion, für die Karl Benz am 29. Januar 1886 das Patent erhielt. Der Motorwagen war das erste Auto in der Geschichte von DaimlerChrysler und es wurde in kleiner Stückzahl verkauft.

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    Die Entstehungsgeschichte der Marke Mercedes-Benz und des Sterns
    Mit der Erfindung des schnelllaufenden Motors und des Automobils legten Gottlieb Daimler und Karl Benz in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts unabhängig voneinander den Grundstein für den motorisierten Individualverkehr. Beide brachten ihre privaten Entwicklungsarbeiten mit Hilfe von Geldgebern und Teilhabern in eigene Unternehmen ein: in Mannheim gründete Benz im Oktober 1883 die Firma Benz & Cie., in Cannstatt entstand im November 1890 die Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG).

    Um ihre Produkte bekannt und unverwechselbar zu machen, suchten beide Firmen nach einem einprägsamen Warenzeichen. Zunächst waren es die Namen der Erfinder selbst, "Benz" und "Daimler", die für den Ursprung und die Qualität der Motoren und Fahrzeuge bürgten. Doch während sich die Schutzmarke von Benz & Cie. namentlich nicht veränderte - nur anstelle des Zahnrades von 1903 umgab ab 1909 ein Lorbeerkranz den Namen Benz -, taucht für die Fabrikate der Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) nach der Jahrhundertwende der völlig neue Markenname "Mercedes" auf. Wie kam es dazu?

    Emil Jellinek wird aktiv
    Mercedes ist ein spanischer Frauenname und bedeutet "Gnade". Mercedes hieß auch die 1889 geborene Tochter des in Baden bei Wien und in Nizza lebenden österreichischen Geschäftsmanns Emil Jellinek.

    Jellinek, ein moderner und sportinteressierter Mann, war ein begeisterter Anhänger des technischen Fortschritts und des Automobils. Er war überzeugt, dass das Automobil die Zukunft verändern würde. Schon 1897 reiste er nach Cannstatt und bestellte seinen ersten Daimler-Wagen, einen 6-PS-Riemenwagen mit Zweizylindermotor.

    Schon bald war das im Oktober 1897 gelieferte Fahrzeug mit seiner Höchstgeschwindigkeit von 24 km/h Jellinek zu langsam. Er forderte eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h und bestellte zwei Fahrzeuge des Typs Daimler "Phönix"-Wagen mit vorn liegendem 8-PS-Motor. Die beiden im September 1898 ausgelieferten Automobile waren die weltweit ersten Straßenfahrzeuge mit Vierzylindermotor.

    Emil Jellinek pflegte gute Beziehungen zur internationalen Finanzwelt und Aristokratie und entwickelte sich zunehmend als Geschäftsmann: 1898 begann er, die Daimler-Automobile insbesondere in den höchsten Kreisen der Gesellschaft zu vertreiben. Im Jahr 1899 lieferte die DMG bereits 10 Fahrzeuge an Jellinek, 1900 waren es sogar schon 29.

    Jellinek forderte von der DMG immer stärkere und schnellere Fahrzeuge und meldete diese ab 1899 auch zu Rennveranstaltungen - allen voran der Woche von Nizza - an. Bei diesen Rennen trat er gewöhnlich unter seinem Pseudonym "Mercédès", dem Namen seiner damals zehnjährigen Tochter, auf. Diesen in Automobilistenkreisen sehr bekannten Namen benutzte Jellinek zunächst nicht als Automobilmarke, sondern als reinen Team- bzw. Fahrernamen.

    Anfang April 1900 trafen die DMG und Jellinek eine Vereinbarung über den Vertrieb von Daimler-Wagen und -Motoren. Mit der Entscheidung, einen neuen Motor zu entwickeln, der "den Namen Daimler-Mercedes führen" sollte, wurde Jellineks Pseudonym auch zur Produktbezeichnung. 14 Tage später bestellte Jellinek 36 Fahrzeuge zum Gesamtpreis von 550.000 Mark - nach heutigem Geldwert 5,5 Mio. DM und nicht nur für damalige Verhältnisse ein Großauftrag. Nur wenige Wochen später gab er erneut 36 Fahrzeuge in Auftrag, alle mit 8-PS-Motor.

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    Der erste Mercedes und das neue Warenzeichen
    Am 22. Dezember 1900 lieferte die DMG den ersten mit dem neuen Motor ausgerüsteten Wagen an Jellinek, einen 35 PS-Rennwagen. Dieser erste "Mercedes", entwickelt von Wilhelm Maybach, dem Chefkonstrukteur der DMG, sorgte zu Beginn des Jahrhunderts für Furore. Mit seinem niedrigen Schwerpunkt, Pressstahlrahmen, dem leichten und leistungsstarken Motor und dem Bienenwabenkühler gilt er heute als erstes modernes Automobil.

    Die Woche von Nizza im März 1901, bei der die eingesetzten Mercedes-Wagen in praktisch allen Disziplinen unschlagbar waren, verhalf Jellinek und dem Mercedes zu außergewöhnlicher Publizität. Im März und August 1901 erschienen die Schwestermodelle 12/16 PS und 8/11 PS. Jellineks weitere Bestellungen lasteten die Produktionskapazität des Cannstatter Daimler-Werks völlig aus.

    Am 23. Juni 1902 wurde der Name "Mercédès" als Warenzeichen angemeldet und am 26. September gesetzlich geschützt. Emil Jellinek erhielt im Juni 1903 die Erlaubnis, sich fortan Jellinek-Mercedes zu nennen. "Wohl zum ersten Mal trägt der Vater den Namen seiner Tochter", kommentierte Jellinek.

    Die Entstehung des Sterns
    Die DMG verfügte nun über einen erfolgreichen Markennamen, aber noch fehlte ein charakteristisches Warenzeichen. Da erinnerten sich Gottlieb Daimlers Söhne Paul und Adolf, beide in der DMG in leitender Position, dass ihr Vater einst einen Stern als Symbol verwendet hatte.

    Gottlieb Daimler, von 1872 bis 1881 Technischer Direktor der Gasmotorenfabrik Deutz, hatte zu Beginn seiner dortigen Tätigkeit sein Wohnhaus auf einer Ansicht von Köln und Deutz mit einem Stern markiert. Seiner Frau hatte er bedeutet, dieser Stern werde einmal segensreich über seinem Werk aufgehen.

    Der Vorstand der DMG griff die Anregung auf und meldete im Juni 1909 sowohl einen Dreizack- als auch einen Vierzackstern als Warenzeichen an. Beide Formen wurden gesetzlich geschützt, doch nur der Dreizackstern kam unmittelbar zum Einsatz und war ab 1910 bei den Wagen vorne am Kühler in plastisch geprägter Form zu sehen.

    Der Dreizackstern sollte auch ein Symbol für Daimlers Bemühen um universelle Motorisierung "zu Lande, zu Wasser und in der Luft" sein. Im Laufe der Jahre wurde er durch verschiedene Zusätze ergänzt. 1916 war er von einem Kreis umgeben, in den vier kleine Sterne und das Wort Mercedes, oder der Name der DMG-Werke Untertürkheim bzw. Berlin-Marienfelde gesetzt waren.

    Im November 1921 beantragte die DMG Gebrauchsmusterschutz für neue Varianten ihres Markenzeichens und meldete einen plastischen Dreizackstern im Ring beim Patentamt an, auch in der Ausführung als Kühlerfigur. Die Eintragung als Warenzeichen erfolgte im August 1923.

    Fortsetzung im nächsten Post...
     
  2. #2 elkhunter, 07.06.2005
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    hallo
    schöner artikel, schöne bilder, danke das liest sich gut zum frühstück. nun haben wir unseren wallfahrtsort, ein ziel für jede sternfahrt, kommt lasset uns huldigen ihm.

    ich find das irgendwie geil....
     
  3. #3 Robiwan, 07.06.2005
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    ... Fortsetzung (sch**sss Forumsbeschränkung ;))



    "Der gute Stern auf allen Straßen"
    Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg war geprägt von Inflation und Absatzschwierigkeiten - besonders bei Luxusgegenständen wie Personenwagen -und lastete schwer auf der deutschen Automobilindustrie. Nur gut eingeführte Marken finanzstarker Unternehmen blieben lebensfähig, waren aber häufig zu Zusammenschlüssen oder Kooperationen gezwungen. So bildeten auch die langjährigen Konkurrenten DMG und Benz & Cie. bereits 1924 eine Interessengemeinschaft, um durch Vereinheitlichung der Konstruktion und Fabrikation, des Einkaufs und des Vertriebs sowie der Werbung wettbewerbsfähig zu bleiben.

    Während dieser Zeit warben beide Häuser für ihre Produkte meist schon gemeinsam, aber immer noch mit den getrennten Warenzeichen. Zwei Jahre später, im Juni 1926, schlossen sich die beiden ältesten Automobilfabriken zur Daimler-Benz AG zusammen.

    Nun wurde ein neues Markenzeichen geschaffen, das die wesentlichen Elemente der bisherigen Embleme umfasste: den weltbekannten Dreizack-Stern der Daimler-Motoren-Gesellschaft umgab man mit ihrer Wortmarke "Mercedes" und dem ebenso ruhmreichen Markennamen "Benz", dessen Lorbeerkranz beide Wörter verband.

    Dieses Warenzeichen, im Laufe der Jahrzehnte kaum verändert, schmückt heute noch die Fahrzeuge der Marke "Mercedes-Benz". Der "gute Stern" ist auf allen Straßen zum Symbol für Qualität und Sicherheit geworden, und der Name "Mercedes-Benz" gilt auf der ganzen Welt als Inbegriff für Tradition und Innovation, für die Zukunft des Automobils.

    Quelle: Nordic-Walking - Ausdauersport mehr als nur für Narren & Visionäre
     
  4. #4 Stroker, 07.06.2005
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    Hi,

    passt ja wie angegossen da rein :]

    Ich finds prima......




    Gruss
    Jochen
     
  5. Hubsi

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