Ehrgeizige Vision: unfallfreies Fahren

Diskutiere Ehrgeizige Vision: unfallfreies Fahren im Automobiles Allerlei Forum im Bereich Rund ums Auto; Papenburg, 26.04.2004 Die Entwickler von Mercedes-Benz haben der Entwicklung von Sicherheitssystemen in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder...

  1. #1 spookie, 26.04.2004
    spookie

    spookie Guest

    Papenburg, 26.04.2004
    Die Entwickler von Mercedes-Benz haben der Entwicklung von Sicherheitssystemen in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder die entscheidenden Impulse gegeben. Dies soll auch in Zukunft so sein. Das Ziel ist an-spruchsvoll formuliert: die Vision vom unfallfreien Fahren. Unfallanalysen belegen: Mehr als 90 Prozent aller Verkehrsunfälle hätten sich vermeiden lassen, wenn die Fahrzeuglenker rechtzeitig vor der drohenden Gefahr gewarnt worden wären. Deshalb arbeiten Forscher von DaimlerChrysler an unterschiedlichen Konzepten, um Fahrzeuge noch sicherer zu machen. Neue Sicherheitssysteme sollen den Fahrer bei Routineaufgaben optimal unterstützen, ihn rechtzeitig vor einer Gefahr warnen und die Insassen sowie andere Verkehrsteilnehmer bestmöglich vor Verletzungen schützen.
    Keine Frage, die ehrgeizige Vision vom unfallfreien Fahren wird sich vielleicht nie zu 100 Prozent realisieren lassen. Aber diese Systeme werden viele Unfälle vermeiden helfen und dazu beitragen, Unfallfolgen zu mildern.

    Intelligente Helfer regulieren den Abstand

    Schon heute ist eine Abstandsregelautomatik für verschiedene Personenwagen und Nutzfahrzeuge lieferbar. Sie regelt automatisch den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Diese Funktion lässt sich zum Beispiel durch Datenaustausch zwischen Fahrzeugen erweitern. Muss zum Beispiel ein weit voraus fahrendes Fahrzeug bremsen, so sendet es Daten über die Bremsverzögerung an die folgenden Fahrzeuge weiter. Dieses Signal nutzt die Abstandsregelautomatik, um vorsorglich die eigene Geschwindigkeit zum direkt vorausfahrenden Fahrzeug zu verringern. Durch dieses vorausschauende Fahren kann das Auftreten von Gefahrensituationen vermieden werden.

    Der Blick fürs Wesentliche

    Bei Bildverarbeitung und Mustererkennung haben Forscher von DaimlerChrysler in den vergangenen Jahren erhebliche Fortschritte gemacht. In Versuchsfahrzeugen erfassen Videokameras das Umfeld aus der Fahrerperspektive. Eine ausgeklügelte und extrem schnell arbeitende Software erlaubt es, Fahrzeuge, Fußgänger, Verkehrszeichen, Ampeln und Fahrbahnmarkierungen sicher zu erkennen und bewegte Objekte zu verfolgen. Das ist die Voraussetzung dafür, den Fahrer frühzeitig vor Gefahren zu warnen, die er vielleicht zu spät erkennen oder gar übersehen würde.

    Clevere Autos auf intelligenten Straßen

    Informationen über das Fahrzeugumfeld lassen sich auf drei Wegen ins Auto bringen: über bordeigene Sensoren, durch Übermittlung von Fahrzeug zu Fahrzeug, von der Straße ins Fahrzeug. Die Forschung von DaimlerChrysler verfolgt alle drei Strategien und kombiniert sie für noch größeren Nutzen. Beispiel: Auf einer Brücke in 500 Meter Entfernung hat sich Glatteis gebildet. An der Brücke installierte Sensoren können den gefährlichen Straßenzustand melden und herannahende Fahrzeuge rechtzeitig per Funksignal warnen. Kombiniert mit bordeigener Sensorik wie der Abstandsregelautomatik erhöht das Signal die Sicherheit, weil das Sicherheitssystem automatisch die Geschwindigkeit verringert und den Abstand zum Vordermann erhöht, falls der Fahrer dies nicht von sich aus tut.

    Bessere Sicht bei Nacht

    Eine deutlich größere Sichtweite bei Nachtfahrten ermöglicht ein von DaimlerChrysler-Forschern entwickeltes Nachtsichtsystem mit Infrarot-Laser. Damit können Autofahrer auch dunkel gekleidete Fußgänger und Radfahrer in großer Entfernung sicher erkennen. Ebenso werden Hindernisse und der weitere Straßenverlauf auf eine Distanz von etwa 150 Metern sichtbar – ohne dabei den Gegenverkehr zu blenden. Ein entscheidender Sicherheits- und Komfortgewinn: Mit konventionellem Abblendlicht beträgt die Sichtweite bei nächtlichen Fahrten nur rund 40 Meter.

    Unfallfolgen mildern

    Neue Sicherheitssysteme reduzieren die Folgen eines unausweichlichen Unfalls und sind damit zwischen aktiver und passiver Sicherheit angesiedelt. Viele schwere Lkw-Unfälle passieren, weil ein von der Situation überraschter Fahrer ungebremst auf stehende Fahrzeuge aufprallt. Deshalb entwickelten die Forscher von DaimlerChrysler das System „PROTECTOR“. Es aktiviert automatisch die maximale Bremsleistung im Fahrzeug, sobald ein Auffahrunfall unvermeidlich geworden ist. Der Effekt kann lebensrettend sein: Die automatische Vollbremsung bei einem 50 km/h schnellen Lkw, ausgelöst nur fünf Meter vor einem Hindernis, reduziert die Aufprallenergie um die Hälfte.

    Das System „CARE-SAFE“ meldet bei einem Unfall automatisch die wesentlichen Informationen an die Rettungskräfte weiter. Dazu gehören der Un-fallort sowie alle relevanten fahrzeug- und unfallspezifischen Daten. Daraus resultieren ein Zeitgewinn für die Rettungskräfte sowie wesentliche verbesserte Vorabinformationen für die medizinische Versorgung.

    SARA schaut im Nahbereich

    Nahbereichs-Radarsensoren können vor einem drohenden Unfall warnen, beim Spurwechsel helfen, den so genannten toten Winkel überwachen. Darüber hinaus lassen sich Komfortfunktionen integrieren, etwa eine Einparkhilfe oder ein Stop-and-go-Assistent. Bei diesem Baustein automobiler Sicherheit arbeiten Automobilhersteller, Systemlieferanten und Sensorhersteller international zusammen, in der SARA-Gruppe (Short Range Automotive Radar Frequency Allocation).
     
  2. eggett

    eggett

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    Wie wäre es, für die dafür nötige Hundertschaft von Ingenieuren und Testfahrern ein paar Jungs im Bereich der Rostvorsorge oder ein paar Elektronikwurm-Tester einzustellen?

    Oder vielleicht auch den Preis zu senken ???

    :(
     
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