"Geldw?schegesetzt" GWG

Diskutiere "Geldw?schegesetzt" GWG im Diskussion Forum im Bereich Allgemeines; hi leutz, heute wollte ich bei meiner bank knapp 21000,- euro BAR einzahlen und die wollten doch tatsächlich meinen personalausweis um geld auf...

  1. Biff

    Biff Guest

    hi leutz,

    heute wollte ich bei meiner bank knapp 21000,- euro BAR einzahlen und die wollten doch tatsächlich meinen personalausweis um geld auf MEIN konto einzuzahlen 8o ...ist das neu....vorher wollten die nie mein personalausweis haben , wenn ich geld eingezahlt hatte :] ....immer nur wenn ich einen "etwas" hohen betrag abgehoben hatte ...aber beim einzahlen ist mir neu :rolleyes: ....mußte nur für den ausweis nochmal nach hause fahrn und wieder nochmal kommen :motz: :motz: ....so ein unfug, dann dauerte es auch noch so lange bis die leute das geld gezählt haben...zwei mann um den einen betrag durchzuzählen :rolleyes: :)) ....dann die ganzen daten vom pass abtippen :rolleyes: ....nach meiner ansicht nur blödsinnige zeitverschwendung des kunden X( ...irgendwie lächerlich...man kann mit SEINEM EIGENEN geld nicht mehr so frei umgehen wie man will...es ist eigenes eigentum und man muß diese strapazen aufbringen um sein eigenes geld einzuzahlen :wand ...irgendwie nicht sehr kundenfreundlich....was meint ihr zu diesem thema...hattet ihr schonmal die gleiche erfahrung beim "einzahlen" ?
     
  2. #2 Robiwan, 15.10.2003
    Robiwan

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    Deine Probleme möcht ich auch haben :))
     
  3. #3 Walter.fr, 15.10.2003
    Walter.fr

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    Hallo Biff

    Entsprechend der Deutschen (und Europäischen) Judikatur gilt folgendes

    Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten (Geldwäschegesetz - GwG)

    §1 Abs(5) Identifizieren im Sinne dieses Gesetzes ist das Feststellen des Namens aufgrund eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses sowie des Geburtsdatums, des Geburtsortes, der Staatsangehörigkeit und der Anschrift, soweit sie darin enthalten sind, und das Feststellen von Art, Nummer und ausstellender Behörde des amtlichen Ausweises. Die Identifizierung kann auch anhand einer qualifizierten elektronischen Signatur im Sinne von § 2 Nr. 3 des Signaturgesetzes erfolgen

    §2 Abs(2) Ein Institut hat bei Annahme von Bargeld, Wertpapieren im Sinne des § 1 Abs. 1 des Depotgesetzes oder Edelmetallen im Wert von 15 000 Euro oder mehr zuvor denjenigen zu identifizieren, der ihm gegenüber auftritt.

    Es ist für die Institute eine Auflage bei Bargeldtransaktionen - ab dieser Höhe eben Deine Identität zu überprüfen, und die Bargeldtransaktion auch in einer Liste zu führen. Ob und inwieweit diese Mitteilung dann an eine Finanzbehörde weitergeleitet wird - kann ich Dir nicht mitteilen ( würde Dir aber empfehlen eine entsprechend Quittung Deiner Oma anzufordern, in der Sie bestätigt, Dir Ihre Ersparnisse aus dem Sparstrumpf überlassen zu haben :)) )

    Liebe Grüße aus France

    Walter
     
  4. zuBBu

    zuBBu

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    Hättest ja auch 21x was kleines einzahlen können ;) immer wieder hinten anstellen :wink: :wink:
     
  5. #5 PascalH, 15.10.2003
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    Hi Biff,

    hm bei so einer Summe ist das hier ganz normal, das man sich ausweisen muss....

    Übrigens soviel ich weiss müsstest Du deinen Personalausweis (oder ein anderer, amtlicher Ausweis) sowieso generell auf dir Tragen...sonst werden auch alltägliche, normale Polizeikontrollen etwas länger dauern....
     
  6. Biff

    Biff Guest

    hallo walter,

    danke für die erläuterung ;) beim abheben wars ja normal, halt war das diesmal beim einzahlen ungewöhnlich :] ...aber ist wohl normal dann....

    meine oma hat mir nichts vermacht ;( ...hatte selber nix :D ....ist ´ne anzahlung für ´ne immobilie, die verkauft wird ;)
     
  7. Biff

    Biff Guest

    ja, nur der türkische pass ist so sperrig :( ....will ja bald die deutsche stattsangehörigkeit, nur leider verschiebe ich den antragstermin immer vor mir her :wand ....hatte ich schon seid ca. einem halbem jahr vor :D ...naja irgendwann stelle ich den antrag :P
     
  8. Biff

    Biff Guest

    hätte ich dich mal vorher gefragt :motz: :prost
     
  9. #9 Walter.fr, 15.10.2003
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    Hallo Biff

    Wenn es sich um eine Immonilientransaktion handelt - dann würde ich mir den Kaufvertrag gut aufheben - aber auch der Notar wird das ja tun. Ich hoffe nur für Dich daß der Kaufbetrag auf dem Vertrag auch identisch ist - mit dem Betrag den Du erhalten wirst. Es ist eine beliebte Form sich von "nichtdeklarierten Einkommen" zu trennen (um das mal ein wenig zu umschreiben) und eine Immobilie zu kaufen. Auch der Notar ist verpflichtet die Identität des Käufers festzustellen - na sicher doch, denn der will ja auch im Grundbuch eingetragen werden.

    Wenn jedoch der Kunde einen Betrag in cash bezahlt hat - dann nehme ich jedoch mal an, daß dieser diesen sicher aus deklarierten Geld getätigt hat - und dieser Betrag einem Teil des offiziellen Verkaufspreises entspricht. Ansonsten war es vielleicht nicht so gut, diesen Betrag auf Dein Konto einzubezahlen. (denn dann hast Du die Beweislast - woher das Geld stammt)

    Liebe Grüße aus France

    Walter


    PS.: Das mit dem 21x Einzahlen von kleinen Beträgen im selben Institut (Filiale) ist nicht nur zeitaufwendig, und auch nicht zielführend.
     
  10. Higgi

    Higgi

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    Hallo,

    die Grenze für die Identifizierung gem. GwG liegt bei 15.000 Euro (früher 30.000 DM).
    Ab diesem Betrag muß identifiziert werden! Bei kleineren Beträgen muß im Verdachtsfalle identifiziert werden....

    D. h. 21x 1000 Euro zur Bank bringen wäre mehr als auffällig und somit auch identifizierungspflichtig!

    Und: Theoretisch müßte auch jeder Verdachtsfall sofort an die zuständige Staatsanwaltschaft gemeldet werden :rolleyes:

    Wer allerdings nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten 8)
     
  11. Biff

    Biff Guest

    @walter

    was meinst du mit "nichtdeklarierten einkommen " 8o

    hab das nicht ganz verstanden :rolleyes:

    nö, geht schon alles mit rechten dingen zu, keine krummen geschäfte ;) ....falls du auf sowas hinaus willst...ist halt die übliche anzahlung....insgesamt ca. 70 000,- euro....der notar weis bescheid....der rest läuft über seine bank....

    wenn du mit "nichtdeklarierten einkommen" , die "zwischenverhandlungen" vor dem notartermin der beiden parteien meinst, dann weis ich jetzt was du meinst :]...was so gang und gebe bei immo sachen sind....ist ja net das erste immo-geschäft, was zustande kommt ....glaube zu wissen, was du meinst :prost ....nö, läuft schon alles korrekt ab :] 8)
     
  12. #12 Walter.fr, 15.10.2003
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    @ Biff

    Nehmen wir mal folgenden "theoretischen Fall" an.

    Du möchtest eine Immobilie um 100.000 € verkaufen. Der Käufer ist mit dem Objekt und dem Preis einverstanden - aber ersucht Dich mal, den Preis am Kaufvertrag auf 80.000€ zu setzten um Notariatsgebühren, Eintragungsgebühren usw zu verringern ( und um Nichtversteuertes Geld aus nichtgemeldeter Nebentätigkeit loszuwerden - das heiss schwarze Kohle aus ebensolcher Arbeit). 8o

    Somit wird der Kaufpreis am Vertrag auf 80.000,-- festgesetzt, und er drückt dir die 40 Scheine (@500,--) bar auf die Kralle ( ja ich schaue zu viel Deutsche TV Serien).

    Somit hat er Dich mal bereichert - im Sinne von Bargeld. -> nun hast DU aber dann (wenn man diesen theoretischen Fall mal weiterspielt) ein Problem.

    a) was macht man mit 20.000,-- € in cash (sinnvolles)
    b) wie bringst Du das Geld in Umlauf
    c) wie Erklärst Du woher das Geld gekommen ist (denn am Kaufvertrag steht ja nur 80.000,--)
    d) hast vielleicht ein Verfahren wegen Mithilfe zur Geldwäsche
    e) ein Problem mit dem FA - wenn die Wind davon bekommen.

    WIE GESAGT NUR EINE THEORETISCHE Annahme. Aber dies sind nur ein paar Punkte die es da zu bedenken gibt. (die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit -ist mir nur so auf die schnelle eingefallen)

    Das habe ich damit gemeint - ist im allgemeinen üblich (habe ich mal von Freunden gehört) und man macht sich auch keine großen Gedanken wenn man so 20% Verkauferlös am FA vorbei schieben kann. Aber ich denke man sollte sich da schon ein wenig Gedanken machen, wenn dieser FIKTIVE Fall - der ja nicht VORKOMMT - einmal an einem herangetragen wird.

    Liebe Grüße aus France

    Walter
     
  13. C240H0

    C240H0

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    Als ich vor 4 Jahren mein Kreditinstitut gewechselt habe ( der ex-Banker wollte mir pertu keine Bankbürgschaft ausstellen ), bin ich mit 100t DM in cash zu meiner heutigen Hausbank gefahren und wurde mehr so im Spaß vom Bankdirektor gefragt ob ich das Geld mit illegalen Geschäften erwirtschaftet hätte :)) Was ich natürlich verneinen konnte. Aber meinen Ausweis musste ich auch vorlegen :]
     
  14. Biff

    Biff Guest

    ja bei dir war ja auch ein bankwechsel angesagt ;) ....dann kann ichs durchaus verstehen....aber ich bin ja bei meiner bank schon ´ne ganze weile geschäftskunde und dadurch war ich sowas bisjetzt nicht gewohnt....und der "herr" an der kasse war neuund ich dachte mir, weil er mich vielleicht nicht "kennt"....aber wenn das normal ist und es gesetzlich vorgeschrieben ist, dann ist es ja zu verzeihen :D :D
     
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