Getriebeölwechsel am 7Gangautomatikgetriebe

Dieses Thema im Forum "G-, M-,R- und GLK-Klasse" wurde erstellt von Balmer, 13.03.2010.

  1. Balmer

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    Hat schon mal jemand an seinem 7G das Öl selbst gewechselt? Mich interessiert hierbei die Nachfüllmenge. Ab Werk sind 9,7 l drin die kommen aber nicht raus, deshalb die Frage.
    Die Freigabe wurde irgendwann von 236.12 auf 236.14 geändert. Das soll bei jeder MB Vertretung ausliegen. Nicht bei uns, da gabs nur ausweichende Antworten. Ist die o. g. Angabe richtig?
     
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  3. C240T

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    Ja.. 236.14 = ATF 134 von Mobil/Shell/Fuchs ist das aktuelle Öl für die 5- und 7 Gang GEtriebe mit Wandlerüberbrückungskupplung.
    Zur Füllmenge kann ich DIr leider nichts sagen.
     
  4. Simon

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    Habe letzten Herbst das Getriebeöl wechseln lassen.
    Lass es in der Werkstatt machen. Bei mir wurde der richtige Ölstand mittels Diagnose im warmen Zustand ausgelesen.

    Gruß
    Simon
     
  5. Balmer

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    @c240T
    Dieses Öl scheint es nur in Flaschen zu 1l und in großen Fässern zu geben. Hab gerade mal danach gegoogelt. 10 l würden mir erst mal in 2 5l-Kanistern reichen, habe ehrlich gesagt keine Lust das Öl bei MB in 1l-Flaschen zu kaufen. Wo hast du das Öl gekauft?
     
  6. C240T

    C240T Moderator

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    Es gibt von Febi im Zubehör das 236.12 (ATF 3353) in 1l Gebinden (dürfte Fuchs sein) zu natürlich deutlich günstigeren Preisen. 236.10 gibts auch von LM.

    Von Mobil gibts das ATF 134 auch im 20L Kanister, aber den hat keiner lagernd...
    Da das ein Spezialprodukt ist, wird es auch beim Großhandel meist nur auf Bestellung beschafft.
    Für das 722.9er GEtriebe ist aber wohl wirklich nur noch das 236.14 freigegeben: http://bevo.mercedes-benz.com/d/d/de/Spec_231_1.pdf

    Da wirst Du wohl in den sauren Apfel beißen müssen und DIr beim Großhandel in Deiner Nähe einen Kanister kaufen müssen, oder eben bei MB.
    Googel einfach mal nach ATF 134.. es gibt genug Händler, die das ÖL auch im Versand anbieten.
     
  7. #6 Mercedes-Jenz, 13.03.2010
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    Hmm....

    @Balmer: das Öl in Literkanistern zu kaufen ist ja schön und gut, aber hast du dir schon gedanken gemacht wie du es ins Getriebe bekommst? Das 722.9`er Getriebe hat nämlich keinen einfüllstutzen! Das Öl wird in der Werkstatt nämlich über die Ablassöffnung in der Getriebeölwanne reingepumpt.....

    Warum auch nicht die vollen 9liter rauskommen hängt damit zusammen das im Wandler selber auch noch etwas Öl reinpasst und so nicht rauskommt da keine Ablassöffnung vorhanden.
     
  8. #7 Karl204, 13.03.2010
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    lasse am Donnerstag Getriebeoel beim freundlichen wechseln
     
  9. #8 Mercedes-Jenz, 13.03.2010
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    Hi,

    zum Richtigen Ölstand beim 722.9`er Getriebe:

    In der Ölwanne um die Ablassöffnung kommt ein sog. Steigrohr drauf. Nun wird das Öl in die Ölwanne reingepumpt und der Motor gestartet sowie mittels Star-Diagnose die Getriebeöltemperatur abgefragt. Bei 45°C Öltemperatur wird die Pumpe zum Ölreinpumpen abgezogen. Nun muss kurzer Strahl Öl kommen (kommts nicht, weiteres Öl nachfüllen). Solange laufen lassen bis nur noch Tropfen kommen. Nun hat das Öl den exakten Füllstand da das Öl welches zu viel ist über das Steigrohr (das gibt die Ölmenge vor, alles was zuviel ist läuft wieder raus) rausläuft. Mit dem Diagnosegerät kann nur die Öltemperatur, nicht aber die Ölmenge abgefragt werden.

    Arbeitsaufwand sind 12 AW (beim Geländewagen etwas mehr, glaub 16AW) +Material.....nur so als Kostenrechenhilfe.....
     
  10. #9 Rennert, 14.03.2010
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    Bei lightforcer.de bekommst du das Fuchs Titan ATF 4134 welches die Freigabe 236.14 besitzt.
    Das Öl kann mit einer Handpumpe eingefüllt werden.
    Bei meinem NAG 2 ist am Wandler eine Ablassschraube vorhanden.
    Temperatur messe ich an der Getriebeölwanne 40°C +/- 5°C. Wobei ich dann eher bei die 35-40 °C das überschüssige Öl ablasse, da die Ölwanne außen etwas Kälter ist.

    Gruß Andreas
     
  11. C240T

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    Bei Ölscheich kostet der liter ATF 4134 5,90 im 20l Kanister... der Preis ist wirklich klasse.
     
  12. Balmer

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    Das Öl hab ich jetzt im 20l-Kanister gekauft. Filter hab ich 2 hier liegen, da wird wohl einer nicht passen oder sind da wirklich 2 unterschiedlich große Filter drin. Als ich eben nachgeschaut habe wo sich das Röhrchen für den Ölmeßstab befindet wurde ich stark enttäuscht. Es gibt keins.
    Nun habt ihr ja schon geschrieben dass das Öl über die Ablaßschraube eingepumpt wird. Wie viel muss drin sein bevor der Motor gestartet wird?
    Welchen Druck muss die Pumpe bringen tut es die von Proxxon?
    http://www.fluidonline.de/-PROXXON-oelabsaugpumpe/c-19/
     
  13. #12 Samson01, 18.03.2010
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    Würde ich all diese Fragen stellen, wäre mir sehr schnell klar, dass ich von nichts eine Ahnung habe.
    Nach kurzer Überlegung käme ich zu dem Schluss, das doch besser von Fachleuten durchführen zu lassen, bevor ich teures Lehrgeld zahle.
    Ist aber nur meine Meinung.
    Achso, eine Frage:
    wie soll denn eine Ölabsaugpumpe zum Einfüllen von Getriebeöl umgebaut werden?
     
  14. #13 Karl204, 19.03.2010
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    habe gestern um 8Uhr mein Auto beim freundlichen :] abgegeben , und um 12 Uhr war er fertig.

    Es wurden noch Vorsorgearbeiten ausgeführt (MB Anordnung)

    danach musste ich eine längere Strecke fahren, der Automat schaltet so was von weich, kein Vergleich mit dem alten Oel.

    Wollte ich auch erst nicht glauben, aber es ist so.

    Auch kein Vergleich zur 5 Gang Automatic aus meinem 203er.



    Was habe ich gelernt, Getriebeoelwechsel immer machen lassen, dauer ca 2 Stunden beim :)



    Gruß Karl
     
  15. Balmer

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    @samson01
    Dass ich von nichts eine Ahnung habe glaube ich nicht, denn Mein ML 270 CDI war nach der Garantiezeit 7,5 Jahre lang nicht in einer Werkstatt, keine freie und nicht bei MB. In dieser Zeit habe ich von 56 Reparaturen und 9 Nachrüstungen bebilderte Anleitungen geschrieben, welche auf www.mlcd.de einsehbar sind.
    Mich hat halt nur interessiert ob der Druck von 0,5 bar welchen die Absaugpumpe entwickelt, ausreicht um das Getriebe zu befüllen. Wo liegt da das Problem wenn ich diese Frage ein jemanden richte der die Arbeit schon ausgeführt hat?
    Wie die Pumpe umgebaut wird kann ich dir auch schon sagen, Saugschlauch verkürzen, Querschnitt erhöhen und am Druckanschluß mittels Adapter am Getriebe anschließen. Da sehe ich auch kein Problem. Wo da das Lehrgeld bezahlt werden soll kann ich leider nicht erkennen?
     
  16. Balmer

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    Ich werde das mit der Ölbefüllung anders lösen. Beim 1. Mal lasse ich das Öl nach ausschlagen des Steigrohrs ab und setze dann auf der Rückseite ein Ölablaßventil ein. So kann ich beim nächsten mal das Öl gleich in den Kanister ablassen, ohne das Steigrohr zu zerstören wie es von MB vorgesehen ist. Über das selbe Ventil fülle ich dann ein und nutze die Ablaufbohrung nur als Kontrollöffnung. Voraussetzung ist natürlich das es die Platzverhältnisse zu lassen. Ist bekannt welche Maße der Ausschlagdorn (W 722 589 03 15 00) für das Steigrohr hat? Welches Gewinde hat die Ablaßschraube? Die Frage nur, falls es mit dem Ölablassventil nicht klappt und ich muss mir einen Fülladapter bauen.
     
  17. #16 Mercedes-Jenz, 02.04.2010
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    Hmm...naja....des schöne G-Modell :(

    Das Steigrohr kannst du auch mit einem Handelsüblichen Schlitz-Schraubendreher von seiner Halterung schubsen.

    Hab ich das auch so richtig interprettiert das du in die Ölwanne einen Füllanschluss bauen willst? Hmmm das wars dann aber mit der Garantie und Kulanz wenn was währe!!

    Mal gespannt wann das erste Getriebe fällig wird ;-) Denke auch dran, die Magnesiumschrauben die die Ölwanne halten zu erneuern! 4NM und 2 x 90° Drehwinkel müssten es sein.

    Das G-Modell tut mir jetzt schon leid....
     
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    Warum soll ein neues Getriebe fällig werden? Das mit der Garantie ist Geschichte, die ist jetzt gerade durch. Kulanz kannst du bei MB vergessen wenn ich die Höhe der Zuzahlungen sehe. Das sind reine Erfahrungswerte aus 8,5 Jahren M-Klasse. Dass die Schrauben erneuert werden müssen hatte ich auch schon mal gelesen aber dass die aus einer Magnesiumlegierung sind wusste ich bisher nicht. Gibts da einen Grund dafür. Da stellt sich doch gleich die Frage warum Filter, Dichtung, Steigrohr und Schrauben einzeln bestellt werden müssen und es an dieser Stelle (wie z. B. bei BMW) kein Set gibt? Oder wollte der Teilemensch bei MB das nur nicht finden?
    Mit dem Füllanschluß werde ich das Getriebe während der Spülung befüllen. Weißt du zufällig welche der beiden Leitungen zum Ölkühler der Rücklauf ist? Ich komme momentan nicht in meine Werkstatt und meine links.
    Der G wird die MB-Werkstatt genauso wenig sehen wie der ML, ausser beim auslesen des FSP.
     
  20. Balmer

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    So ich hab jetzt endlich meinen Ölwechsel am Getriebe gemacht.
    Hier mein Ablauf.

    Vor dem ablassen des Öls muss das Steigrohr welches sich über dem Gewinde der Ölablaßschraube befindet entfernt werden.

    Das Steigrohr lässt sich ohne das Spezialwerkzeug (W 722 589 03 15 00) von MB, einfach mit einem Durchschlag ? 10 mm von seinem Sitz treiben, danach läuft das Öl bis auf 2l ab, da der Gewindestumpf der Ölablaßschraube ca. 20 mm in die Ölwanne ragt. Die Ablaßschraube befindet sich direkt über dem Querstabi, so dass man einen Trichter zum gezielten Ablauf verwenden sollte.
    Die restlichen ca. 1,5 Liter laufen hinten ab, da die Antriebseinheit mit leichtem Gefälle nach hinten eingebaut ist und wenn man die hinteren Ölwannenschrauben etwas weiter als die vorderen löst. Etwa 0,5 Liter bleiben in der Ölwanne zurück und müssen nach abnehmen dieser ausgeschüttet werden. Vorher die Ölablaßschraube wieder einschrauben damit das Öl nicht an mehreren Stellen abläuft. Der Ölfilter ist nur gesteckt und wird einfach abgezogen. Bis hierher sind ca. 4,5 Liter Öl aus dem Getriebe abgelaufen. Wenn man ca. 2 Stunden wartet laufen nochmals ca. 2 Liter ab.
    Das auffüllen des Öls geschieht durch die Öffnung der Ablaßschraube mit einer Pumpe.
    Da die Pumpe (PROXXON) schon einmal vorhanden ist, kann man das Getriebe auch gleich spülen. Der Mehraufwand hält sich in Grenzen. MB setzt dazu ein Adapter in die Öffnung der Ablaßschraube ein, es besitzt ein Gewinde M12 und auf der anderen Seite den Anschluß für eine Schnellkupplung. Solch ein Teil kann man für ca. 10 € selbst bauen aus Pneumatikanschlüssen vom Baumarkt. Die lassen sich prima zusammen löten.

    Ich hab mich für eine andere Lösung entschieden, ein Ölablaßventil für ca. 15 €. Über dieses Ventil kann ich das Altöl gleich in den Kanister laufen lassen und während der Befüllung brauche ich die Füll-Leitung nicht vom Getriebe zu trennen. Das Ventil habe ich wegen der besseren Zugänglichkeit vorn in die Ölwanne eingebaut. Der Nachteil von diesem Einbauort ist dass ca. 0,5 Liter Altöl in der Ölwanne verbleiben.

    Der Befüll- und Spülvorgang läuft (bei mir) wie folgt ab:
    An der rechten Getriebeseite befindet sich der Rücklauf vom Ölkühler, diesen abschrauben und den Anschluß am Getriebe mit einem Plastikstopfen mit Bund ? 12 mm und einem O-Ring 12x1,5 mm abdichten. Damit der Stopfen hält, muss er mit einem Blech welches an den beiden Gewindebohrungen angeschraubt wird, befestigt werden.
    Auf die Rücklaufleitung wird ein durchsichtiger PVC-Schlauch mit Innen-? 12 mm gesteckt. Da hier kein Druckaufbau stattfindet kann man auf die Schelle verzichten. Den Schlauch gibt’s im Baumarkt für ca. 1,50 € pro Meter. Das Ende dieses Schlauches in einen Altölkanister stecken.
    Dann die Saugleitung der Pumpe in den Frischölkanister stecken und Füllanschluß an das Ölwechselventil anschrauben. Wenn ca. 4,5 Liter eingefüllt sind läuft aus der Ölablaßöffnung etwas Öl ab. Jetzt den Motor starten und weiter einfüllen und gleichzeitig den Altölkanister im Auge behalten. Das Getriebe fördert mehr Altöl ab als Frischöl zugeführt wird, deshalb zwischendurch den Motor kurz abstellen bis wieder Frischöl aus der Ablaßöffnung austritt. Wenn ca. 6 – 7 Liter aus der Rücklaufleitung ausgetreten sind, sollte jetzt klares Frischöl ankommen. Jetzt die Rücklaufleitung wieder am Getriebe anschließen und weiter Öl auffüllen bis es aus der Ablauföffnung austritt. Nun zur Ölstandkontrolle den Motor starten und warten bis die Öltemperatur des Getriebes ca. 45 °C beträgt. Während des Warmlaufens tritt ständig etwas Frischöl aus, an diesem austretenden Öl die Temperatur messen. Das geht prima mit einem Infrarotthermometer oder einem Einstichthermometer aus der Küche. Bis die 45 °C erreicht sind tritt ca. 1,0 Liter Öl aus, dieses Öl kann man wenn man will wieder auffangen.
    D. h. dass man für die Spülung ca. 12 – 13 Liter Öl kalkulieren muss.

    Das Steigrohr und die Ölwannenschrauben (Magnesium) sollen laut MB bei jedem Ölwechsel erneuert werden. Ich hab das Steigrohr heil ausgebaut ohne es zu zerstören. Bei den Ölwannenschrauben verhält es sich ähnlich. Die Art des Anziehens lässt eine Dehnschraube vermuten, ist es aber anscheinend nicht da die ausgebauten Schrauben sich weniger als 0,10 mm gedehnt hatten. Im Übrigen wird der gleichmäßige Druck auf die Ölwannendichtung durch die Halter der Ölwanne erreicht. D. h. man kann ganz normale Stahlschrauben verwenden und mit einem Drehmoment von 20 Nm anziehen.
     
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