Gewerbeanmeldung

Diskutiere Gewerbeanmeldung im Diskussion Forum im Bereich Allgemeines; @ avantgarde sehr guter beitrag :tup , sicher auch für andere gut. echt fein wenn sich jemand die mühe macht das so ausführlich zu beantworten.

  1. zuBBu

    zuBBu

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    @ avantgarde

    sehr guter beitrag :tup , sicher auch für andere gut. echt fein wenn sich jemand die mühe macht das so ausführlich zu beantworten.
     
  2. LarsK

    LarsK

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    Das Thema ist auch für mich interessant. Ich liebäugel schon lange mit so einem Einkaufsausweis für die Metro, Ratio usw.
    Geht das eigentlich, dass ich mir einen Gewerbeschein besorge und mit der Kopie davon dann bei diesen Großhändlern einen Einkaufsausweis bekomme? Das Gewerbe kann ich ja dann kurz darauf wieder abmelden. Oder überprüfen die in regelmäßigen Abständen, ob das Gewerbe noch angemeldet ist?
    Gehen da irgendwelche Kontrollmeldungen ans Finanzamt bei meinen Einkäufen? Auch die Händlerpreislisten bei manchen Computerhändlern sind schon interessant, auch bei kleinen Mengen.

    CU

    LarsK
     
  3. zuBBu

    zuBBu

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    im grunde kannst du dir das holen der gewerbeannmeldung dann auch sparen, nimm doch ein unausgefülltes fomular und fülle es einfach aus -> verschicke dann die kopie an die großhändler ... :wand :wand

    kein wunder das die immer penibler werden wenn man händlerpreise anfragt :rolleyes: :rolleyes:
     
  4. #24 Schrauber-Jack, 09.10.2003
    Schrauber-Jack

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    Wie siehts eigentlich mit den Müllgebühren aus.

    Ein bekannter hatte gleich nach der anmeldung eine rechnung über gewerbemüll bekommen mit 800DM/ Jahr.

    aber für einen webdesigner braucht man eingentlich keinen mülleimer, ausser nen virtuellen 8)


    was kostet eigentlich eine gewerbeanmeldung ?

    welche folgekosten muss ich einkalulieren ?

    wie wird die buchhaltung gemacht ? kann mir nicht vorstellen, das die nen haufen rechnungen akzeptieren....
     
  5. #25 avantgarde, 09.10.2003
    avantgarde

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    Hallo Schrauber und LarsK,

    hier ein paar schnelle Antworten.

    - EIne Gewerbeanmeldung kostet je nach Ort zwischen 15 und 20 € (früher mal 20 DM !!). Eine Anmeldung wird umgehend vorgenommen und man braucht keinen Tag drauf zu warten.

    Wichtig: NIcht jedes Gewerbe kann man einfach anmelden. Man benötigt fürs Handwerk z. B. einen Meister (noch zumindest), es gibt allerdings gerade für Handwerker einen sog. Anhang B bei der Handwerkskammer, die einem Auskunft darüber gibt, welche Sachen man auch ohne Meister ausüben darf (Bauberatung zum Beispiel).

    - DIe Folgekosten sind stark von dem Gewerbe abhängig. Den geringsten Kapitalbedarf hat man klassischerweise in der Dienstleistung, weil man eben keine Maschinen oder anderes Zeug braucht. Man sollte aber bei einem Vollgewerbe mindestens 400 € für Kranken- und Rentenversicherung beiseite legen, ca. 250 € pro Jahr für andere Versicherungen (Betriebshaftpflicht,...), ca. 500 € für einen Steuerberater (kommt in der höhe immer drauf an) und evtl. Beitragsgelder für z. B. IHK oder eine spezielle Innung.

    Die IHK kommt im übrigen genau wie das Finanzamt automatisch auf einen zu. Man erhält ein nettes schreiben, in dem nan doch angeben soll, wie viel Umsatz man denn so im Jahr machen wird. DORT IMMER WENIG ANGEBEN. Nach einem Jahr weiss man eh mehr. Der Beitragssatz bei den IHKs bemisst sich nämlich auch leider am Umsatz...

    - Das Thema Buchhaltung ist immer das, wovon die meisten leute keine Ahnung haben. Nur ein Tipp. Ihr müßt keinen Steuerberater zu hilfe ziehen - die meisten denken, dass dies pflicht ist. Jeder kann auf private Hilfe oder einen Coach zurückgreifen, der einem mit Hilfe zur Selbsthilfe beiseite steht. EInen Haufen rechnungen sollte man nicht in einem Schuhkarton einreichen, denn dann wird es teuer (der steuerberater freut sich). EInfach einen Ordner anlegen, in dem dann die Kontoauszüge (Geschäftskonto) vorne dran hängen, danach die Einnahmen (Rechnungen, Quittungen) und danch die Ausgaben, Dmait habt ihr eurem Buchhalter schon viel lästige Arbeit abgenommen.

    @ LarsK
    Die Idee mit der Gewerbeanmeldung zwecks einkaufs bei Metro ist nur kurzfrisitg sinnvoll. Da Du als Gewerbetreibender am ende des Jahres eine Einnahmeüberschußrechnung machen mußt (nach §4.3 EStG), lohnt sich der aufwand überhaupt nicht.

    Nur wenn du eh vorhast im kleinen Bereich (Nebengewerbe) mit EDV oder etwas anderem zu handeln, dann kommt eine Gewerbeanmeldung und die damit verbundenen EK Preise in Betracht.

    So, ich schaue nachher noch einmal rein,

    muss nun ersteinmal wieder los.

    Avantgarde
     
  6. #26 Robiwan, 09.10.2003
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    @Jack:

    Für Buchhaltung gibs haufenweis Software im Netz. Bis zu einem bestimmten Umsatz braucht man nur die einfache Buchhaltung, dann die doppelte Buchhaltung und wenn man megamässig Umsatz macht gibs du das ganze an einen externen Buchhalter oder stellst dir selber einen ein.
     
  7. #27 Schrauber-Jack, 09.10.2003
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    Hab zwar nen Meister gemacht, ist auch nicht so lange her, aber irgendwie trotzdem keine Plan davon, obwohl mit auszeichnung bestanden.

    Die Buchführung ist igrendwie nicht das problem, aber das einrechen, die erfahrungswerte und die beratung fehlt halt noch....

    Hab privat auch immer das problem, das ich keine rechnugn schreiben kann, und auch die grosshändler immer recht eigen sind, und nix rausrücken, wenn man keine kundennummer hat.

    man muss natürlich auch höhere kosten verlangen, weil man ja doch nen höheren aufwand hat, bzw man ja doch was abgeben muss anz finanzamt.....

    aber es ist halkt dann nicht so schwaaaaaaaaaaaaaaaaaarz
     
  8. #28 Schrauber-Jack, 09.10.2003
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    Hab zwar nen Meister gemacht, ist auch nicht so lange her, aber irgendwie trotzdem keine Plan davon, obwohl mit auszeichnung bestanden.

    Die Buchführung ist igrendwie nicht das problem, aber das einrechen, die erfahrungswerte und die beratung fehlt halt noch....

    Hab privat auch immer das problem, das ich keine rechnugn schreiben kann, und auch die grosshändler immer recht eigen sind, und nix rausrücken, wenn man keine kundennummer hat.

    man muss natürlich auch höhere kosten verlangen, weil man ja doch nen höheren aufwand hat, bzw man ja doch was abgeben muss anz finanzamt.....

    aber es ist halt dann nicht so schwaaaaaaaaaaaaaaaaaarz
     
  9. hotw

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    :tup

    Bist ja wie ich gelesen hab eh öfter in Pforzheim
     
  10. #30 avantgarde, 09.10.2003
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    @ Schrauber und @ all

    Also es gibt folgende Unterschiede in der Buchhaltung:

    1) EInnahmeüberschußrechnung nach §4.3
    Diese Buchhaltung kann jeder Bürger alleine vollziehen. Allerdings darf man nicht mehr als 25.000 € Gewinn vor Steuern ausweisen oder aber merh als 250.000 € Umsatz pro Jahr haben, wenn das nämlich der Fall ist greift

    2) die Bilanzierungspflicht
    ab 25.000 € Gewinn vor Steuern oder eben 250.000 Umsatz ist jedes Unternehmen Bilanzierungspflichtig.

    Was ich bei dem Posting von Robiwan nicht verstanden habe ist das mit der "doppelten Buchführung". Wenn DU damit die Gesetzmäßigkeiten der Ordnungsgemäßen Buchführung meinst (GoB), dann ist es so, dass sich daran JEDES Unternehmen, egal welcher Größe, dran zu halten hat (auch Ich AGs).

    Was die Unsicherheit in Bezug auf Buchhaltung angeht, so kann ich dies gut verstehen, aber davon leben die Steuerberater, und zwar nicht schlecht. Es ist aber NIEMAND verpflichtet einen Steuerberater zu Hilfe zu nehmen, man kann auch sog. Lohnsteuerhilfevereine oder z. B. Unternehmensberatungen (uns) damit beauftragen. Nur Bilanzen müssen von einem Steuerberater durchgesehen werden, haften tut er aber auch dann nicht.


    Der Stundenlohn muss bei Selbständigen natürlich höher liegen als bei schwarz-arbeit, nur deshalb machen das ja so viele in der BRD (also das mit der S-Arbeit).

    Je nachdem welches Handwerk man ausübt sollte man einen Stundensatz von 30 - 40 € nicht unterschreiten, da Erfahrungswerte zeigen, dass man ansonsten das eingenommene Geld nur wechselt (von der EInnahme zur Ausgabe).

    Bedenken muß man als Selbständiger immer:" Wieviel Stunden kann ich am Tag arbeiten, und wie viele Stunden kann ich einem Kunden auch in Rechnung stellen." Dann erkennt man ganz leicht, dass ein 8 Std. Tag max. 3 effektive Std. zur Abrechnung bringen wird (zumindest am Anfang). Daher auch der anfänglich hoch wirkende Stundensatz von 40 €.

    Spätestens jetzt solltet Ihr euch nicht mehr wundern, warum der EDV Laden um die Ecke für die Anfahrt 15 € berechnet oder das Auspusten des Netzteils eben mal 30 € kostet.

    Ich kann die genaue Berechnung eines Stundensatzes gerne mal hier posten, wenn es einen interessiert, aber schon jetzt sei gesagt, danach werden einigen sich in punktop Kostenübersicht die Augen geöffnet werden. :] :]

    Avantgarde
     
  11. LarsK

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    @avantgarde: Einnahmeüberschußrechnung würde ja für mich wegfallen, weil zu dem Zeitpunkt das Gewerbe schon wieder abgemeldet wäre. Ich dachte da an zwei Tage oder so. Als Begründung kann man ja angeben, dass man nicht gewusst hat, wieviel Aufwand das ist oder so ähnlich.
    Für meine Zwecke sollte dann die Kopie der Gewerbeanmeldung reichen, oder nicht?
    Ich habe ja einen Fulltimejob, für ein echtes Nebengewerbe reicht meine Zeit leider nicht aus.

    CU

    LarsK
     
  12. #32 Deckard, 09.10.2003
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    @Avantgarde

    Ich wäre an der Stundensatzberechnung interessiert. Würd mich freuen wenn Du was dazu postest.

    Gruss Deckard
     
  13. #33 avantgarde, 09.10.2003
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    @ larsK

    theoretisch hast Du recht. So wie Du das sagst haben das nur leider in der Vergangenheit sehr viele Menschen gemacht, woraufhin die Firmen (also Großhändler) immer mehr dazu übergegangen sind, neben Stichprobenartigen Nachfragen auch eine Reihe an Restriktionen zu generieren, an der ein Gewerbevortäuscher dann spätestens hängen bleiben wird.

    Die Fragen nach Gesamtumsatz pro Jahr, nach der Angestelltenzahl oder auch nach der Dauer des Firmenbestehens (könnte ja auch eine Übernahme deinerseits gewesen sein).

    Wenn Du bei solchen Fragen dann falsche Angaben machst haben sie dich spätestens nach der ersten Überprüfung (Schufa, Creditreform,...) am Ar***.

    Andere Firmen haben Staffelpreise gebastelt (fast alle großen Zulieferer), so dass Du bei Neugründung (neuer Gewerbeschein) fast die normalen Preise bekommst, aber eben keine tollen Rabatte. Erst wenn Du Jahrelanger Kunde bist oder einen gewissen Umsatz schon beim Händler gekauft hast, kommst Du in den Genuss von tollen rabatten.

    Lohnt also alles wie gesagt überhaupt nicht.

    Avantgarde
     
  14. #34 Schrauber-Jack, 09.10.2003
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    Das probelm ist nur, das wenn man bisher "günstig" gearbeitet hat, und auch einen kundestamm hat, und ann plötzlihc mit dem doppelten stundensatz daherkommt, können sie sie auch jemand anders holen.

    sicherlich können die auftraggeber dann ihre ausgaben geltend machen, aber unterm strich bleibt für micht nicht mehr übrig. eher sogar weniger; nämlich die freizeit.

    ich überleg mir das auch schon länger, was anzumelden, aber die hohen neben/fixkosten haben mich abgeschreckt. nen haufen arbeit, und im endeffekt nicht mehr davon....


    -> reicht es aber dann theoretisch aus, wenn man in einer excel.liste ausdruckt, welche einnamen und ausgaben man hat, natürlich alles belegbar durch quittungen, rechnungen usw. und das FA rechnet die abzuführende steuer dann selber aus ?

    -> wieviel von den eingenommenen kohlen muss ich abführen ?

    -> gilt die mehrwertsteuer/vorsteuer regelung auch für kleinere tätigkeiten, also unter der oben beschriebenen 25K€ grenze
     
  15. #35 avantgarde, 09.10.2003
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    Hi Schrauber,

    die Steuerregelungen gelten für alle Unternehmen. Nur Kleinstunternehmen (unter 15.000 € Umsatz) können von einem Teil der Verpflichtungen ausgenommen werden. hat aber nur Nachteile und bedeutet in der Regel den gleichen Aufwand.

    Du mußt entscheiden, ob dein Kundenstamm dir auch nach der Gründung treu bleiben wird. Wenn man die Kostenktruktur eines Unternehmers betrachtet, wechselt man schlagartig die Fronten zwischen "blödem reichen Unternehmer" und "man, der hat es echt nicht leicht".

    Ich kann Dir nur raten die S-Arbeit nicht mehr allzulange zu betreiben, da der Staat immer mehr dahinterkommt, dass er mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte, sofern er nur die S-Arbeit drücken kann.
    -mehr sozialabgaben in der Steuerkasse
    -weniger Arbeitslose
    -bessere Auftragslage
    -...

    Dahder wird es in Zukunft zu sehr viel stärkeren KOntrollen und zu sehr viel härteren Strafen kommen. Spätestens wenn der Auftraggeber von S-Arbeit mit bestraft wird, geht den S-Arbeitern die Luft aus.

    Ich schreibe nachher noch weiter

    Avantgarde
     
  16. Nandi

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    @ Schrauber-Jack: Solange du nicht zu einer Buchführung verpflichtet bist, also die o.g. Umsatz + Gewinngrenzen nicht überschreitest und auch kein Kaufmann nach HGB mit Eintrag im Handelsregister bist, reicht auch eine Exel-Liste, zusätzlich zu den Angaben in den Steuererklärungsvordrucken. Musst dann noch nicht mal die Belege einreichen, wenn die das sehen wollen schicken sie dir schon die Betriebsprüfung/Umsatzsteuersonderprüfung ins Haus. (die kommen übrigens ganz gern bei Neugründungen)

    Aber Umsatzsteuer ist eine Wissenschaft für sich. Und damit mein ich jetzt nicht: In Rechnung gestellte USt minus Vorsteuer= Zahllast.
    Schlimm wirds in Verbindung mit der Einkommensteuer, wenn du eine Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 machst. Die USt, die du von deinen Kunden erhälst, ist erstmal eine Betriebseinnahme (=gewinnerhöhend) für dich, sobald du die dann - meist im Folgejahr - ans Finanzamt abführst ist es wieder eine Betriebsausgabe, bei der Vorsteuer ist es genau umgekehrt, erst Ausgabe, dann Einnahme. Dann kommt noch Eigenverbrauch von irgendwelchen Gegenständen (Auto) dazu, für die du dir die Vorsteuer zurückgeholt hast, die du aber teilweise privat nutzt usw. usw. Ich red jetzt mal nicht weiter um dich nicht völlig zu entmutigen.
    Such dir also auf alle Fälle vorher jemanden, der dir das in Ruhe und am besten mit Rechenbeispielen erklärt.

    Hat eigentlich noch irgendwer Fragen, warum das mit dem Aufschwung in Deutschland nichts wird??
     
  17. #37 avantgarde, 09.10.2003
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    Hi,

    also wie versprochen jetzt mal eine Schnellanalyse zru Kostenkalkulation...

    Zunächst eine zeitliche Einordnung.

    Das Jahr hat ca. 360 Tage - davon fallen 110 Tage weg, da die meisten Firmen leider nur von Mo. - Fr. arbeiten und geöffnet haben.

    Wir sind also bei 240 Tagen. Davon gehen noch 10 Feiertage in der BRD ab - macht 230 Tage Rest. Nun möchte man auch als Arbeitgeber mal Urlaub machen, sagen wir knappe 10 Tage. Hinzu kommen noch Tage in denen man Krank ist, im Schnit weitere 10 Tage.

    Wir rechnen also zusammen:
    360 Tage -
    110 WE -
    10 Feiertage -
    10 Urlaub -
    10 Krankheit

    = 220 Tage

    Wir haben also von 360 Tagen im Jahr gerademal 2/3 der Zeit, um beim Kunden zu landen. Dabei sind solche Dinge wie Brückentage oder Ausfall durch höhere Gewalt noch nicht einmal eingerechnet.

    Rechnen wir die 220 Tage auf 12 Monate um so erhalten wir eine monatliche Arbeitszeit von ca 18 Tagen.

    Wir haben also in einem MOnat mit durchschnittlich 30 Tagen nur effektiv 18 Tage Zeit, unsere Schäfchen ins trockene zu bringen.

    Aber es geht weiter:

    Nehmen wir an unser Herr Mustermann möchte 20 € pro Std. von seinen Kunden haben (immerhin 40 DM). Herr Mustermann könnte den ganzen Tag arbeiten, also im Schnitt 8 Stunden. Leider jedoch hat er ja noch gar keine Aufträge, er muss also akquise betreiben, zu Kunden hinfahren, werben usw. Von den 8 theoretischen Std. am Tag bleiben also nur 4 übrig, denn die Kunden wohnen leider nicht alle nebeneinander, Herr Mustermann muss zwischendurch auch mal etwas essen und auf Toilette, besucht noch schnell einen Freund und macht dies und das. Effektiv bietet er also pro Tag seine Dienstleistung für 4 Std. am Tag an. Das ist also die Zeit, fie er später auch "fakturieren" kann.

    Jetzt haben wir alle Daten für eine Jahresprognose:

    4 Std. am Tag à 20 € = 80 €
    *18 Tage pro Monat = 1440 €
    mal 12 Monate: = 17.280 €
    ------------------------------------

    Wie man nun leicht sehen kann kommt Herr Mustermann mit den 20 € pro Stunde wahrscheinlich gar nicht hin, denn das eingenommene Geld ist BRUTTO Geld. Davon bezahlt er nun seine Privatmiete, ein. evtl. Laden, sein Auto, seine Versicherungen, seine Kreditzinsen, seine DSL-Telefonanlage, die INstandhaltung,.... . Ich bezweifle das Herr Mustermann eine Familie hat, denn für die hat er erstens keine Zeot und zweitens kein Geld.
    Außerdem müßte man noch gut 1.000 € abziehen pro Monat, denn das möchte Herr Mustermann gerne für sich zum Leben haben - hatte man schließlich als Angestellter ja auch - sogar eher mehr.

    Selbst wenn Herr Mustermann komplette 250 Tage (also 360 Tage - Wochenenden) für 20 € die Std. arbeiten würde, könnte er sich davon keinen Urlaub leisten. 4 Std. à 20 € = 80 € pro Tag *5 Tage die Woche *4,3 (Wochen pro Monat) *12 = 20640 € (Brutto)

    -------------------
    Ihr seht - 20 € sind für einen Handwerker den Weg zum Kunden nicht wert. Und ab jetzt sollte keiner mehr über die hohen Handwerkerrechnungen lästern - es muss so sein.

    Interessant wird es jetzt aber erst richtig, wenn Herr Mustermann eine gute Auftragslage hat und einen Einstellen will. Dann geht der Spaß nämlich erst richtig los :] :]

    Ich kann das gerne noch weiter ausführen, sofern noch beadrf ist.

    Gruß

    Avantgarde
     
  18. #38 avantgarde, 09.10.2003
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    Hallo Nandi,

    sehr gute Frage am ende deines Postings :] :]

    Gruß

    Avantgarde
     
  19. Nandi

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    Guck dir doch mal an, dass der normale Arbeitnehmer, ohne großartige Werbungskosten oder Kapitaleinkünfte noch nichtmal seine eigene Einkommensteuererklärung hinkriegt!

    Der zahlt dann 150 Euro an einen Steuerberater, um eine Erstattung von 200 Euro zu kriegen, da krieg ich echt einen Hals!
     
  20. #40 avantgarde, 09.10.2003
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    ja, das kenne ich.

    und dabei berät der Steuer"berater" nicht einmal, sondern geht nach Schema F durch die Daten und schickt vorab schon einmal die Rechnung.

    Steuerberater müßte man sein.

    Avantgarde
     
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