Nachr?stung auf Biodiesel

Diskutiere Nachr?stung auf Biodiesel im W202 / S202 Forum im Bereich C-Klasse; Hallo Forum-Gemeinde, würde gerne meinen C 220 CDI Baujahr 1271999 auf Biodiesel umrüsten. Geht das ?? Und was kostet der Spaß ?? Was macht...

  1. #1 Spieli1969, 09.09.2003
    Spieli1969

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    Hallo Forum-Gemeinde,

    würde gerne meinen C 220 CDI Baujahr 1271999 auf Biodiesel umrüsten.
    Geht das ?? Und was kostet der Spaß ??

    Was macht man nicht alles um die Spritkosten zu senken !!!

    Spieli1969
     
  2. Mark23

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    Ab Werk war das nicht sonderlich teuer, glaube so um die 200€. Müßte einen Teilesatz direkt bei DC geben. Würde allerdings davon abraten :tdw . Habe mich mit Taxifahrern unterhalten, denen sind dann ab und zu mal die Autos stehen geblieben und DC hat natürlich alles auf den Sprit geschoben. Damit sich das rechnet, den möglichen Ärger eingerechnet, musst du schon ganz schön viel fahren. Wenn du du es trotzdem machst berichte mal.

    Gruss

    Holger
     
  3. #3 Goldfinger, 09.09.2003
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    Hallo,

    der PME-Satz besteht hauptsächlich aus ein paar Schläuchlein.

    Diese machen aber keine Probleme. Habe noch von keinem gehört, dass eine Kraftstoffleitung Probleme gemacht hätte. Auch nicht bei Autos, welche mit Biodiesel betankt werden u. nicht hiefür freigegeben bzw. speziell umgerüstet wurden.

    Was Probleme macht, sind die Fruchtsäuren im Biodiesel. Aber nicht bei den Leitungen und/oder Dichtungen, sondern in Form von Korrosion an der Pumpenmechanik.

    Ob und wie hängt hauptsächlich davon ab, wieviel man mit dem Auto fährt. Bei den Vertretern, welche sehr viel fahren, gibt es so gut wie gar keine Probleme, da sich die Pumpen während der Fahrt sozusagen ständig selbst reinigen.

    Bei Autos, welche nur sehr wenig gefahren werden, gibt es allerdings sehr häufig Probleme mit den Pumpen.

    Dies ist auch völlig unabhängig davon, ob die Autos die PME-Ausrüstung haben oder nicht!!!

    Bei einem Auto, welches mit Biodiesel betankt wurde und nur ca 5.000 km im Jahr gefahren wurde, war die Pumpe regelrecht zerfressen! Die Mechanik u. nicht die Dichtungen oder Leitungen. Fahrzeug hatte die PME-Ausrüstung ab Werk!

    Wenn Du also weniger als 20.000 km im Jahr fährst, dann solltest Du keinen Biodiesel fahren. Wenn Du mehr fährst, kannst Du es tanken.

    Tip: Zwischendurch immer wieder mal normalen Diesel tanken, und einmal im Monat einen viertel Liter Zweitakt-Öl und/oder ein gutes Dieseladditiv mit guter Korrosionsschutzwirkung in den Tank geben.

    Sollte das Auto zwischendurch mal einige Tage nicht gefahren werden, dann sollte in dieser Zeit möglichst kein Biodiesel im Tank sein (dem Tank macht es nichts, sondern der Pumpe). Sollte das nicht möglich sein, dann ein gutes Korrosionsschutz-Additiv zugeben. Und vorher damit wenigstens so lange fahren, bis es auch in der Pumpe angekommen ist.

    Grüße
    Goldfinger

    P. S. Ob dein Auto die "PME-Ausrüstung" hat oder nicht, spielt dabei keine Rolle!
     
  4. hotw

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    Wie immer mein Spruch:

    Finger weg von Biodiesel!!!!

    Eine Ersparnis gibt es nicht und die Haltbarkeit wie Goldfinger erwähnt wenn man viel fährt kann ich leider mit einem Gegenbeispiel wiederlegen!
     
  5. #5 Goldfinger, 10.09.2003
    Goldfinger

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    Ergänzung zu meinem Ersten Beitrag:

    Damit keine Mißverständnisse aufkommen: Die Motoren laufen mit dem RME sogar etwas "weicher". Auch der Rußausstoß verringert sich Sicht- u. Meßbar.

    Wenn halt die Sache mit den korrodierten Pumpen nicht wäre. Diese Korrosion hängt wie bereits erwähnt mit den im Biodiesel enthaltenen Fruchtsäuren zusammen. In Verbindung mit dem gut 10%igen Sauerstoffgehalt des RME, rostet die Pumpenmechanik. Den Motoren selbst macht es dagegen nichts, da nach der Verbrennung von den Säuren nichts mehr übrig ist.

    Dass es bei Vielfahrern garantiert keine Probleme gibt, habe ich auch nicht gesagt. Nur, dass es bei denen bisher auffällig wenig Probleme gab.

    Was mich persönlich betrifft, so tanke ich bei meinem Auto seit rund 100.000 km immer wieder mal RME dazu. Allerdings max. 50 %. Aber nicht weil es billiger ist, sondern weil es das gesamte Kraftstoff-System u. auch die Brennräume "durchputzt". Bisher gibt es keinerlei Probleme. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass ich Erstens nie nur Biodiesel fahre, u. wenn, dann immer etwas Zweitakt-Öl und/oder ein gutes Additiv mit in den Tank gebe. Aus rein wirtschaftlicher Sicht wäre das auch unsinnig, da der Preisunterschied beim Sprit durch die Korrosionsschutz-Additive wieder aufgezehrt wird.

    Wenn das Auto nicht öfter tagelang gar nicht gefahren wird u. man den RME nur sporadisch beimischt, dann sollte es keine Probleme geben. Dauernd u. ausschließlich würde ich allerdings keinen Biodiesel tanken. Zumindest dann nicht, wenn es mein eigenes Auto ist!

    Grüße
    Goldfinger

    P. S. Diese Infos beziehen sich speziell auf die CDIs! Die Verteilerpumpen in den „alten“ Vorkammer-Motoren waren da nicht so anfällig. Speziell in Verbindung mit der Werks-PME-Ausrüstung gab es da kaum Probleme. Zumindest keine, welche man auf den Biodiesel zurückführen konnte!
     
  6. #6 Schrauber-Jack, 10.09.2003
    Schrauber-Jack

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    habe auch schon gehört, das die schmierwirkung für die pumpe nicht so gut sein soll, wie die vom diesel, diese schmiert sich ja angeblich selbst, und das soll nicht so toll sein mit biodiesel.

    oder enthält biodiesel zusätze, und das RME nciht, oder ist es auch das gleiche....
     
  7. Mark23

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    So nach dem schon viel zu lesen war möchte ich mal den den Wortlaut eines Briefes von Bosch zu diesem Thema zitieren, ich denke da kann sich dann jeder seinen Reim drauf machen:

    Zitat:
    Guten Tag Herr XXX,

    wir bedanken uns für Ihre Anfrage.

    Hier unsere Stellungnahme zum Betrieb Ihres Fahrzeuges
    mit Biokraftstoff.

    Der motorische Betrieb von Dieselmotoren mit Biodiesel
    (FAME= Fettsäuremethylester) kann zu Problemen führen.
    Die Qualität und Zusammensetzung, der am Markt erhältlichen
    Biodiesel ist sehr unterschiedlich und nicht kontrollierbar, auch
    weil es zur Zeit keine Norm für Biodiesel gibt.

    Prinzipbedingte Probleme können sein:

    - Ausfall von Elastomer-Dichtungen, Leckagen
    - um ca. Faktor 10 geringere Alterungsstabilität als Diesel auf
    Mineralölbasis
    - Korrosion
    - Bakterienwachstum
    - Filterverstopfung
    - Ablagerungen, Beläge in der Einspritzpumpe
    - verstopfte und verkokte Düsen
    - verminderte Lebensdauer u.s.w.

    Bei Freigabe von Biodiesel für bestimmte Fahrzeugmodelle durch
    Motorhersteller
    werden von Bosch konstruktive Maßnahmen ergriffen, um die Nachteile zu
    mindern.

    Deshalb gibt es für die Bosch Diesel-Einspritzsysteme keine generelle
    Freigabe
    für Biokraftstoffe. Bei der Verwendung von Biokraftstoff können wir keine
    Haftung
    und Gewährleistung übernehmen.

    Nur bei zu <5% Beimischung von Biodiesel, die der Vornorm DIN V51606
    (RME-Kraftstoff) entspricht, zum handelsüblichen Dieselkraftstoff (EN590)
    sind diese Probleme nach unserer Erfahrung nicht zu erwarten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Helmut Benz
    ______________________________________________________________
    Robert Bosch GmbH
    Automobiltechnik Handel
    Kundenberatung
    Greschbachstrasse 3
    D-76229 Karlsruhe

    Zitat Ende

    Dementsprechend verweise ich wieder auf meinen obigen Beitrag.

    Gruss

    Holger
     
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