W140 S420 M119 Lambdaregelung und Aussetzer

Diskutiere S420 M119 Lambdaregelung und Aussetzer im S-,S-Coupé, CL-, CLS-Klasse und Mercedes-Maybach Forum im Bereich Mercedes-Fahrzeuge; Hallo Leute, also es geht um ein W140 S420 mit M119 ME (alles originalzustand) von einem Freund von mir. Das Auto hat folgende Beanstandung: -...

  1. NAG_1

    NAG_1

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    Hallo Leute,

    also es geht um ein W140 S420 mit M119 ME (alles originalzustand) von einem Freund von mir.
    Das Auto hat folgende Beanstandung:
    - Leerlauf unruhig, Aussetzer im LL
    - Fehlerspeicher ME: P0150 Lambdasonde links vor Kat, P0300 Aussetzer A, P0300 Aussetzer B (Kat schädigend), P0304 Aussetzer A Zylinder 4, P0307 Aussetzer B Zylinder 7 (Kat schädigend), P0308 Aussetzer Zylinder 8 B (Kat schädigend)

    Angefangen hat es mit den Aussetzer-Fehlercodes und dem unruhigen Leerlauf. die Aussetzer FC kamen immer bei längeren fahrten in einem bestimmten Lastbereich (ca. 50% Last und ca. 2800 U/min also teillast). gemerkt hat man davon nix außer das es im speicher drin steht.. das einzige was man merkt ist der unruhige LL. Über die Laufruheauswertung im Msg kann man auch sehen das die linke Bank im LL unruhiger läuft. sonst ist alles unauffällig. Gemischadaptionswerte für Teillast und LL sind alle okay.

    Erneuert bzw geprüft durch funktionierende Teile (alles original MB Teile) wurden:
    -Zündkerzen (neu)
    -Zündspulen quergetauscht um zu sehen ob die Fehler wandern, und auch probehalber ein komplett anderen Satz Zündspulen aus einem anderem Motor (aus meinem M120) versuchshalber probiert.
    -Lmm (neu)
    -Falschluft ausgeschlossen
    -Motorkabelbaum ist okay
    -Kompression geprüft auf allen Zylindern ca 13 bar (max. Abweichung untereinander: 0,2 bar) also perfekt.

    das alles ergab keine Änderung..

    Dann hab ich den Abgasgegendruck gemessen (dachte das könnte ja evtl an verstopften Kats liegen), Prüfung war allerdings okay.
    im anschluss haben wir dann auch die Einspritzventile zwischen den Zylindern quergetauscht, allerdings keine Änderung am Laufverhalten.

    Nach dem abgasgegendruck prüfen die Sonden wieder rein geschraubt und seitdem kommt der Fehler "P0150 Lambdasonde linke Zylinderreihe". Regelung links funktioniert nicht, der Lambdawert steht konstant bei ca 700 mV. war vor der Abgasgegendruck Messung definitiv nicht. bei der Regelung rechts ist alles fit, pendelt schön zwischen 100 und 800 mV.
    okay dachte ich mir ist vlt die linke LS kaputt gegangen bei Aus- Einbau durch zufall oder so.. Also 2 neue Lambdasonden eingebaut. Ergebnis: Regelung rechts okay, pendelt einwandfrei zwischen 100 und 800mV,
    Regelung links wieder konstant bei 700 bis 800mV ohne Änderung!! logischerweise kommt der Fehler P0150 dann auch gleich wieder.
    Bei den Fehlerumgebungsdaten zu dem P0150 steht, das Signal hätte eine Unterbrechung, allerdings ist das nicht plausibel da die sonde ja eine Spannung an das Msg ausgibt.

    Dazu kommt das der Motor zumindest gefühlsmäßig sauberer läuft also weniger Aussetzer im LL seitdem die Lambdaregelung links nicht mehr funktioniert :D


    Falls irgendeiner ein tip für mich hat wäre ich seeehr dankbar :)

    Lg Julian
     
  2. C240T

    C240T Moderator

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    zeigt nur das MSG die statischen 700mV an oder hast Du diese auch per Multimeter oÄ gemessen?
    Im besten Fall an der Sonde und direkt an den Pins am MSG, so hast gleichzeitig einen Leitungssatzfehler ausgeschlossen. Möglicherweise wird bei den Istwerten auch der Ersatzwert ausgegeben. Auch eine SD bzw HHT ist nicht immer perfekt;)

    Hast Du die Möglichkeit die EInspritzventile bzw deren Ansteuerung aufs Skop zu legen um zu sehen ob das MSG denn das Timing der Ventile variiert?
    Am besten je eines der beiden Bänke, so hast den direkten Vergleich.
    Sporadische Verbrennungsaussetzer können auch von Kondensat im Tank oder E10 kommen beim M119, der mag E10 nicht unbedingt. Auch verkokte Ventile würde ich nicht ausschließen, das war damals noch keine Seltenheit.
    Kannst Du die Potis der DK messen ob diese rauschen oder gar Lücken haben ? Wäre auch noch eine pot. Ursache für unruhigen LL.
     
  3. NAG_1

    NAG_1

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    Erstmal danke für deine Antwort :)

    Die Sondenspannung hab ich direkt noch nicht gemessen. Das war nur die sondenspannung aus dem msg. Aber wenn ich die Sonde abstecke steht im Msg immer exakt 453mV. Diese 453 mv scheinen auch der Ersatzwert zu sein mit dem das Msg arbeitet im Steuerbetrieb wenn die Sonde ausfällt bzw abgesteckt ist..

    Wenn die Sonde jedoch angesteckt ist passiert allerdings folgendes:
    Ich starte dem motor dann steigt die Sondenspannung langsam innerhalb von 1-2 min auf 700 bis 800 mV. Und dann bleibt die in dem Bereich. Ändert sich dann vlt immer so
    um +/- 50mV also pendelt irgendwo im bereich zw 700 und 800 rauf und runter..
    gaaanz selten geht sogar die spannung runter bis etwa knapp 100mV. geht dann allerdings nach sehr kurzer Zeit wieder hoch. Nach Ablauf der 4 min Verzögerungszeit dann wieder p0150.

    Ich werde die tage auch mal gucken was die sondenspannung im Bereich der schubabschaltung macht und das sondensignal sicherheitshalber auch mit dem scope messen.

    genau das habe ich heute gemacht, Ergebnis gut. Signalverlauf ist soweit okay bis auf das das der auf der linken bank im steuerbetrieb läuft also da ist die einspritzzeit immer nahezu gleich außer in der Zeit unmittelbar nach dem Start mit gelöschten FS. Also bis die 4 min verzögerungszeit für die Sondenüberprüfung abgelaufen ist. Da sieht man schon dass das msg versucht das Gemisch abzumagern durch verkürzung der einspritzzeit aber das ist dann nach kurzer Zeit vorbei und er spritzt dann immer ziemlich die gleiche zeit ein dh ca 2,65ms im LL. Beim beschleunigen sind die Zeiten entsprechend verlängert und beim gaswegnehmen verkürzt also das ist zumindest okay. Auf der rechten bank ist alles okay.

    Die Dk haben wir gereinigt und die istwertpotis geprüft, die sind beide einwandfrei.

    Die Frage ist halt warum ist die Regelung links ausgerechnet seit der abgasgegendruck Prüfung tot??

    E10 und kondensat kann man soweit ausschließen da das Auto noch nie E10 gesehen hat und der tankinhalt komplett frisch ist.

    Hmm, das wäre theoretisch noch möglich, ja.. wobei soweit ich weiß betraf das ja va die M102/103/116/117 tlw auch wg defekten ventilschaftabdichtungen.
    Der 119 sollte doch die probleme mit verkokten ventilen eig nicht mehr so haben? Dieser hier verbraucht auch kein öl und die Werte von Kompression bzw druckverlustprüfung waren ja top.

    Achja hab den heute auch am abgastester gehabt, läuft etwas zu fett, Lambda ca 0,98. CO geht im erhöhten LL bei ca 2500 Umdr. rauf bis ca 0,35 - 0,40. Bei LL Drehzahl dagegen okay (<0,1).
     
  4. NAG_1

    NAG_1

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    Update..

    beide Probleme sind gelöst :) :)

    Ursache für die Aussetzer war wohl der KWS. Die widerstandsmessung war zwar geradenoch okay (soll: 600-1200 ohm / ist: 602 ohm) aber als ich mir das Signal vom kws auf dem scope angeguckt hab war das Signal total unsauber dh unregelmäßige amplitudenhöhe, starke spannungsschwankungen, tlw war die signalspannung für ein paar sekundenbruchteile ganz weg.. was mich wundert ist das die Überwachung im Msg das Signal nicht als fehlerhaft erkannte. vermutlich ist da die überwachung zu träge bzw unempfindlich programmiert. Aber egal.. neuer kws rein und der M119 lief wieder top.

    Zum Lambda fehler:
    Hier war die Lösung einfach. das sondensignal hatte ich ja noch zuvor mit dem scope direkt am anschlussstecker vom msg gemessen. war soweit auch plausibel mit den istwerten in der Diagnose. also dachte ich mir stecke ich mal das msg für 1 Tag komplett ab. Siehe da Fehler ist weg, warum auch immer.. lambdaregelung funktionierte wieder perfekt auf beiden Bänken:tup:tup:tup
    Und das scheint auch zum glück so zu halten das Auto hat inzwischen schon wieder 700 fehlerfreie km hinter sich :)
     
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