SPIEGEL.DE Bericht: Pseudo-Innovationen: Ratlose Lieferanten

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  1. #1 Robiwan, 04.05.2004
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    AUTOMOBILE

    Ratlose Lieferanten

    Bremsen mit Scheibenwischern, elektrische Lenkungen - ein führender Autoentwickler beklagt Pseudo-Innovationen, die dem Kunden nichts bringen.

    Autos mit Automatik hatten über Jahrzehnte hinweg meist nur drei Gänge. Denn eine Schaltstufe mehr bedeutet bei diesen Getrieben enormen Bauaufwand.

    Inzwischen gelten Viergang-Automaten schon als rückständig. Fünf und sechs Gänge sind Standard. Mercedes brachte kürzlich sogar die erste Siebengang-Automatik heraus.

    Technisch sinnvoll wäre dies allenfalls vor 30 Jahren gewesen, als die meisten Motoren noch nicht so durchzugsstark waren und mit kurzen Übersetzungsschritten schneller beschleunigt hätten.

    Bei den heutigen Motoren bringt solcher Aufwand fast nichts mehr. "Auto Bild" testete kürzlich ein Siebengang-Modell der S-Klasse und stellte nur marginal bessere Fahrleistungen zum Vorläufer mit fünf Schaltstufen fest: "Papierwerte, im Alltag so gut wie nicht zu spüren."

    Gegen solche Pseudo-Innovationen, die in erster Linie die Kosten hochtreiben, wettert nun erstmals auch ein führender Automobilentwickler: "Viele der neuen Technologien werden vom Kunden nicht als wirklich innovativ wahrgenommen", kritisiert Rainer Kurek in einem soeben erschienenen Fachbuch für Autozulieferer.

    Einige Lieferanten seien "ratlos geworden", schreibt Kurek, selbst Hochschuldozent und Geschäftsführer der internationalen MVI Group, die mit weltweit tausend Mitarbeitern Entwicklungsaufträge für Automobilhersteller übernimmt.

    Die Zulieferer, inzwischen oft mehrfach fusionierte Riesenkonzerne, tragen einen Großteil der Entwicklungskosten. Um diese Betriebe "vor Schaden zu bewahren, der durch technologisch falsche Stoßrichtungen zu entstehen droht", geht Kurek mit den aktuellen Entwicklungsstrategien der Fahrzeugbranche, die er als Dienstleister der Konzerne sehr genau kennt, heftig ins Gericht.

    Zahlreiche technische Irrwege ortet der Ingenieur etwa im Bereich der Fahrwerkstechnik und attestiert diesem Sektor ein nur "geringfügig einzuschätzendes Optimierungspotenzial im Sinne des Kunden". Verbesserungen der bestehenden Technik seien hier allenfalls noch von Rennfahrern nachvollziehbar.

    Doch selbst Profis bleibt der Sinn mancher Innovation verborgen: So verpasste VW dem neuen Golf eine aufwendige und teurere Mehrlenker-Hinterachse. Opel blieb bei der klassenüblichen, simpleren Verbundlenker-Konstruktion und stimmte diese sehr gut ab. Im ersten Vergleichstest von "Auto, Motor und Sport" schnitt der günstigere Opel Astra im Fahrwerkskapitel sogar besser ab als der Golf.

    Auf ähnlich sinnlose Abwege gerieten die Unternehmen Mercedes und Bosch mit der elektrohydraulischen Bremsanlage SBC. Sie sollte der Einstieg in die "Brake-by-wire"-Technik sein, bei der der Bremsbefehl nicht mehr durch Hydraulikleitungen, sondern nur noch elektrisch weitergegeben wird. SBC tut das auch, hält daneben aber eine konventionelle hydraulische Anlage als Rückfallebene bereit. Das doppelte System vollbringt unglaubliche Kunststückchen, wischt etwa bei Nässe, alarmiert vom Regensensor des Scheibenwischers, durch zartes Anlegen der Bremsklötze die Bremsscheiben trocken.

    Die Vorteile von SBC jedoch sind sogar messtechnisch kaum noch zu erfassen. Bosch hat die Weiterentwicklung der Anlage inzwischen auf Eis gelegt. Der ursprüngliche Plan, dereinst Bremsanlagen ganz ohne Hydrauliknetz zu realisieren, wurde erst einmal aufgegeben. Bei vergleichbarem Sicherheitsniveau wären Elektrobremsen deutlich teurer, könnten aber nichts entscheidend besser.

    Ähnlich verhält es sich mit der ewigen Vision von der elektrischen Lenkung ("Steer-by-wire") ohne Lenksäule und mechanisches Lenkgetriebe. Expertisen renommierter Unternehmensberater wiesen diese als wichtigen Trend aus. Auto- und Zulieferkonzerne investierten bereits beträchtliche Summen.

    Doch auch hier gibt es keinen vernünftigen Grund, die traditionelle Technik durch weit störanfälligere Elektrik und Elektronik zu ersetzen. Mechanische Lenkgetriebe sind bewährte, robuste Bauteile, die ein ganzes Autoleben halten und ihre Aufgabe perfekt erfüllen. Automobilentwickler Kurek erteilt "Steer-by-wire" eine klare Absage: "Hohe Komplexität und ungelöste Haftungsfragen" stünden einem Durchbruch entgegen.

    Wie aber kommt es dazu, dass ganze Entwicklungsmannschaften sich immer häufiger in kostspieligen Irrwegen verheddern?

    Industrie-Dienstleister Kurek sieht das Grundübel in der veränderten Management-Struktur moderner Autokonzerne, in denen das Schmieden strategischer Allianzen oft weit größere Priorität hat als die technische Ausrichtung: "Was den meisten Autoherstellern fehlt, ist ein starker Chefentwickler alter Schule mit dem nötigen Gespür für Kundenbedürfnisse."

    CHRISTIAN WÜST

    Quelle: 0,1518,298098,00.html
     
  2. Isi

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    Guter Bericht.
    Da stimme ich größtenteils (wenn nicht sogar ganz) zu.

    Ich finde auch, daß die Automobilbauer zu sehr für die Fachpresse und die jeweiligen "Rennfahrer" am Steuer baut.
    Ottonormal kann keine Unterschiede feststellen.
    Die Bedürfnisse der "normalen" Kunden werden immer weniger beachtet.
    Zuverlässigkeit, Sicherheit mit gutem Komfort (oder sportlichkeit - je nach Wunsch) und wirtschaftlichkeit.
    Das ist es doch im Wesentlichen.
    Stattdessen immer mehr elektronische Gimmicks, die keiner wirklich braucht und nur kosten.

    Wenn alles absolut zuverlässig funktionieren würde und die Kosten nicht in die Höhe treiben würde, so gäbe es wohl keine Beschwerden.
    Tut´s aber nicht.

    Die Autobauer sollten sich in Zukunft ernsthaft überlegen was man braucht und was nicht.

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  3. #3 reisszi, 04.05.2004
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    ich bin da komplett anderer meinung. weder hat mb die 7gtronic für sportlicheres fahren entwickelt noch ist es sinnlos fahrwerke und bremsen weiter zu entwickeln. hallo? nur noch der rennfahrer merkt den unterschied? fahrwerk und bremsen sind meiner meinung nach hauptbestandteile der sicherheit eines fahrzeugs und es kann imho schonmal garnicht falsch sein in diese richtung zu forschen.
     
  4. #4 Robiwan, 04.05.2004
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    Forschen: ja!
    Die Dinge einbauen obwohl sie kaum mehr Nutzen bringen und dafür noch abcashen: nein danke ;)
     
  5. #5 StefansCLK, 04.05.2004
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    Wenn ich das Serienfahrwerk meines CLK nehme sehe ich absolut Verbesserungspotential!
    Wenn man nicht forschen würde, wären wir immer noch auf Plattfedern und Holzspeichen unterwegs.

    Dieses Jahr gab es erstmals so wenig Verkehrstote seit Einführung der Statistik wie nie zu vor. Das rechtfertigt diese teure Entwicklung allemahl. Der Fall SBC ist auch ein unrühmlicher, denn warum eine mech. hydraulische Bremsen nur für den Notfall lassen - sowas ist eine Steißgebuhrt klar. Aber bei der FW Technik ist immer Potential und dort ist das Geld auch gut investiert, denn aktive Sicherheit ist immer noch wichtiger als passive.
    Unfälle vermeiden ist immer besser als dessen folgen zu lindern. Warum wird denn die Distronic nicht vermehrt angeboten? Oder ABC Fahrwerke? Da muss man weitergehen und nicht mit 7 Gang Automaten - soweit gebe ich dem Autor schon Recht. Es fehlt tatsächlich der kühle Kopf und die Autorität eines Chefentwicklers (und nebenbei: ChefDESIGNERS :wand) der eine Linie vorgibt.
    :wink:
     
  6. Isi

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    Weiterentwicklung in Sachen Fahrwerk ist absolut sinnvoll.
    SBC ist so ´ne Sache.
    Hört sich gut an und bremst auch gut - aber nicht unbedingt so überlegen wie es sich anhört.
    Die Bremsen der Konkurrenz bremsen auch ohme SBC nicht viel schlechter (BMW, Porsche).
    Die Kosten, die hinter SBC stehen darf man nicht vergessen - das fängt schon beim Bremsenwechsel an.
    Genau wie bei der 7G-Tronic.
    Die 5 Gangautomatik war immer perfekt und m.M. gibt es jetzt 2 Rückwärtsgänge - wofür??
    Es wird oft mit Zahlen gespielt - mehr PS, mehr Gänge, mehr Elektronik usw.
    Ob das auch immer mehr Sinn macht verrät keiner.

    Und bitte: Mein Bericht steht in keinster Weise im Gegensatz zur Automobilen Weiterentwicklung.
    Die muß immer weitergehen -aber sinnvoll. Das ist doch mal eine Herausforderung für die Industrie.

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  7. #7 elTorito, 04.05.2004
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    Aber nicht in Deutschland ...

    Die Tage kam ein Bericht über Bergbau , wo genau weiß ich nicht mehr, aber dort wurden Computer eingesetzt um effektiv eine Bergbaumine zu nutzen, man weiß genau wo welche Rohstoffe oder Edelmetalle liegen. Mit Robotern und Computern kann man also maximal ohne großen Aufwand schöpfen.

    Und hier bei uns in Deutschland ? Wird eine Mine nach der anderen zugemacht, die Fördertürme gekippt, lohnt sich nicht den Bergbau zu fördern Technik ist veraltet...

    Es heist ja irgendwann werden die Rohstoffe auf dieser Welt ausgeschöpft sein, und jeder faengt an für sich nach alternativen zu schauen, also spätestens dann wenn die Kohle knapp wird würde ich meine Hand dafür ins Feuer legen das einige unserer Bergminen wieder aufgemacht werden, es sind ja immerhin unsere Bodenschaetze, wenn es woanders keine mehr gibt müssen wir ja zumindest unsere auch noch ausschöpfen.

    Forschung und Wissenschaft wird in Deutschland immer kleiner geschrieben, einst waren wir mal Pioniere und nach und nach machen uns andere Länder was vor. Liegt wohl auch unter anderem daran das unsere Ingieure und Wissenschaftler ins Ausland gehen, das sollte usnerem Land zu denken geben.

    Innovation schön und gut aber wie schon der Artikel oben beschreibt zu viel ist auch nicht gut. Jede noch so kleine änderung der Technik oder elektronik ist eine Potentielle Gefahren und Fehlerquelle, das ist keine Vermutung das ist eine Tatsache :)

    Zum Vergleich (böser Vergleich) wie war das nochmal damls in den Saudi Arabischen Ländern? den Dieben wurde die Hand abgehackt, Hand weg = keine Gefahr mehr. 8o
     
  8. Olli84

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    der Bericht zeigt aber nur eine Seite, es ist nicht zu verachten, was für Ergebnisse die Forschung in vielen Bereichen auch durch nicht gewollte Entwicklungen erhält. Im übrigen ist es natürlich weiterhin erforderlich in Sicherheitsrelevanten (und auch anderen Bereichen) weiter zu forschen, immerhin sind die deutschen Autos die besten der Welt, wollen wir den Rang auch noch abgeben? Dann zeichnet unser Land nur noch die Geschichte und die AB´s ohne Tempolimit aus, was auch bald zur Geschichte werden könnte;)

    Aber ich stimme dem Artikel in den Kritikpunkten, die er nennt, zu. Unsere modernen Autos sind meist total mit Elektronik überladen, ich kenne nur sehr wenig Neuerungen in modernen Autos, die wirklich eine Komfortverbesserung (ich meine im Bereich Sonderausstattung, z.B. Regensensor) bringen und sinnvoll sind. Vor 10 Jahren gab es auch Klima, Sitzheizung, El. Schiebedach, Sitzverstellung und Fensterheber, sowie Tempomat, nur das Navi fehlte - was braucht man unbedingt mehr? Die Mehrkosten, die damit verbunden sind, sind einfach unglaublich. Man überlege, dass ein Golf jetzt so teuer ist, wie ein w202 C180... . Kleinstwagen kosten teilweise 15T€.

    Und der für mich wichtigste Punkt: Wenn man sich einen alten gebrauchten MB kauft, weiss man, dass der (wahrscheinlich auch mit sehr geringen Reparaturen) zuverlässig leicht 300Tkm erreicht. Freiwillig würde ich keinen 10 Jahre alten Wagen mit SBC (hätte es noch den mechanischen Rückhalt, der schon zeigt, dass kein Vertrauen in die Technik gesetzt wird) und elektronischer Lenkung testen wollen, ohne zu wissen, dass in dem Bereich bei anderen Fahrern noch nie Probleme aufgetreten sind.

    MfG
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  9. #9 StefansCLK, 04.05.2004
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    Na Du wieder...

    Dann waeren auch Vollgummireifen die bessere Wahl mit Deinen Argumenten...

    Nee also die Deutschen stehen technischen Neuerungen skeptisch gegenueber, das ist nicht neu.
    Daher machen uns andere Laender auch oft was vor.
    In den US ist der HDTV Standard schon ueblich, denn er ist ja nicht neu. Hier in D habe ich eigentlich erst letzte Woche beim MediaMarkt einen solchen TV gesehen *WOOW*... Anderes Bsp.: in Korea haben 90% aller Haushalte Internetzugang. In D haben nicht mal 60% ueberhaupt einen PC.
    So siehts aus. Mit der Feile und dem Hammer waren wir gut mit dem PC ist die Entwicklung an uns etwas vorbeigegegangen. Deutsche muessen mehr konsumieren und mehr Wert auf Technischen Fortschritt legen. Wie kann denn die uralte S Klasse immer noch gebaut werden? Doch nur weil deren Kunden oft im greisen Alter sind.

    :wink:
     
  10. #10 elTorito, 04.05.2004
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    Tun wir das nicht schon ?
    ...
    Ist ein Deutsches Auto das in China produziert wird immer noch ein Deutsches Auto ? Ich würde mich Tot aergern wenn ich eine C Klasse kaufe wo dann Made in Germany drauf steht und dann aber in China oder sonstwo gebaut wurde.

    Das war jetzt bezogen auf die Wahrscheinlichkeit das Mercedes ab 2006 ? AUtos in China bauen möchte.

    Warum nicht hier bauen und exportieren ? Klar aus Kostengründe :wand und könnte ja Arbeitsplätze schaffen :wand

    Fortschritt und Innovation: JA aber sollte dann von zu Hause kommen und zu Hause bleiben dann waeren dei deutschen da auch nicht so skeptisch, was wir erfinden und was wir entwickeln kommt oft besser an als das was wir uns von andere Länder "importieren" lassen.
     
  11. #11 reisszi, 04.05.2004
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  12. Jerry

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    Ich stimme dem Artikel auch weitgehend zu. :tup

    Technische Neuerungen sind zwar schön und insbesondere für die deutschen Premiummarken absolut notwendig.
    Aber mittlerweile steht der Kundennutzen oft in keinem Verhältnis mehr zu Preis und potentiellen Qualitätsproblemen.

    Besonders bei den elektro-adaptiven Spielereien und dem Multimedia-Schnickschnack ist die Grenze des Sinnvollen für mich überschritten. :tdw
    Wenn ein Datenbus kollabiert und die Karre stehenbleibt, weil das Command sich nicht mehr mit Telefon-FSE und DVD-Navi und weissderGeier unterhalten kann, hörts doch auf. :motz:
    Das Ding heisst AutoMOBIL und nicht AutoPLAYSTATION.

    Mechanische Weiterentwicklungen am Fahrwerk finde ich sinnvoll, Weiterentwicklungen der Automatik auch (aber eher in Richtung DSG als in Richtung 11-Gang-Automat) und vor allem neue multifunktionale Fahrzeugkonzepte.
    Letzteres sind für mich aber weder 4-türige Coupes, noch gigantische SUVs, sondern z.B. Klappdach-Roadster oder Sport-Coupe/Kombis mit variablem Kofferraum für die Freizeit.
    Dafür würde ich sogar glatt auf mein adaptives Gaspedal verzichten.. :rolleyes:
     
  13. #13 StefansCLK, 04.05.2004
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    Wer mir ein Wagen zeigt, der wegen einem Comand Fehler liegen bleibt bekommt von mir 50,- Euro!!

    Als ich 95 in den US war, gabs da in den Vans schon längst TV mit Videoplayer und Autotelefon.
    Alles nichts neues! Wir werden hier in eben nur "normal".
    Ich finde Luxuswagen wie MB/BMW/Audi ohne TFT mit Tuner/DVD als peinlich. Gehört heute einfach dazu. Ist auch echt angenehm seinem Mitfahrer was bieten zu können. Wer möchte heute noch auf den Film im Flieger verzichten???
     
  14. CAB

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    ...die 7GTronic soll weniger Verbrauch bei besserer und sanfterer Beschleunigung haben.....das soll Pseudo sein..?....
     
  15. #15 Robiwan, 04.05.2004
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    Nehmen wir mal an der Verbrauch geht um 5% zurück, dafür zahlst du aber 2000€ mehr (Alle Werte sind frei erfunden ;)) => bringts das?
     
  16. #16 Robiwan, 04.05.2004
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    Ich finde man kann den europäischen Automarkt nicht mit dem amerikanischen vergleichen. Wenn ich 4 Jahre Garantie(!) bekommen würde liese ich mir jedn "Schnickschnack" einbauen. Die Amis sind ja auch von Natur aus "Vollausstattung"-Besteller => die Automobilhersteller müssen sich irgendwas einfallen lassen dass der Kunde genau ihr Model kauft.
     
  17. Isi

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    Es geht ja nicht nur um´s Liegenbleiben.
    Es hat halt alles einwandfrei zu funktionieren - basta.
    Und wenn irgendwelche Komponenten ( die viel Geld kosten) eben nicht fluppen, dann läuft etwas schief.
    Hiermit spreche ich nicht einmalige Vorkomnisse an, welche sofort auf immer und ewig behoben werden.

    Das ist der eine Punkt.

    Der andere ist das Geld und die Garantie.

    Wenn der Kunde eine umfassende Garantie über mind. 5 Jahre hätte ( kann er bei den Preisen auch verlangen), so wäre die Sache schon anders.
    Und ihr könnt wetten, daß die Autobauer nur noch Qualität bauen würden - in ihrem eigenen Interesse, um Geld zu sparen.

    So wäre wohl allen geholfen und es würden auch weniger"Geschädigte" beschweren.

    Klingt wohl zu gut um wahr zu sein, irgendwo muß da der Haken sein... :rolleyes:
     
  18. #18 StefansCLK, 04.05.2004
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    Hast Du ein Comand?
    Meins läuft 1A seit dem ichs habe und es ist einfach genial.
    Es gab Startschwierigkeiten beim W211er aber nun gehts anscheinend. Selbst der soo gelobte W124er hatte heftige Startprobleme...

    Was spricht denn gegen Technik?
    Bleiben denn die Autos mehr liegen, als früher???
    Die Statistiken sprechen dagegen.
     
  19. Isi

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    Die Autos bleiben nicht mehr liegen als früher.
    Und es spricht auch nichts gegen moderne Technik.

    Die Kosten/Sinnfrage beschäftigt mich aber umsomehr.
    Airscarf (oder wie es beim SLK heißt) z.B. - viel zu teuer weil nur in Verbindung mit Leder.
    Der Sinn...naja, ich weiß nicht.
    Kurvenlicht...??
    Aufblasbare Sitze..??
    Keylessgo..??

    M.M. alles verzichtbar.
    Das ist ja wie beim Autoquartett: schneller, weiter, höher...

    Die Kosten für diese Dinge kann man sich doch sparen und das Geld an den Kunden weitergeben (günstigerer Preis z.B.).

    Isi :]
     
  20. #20 StefansCLK, 04.05.2004
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    Da Du diese Spielereien nicht hast, die Du aufgezählt hast, gibts ja eigentlich keine Probleme :D

    Also ein Airscarf braucht keiner.
    Aber früher hat auch keiner ein Windschott gebraucht.
    Und davor brauchte man auch keine Heizung im Auto und DAVOR brauchte man kein Dach überm Auto wo wir wieder am Anfang wären...
    Also ich denke wenn es um Autos geht ist es um den Verstand geschehen... Da wird einfach das möglich gemacht was geht. Der Kunde entscheidet dann.
    Siehe Golf: den Leuten ist es zu teuer okay dann eben Astra kaufen...
    So ist es. Es wird nicht vorbei am Kunden entwickelt. Wenn kein Potential da ist verschwindet es eben wieder in der Versenkung. Ulkige Erfindungen gab es ja schon früher an den Autos.

    :wink:
     
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