W124 als Winterauto

Diskutiere W124 als Winterauto im W124 / S124 Forum im Bereich E-Klasse; Hallo zusammen, nun bin ich am überlegen, ob ich mir nicht als Winterauto bzw. Auto für die zweite Jahreshälfte nicht einen W124 anschaffe. Klar...

  1. #1 Steinbock, 29.06.2014
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    Hallo zusammen,

    nun bin ich am überlegen, ob ich mir nicht als Winterauto bzw. Auto für die zweite Jahreshälfte nicht einen W124 anschaffe. Klar ist der Wagen nicht das optimale Fahrzeug für den Winter, aber der Wagen gefällt mir und ist ja auch ein bischen ein Klassiker. Somit wäre die Chance den Wagen im Frühjahr wieder gut zu verkaufen gegeben.
    Nun hoffe ich hier auf ein paar Tipps bezüglich welcher Motor und welche Schwachstellen der W124 so aufweist bzw. wo ich beim kauf darauf achten sollte.

    Danke....

    Mit freundlichen Grüßen
    Tobi
     
  2. #2 stud_rer_nat, 29.06.2014
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    Naja, ob ich mir gerade als Winterauto noch einen W124 zulegen würde... (Sicherheits-) Technisch absolut veraltet und wirklich gute Exemplare sind selten und vergleichsweise teuer. Darauf zu spekulieren, daß man das ehemalige Winterauto wieder gut verkaufen kann, weil es ein "Klassiker" ist, ist wohl auch etwas naiv. Wer kauft einen "KLassiker", der vorher im Winter "mißbraucht" wurde? Ein wirklich gutes Modell im Winter runterzureiten empfinde ich als "Schande". Zumal es bei einem C63 ja auch nicht unbedingt auf ein paar Euro ankommen dürfte. Ich finde das Ganze ist generell eine Schnapsidee. Da hat man schon ein sicheres, modernes Auto und will sich gerade für den Winter eine alte Kiste holen...
    Wenn dann würde ich mir schon einen "guten" W210 als Winterauto holen. Der hat sicherheitstechnisch einiges mehr zu bieten, wird mittlerweile zum Kilopreis verkauft und bis aufs Blech und das Fahrwerk ist die Technik robust.
     
    Zarrooo gefällt das.
  3. #3 Steinbock, 29.06.2014
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    Da der C Saison Kennzeichen hat muss ein Winterwagen her. Sicherheitstechnisch brauche ich max. ABS! Wenn ein W210 durch den Winter geht ist er vollens durchrostet, sowas kommt mir nicht ins Haus.
    Mir persönlich gefällt der W124 super, vor allem ein Coupe könnte es werden!
    Und keine Angst, ich werde das Fahrzeug nicht Missbrauchen!
     
  4. #4 w123fan, 29.06.2014
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    Ich hatte selber fast vier Jahre einen W 124 aus der letzten Serie. Super Auto damals, aber für den Winter vollkommen ungeeignet und vor allem eine Heckschleuder erster Güte. Wenn du da auf eine Wertsteigerung hoffst: Hak es ab.
     
  5. Jupp

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    Einen W124 als Winterauto finde ich auch eine Schnappsidee.
    Es ist unter winterlichen Bedingungen nicht wirklich gut, die Sicherheit ist mäßig und halbwegs gute Exemplare kosten bereits wieder ganz gut Geld und sind eigentlich zu schade um sie im Winter runter zu reiten.
    Dann lieber einen W202 oder W210. Da gibt es viel mehr Auswahl und am Ende sind die Preise sogar unter denen vom W124.

    gruss
     
  6. A.R.B.

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    Hallo, Tobi!

    Irgendwie finde ich Deine "Argumentation" auch nicht ganz logisch:
    Dein C ist oder wird doch auch zum Klassiker, ist aber offenbar zu kostbar für den Winter? Einen jetzigen Klassiker willst Du aber "reiten" im Winter? :P
    Außerdem ist Dein C doch mit Sicherheit gespickt, wird aber nur im Sommer gefahren. Warum? Ist der nicht wintertauglich? (Ich fahre alle meine Autos ganzjährig, und das mit gutem Gewissen; auch dank ESP und Co.)

    :(

    Du meintest wohl "Spaß-technisch"? :D - Ich würde sagen: ABS ist absolutes Minimum! - Auch wenn man das Autofahren ohne ABS noch kennt, so verläßt sich das Unterbewußtsein durch Gewöhnung doch auf die moderne Technik, erst recht bei einem PS-Boliden.

    W124, und auch noch ein Coupé - da ist Driften angesagt. Wenn schon W124, dann nur mit HSD!

    Gruß,
    A.R.B.
     
  7. #7 Steinbock, 30.06.2014
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    Meinen C fahre ich im Winter nicht! 457 PS und Schnee ist keine gute Mischung!
    Aber lassen wir es dabei, ich teile Euch mit, was ich gekauft habe, aber fragen auf was ich achten muss werde ich so schnell nicht mehr!
     
  8. #8 w123fan, 30.06.2014
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    Och,ich hätte da was im Angebot.Da steht alles drin, worauf man achten muß.Näheres weiter unten :D
     
  9. #9 Volker G., 13.07.2014
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    Hallo zusammen,

    als W124-Besitzer mit fast 12 Jahren Ganzjahres-Alltagserfahrung möchte ich mich hier - auch wenn die Diskussion eigentlich schon abgeschlossen ist - einmal zu Wort melden.

    Natürlich ist ein W124 mit seinem Heckantrieb im Wintereinsatz suboptimal. Allerdings kommt es auch sehr darauf an, wo und unter welchen Voraussetzungen der Wintereinsatz stattfinden soll. Für Gebirgsgegenden mit relativ viel Schnee und Eis würde ich mich auch eher nach einem Fronttriebler - oder noch besser - Allradler, z.B. einem vollverzinkten älteren Audi umsehen. Allerdings hatte ich hier in NRW auf meistens geräumten und eher flachen Straßen nie nennenswerte Probleme mit meinem W124. Es ist/war übrigens ein 250D, Baujahr 1990, mit 5-Gang-Schaltgetriebe und serienmäßigem ABS, jedoch ohne ASD oder gar ASR.

    Dank ihrer Gewichtsverteilung ist die W124-Limousine (dürfte beim Coupé ähnlich aussehen) auch bei leicht verschneiten und rutschigen Straßen durchaus beherrschbar; 124er T-Modelle (ein Freund von mir fährt z.B. einen 300TE mit Automatic und ASD) sind da durchaus unpraktischer. Auch sollte man einen W124 nicht mit leichteren Hecktrieblern dieser Ära (z.B. Ford Sierra oder BMW E30) verwechseln. Letztere sind deutlich problematischer unter winterlichen Verhältnissen.

    Was den Aspekt der Sicherheit angeht: natürlich ist ein W124 nicht mit einem modernen Mercedes zu vergleichen, jedoch haben die Daimler-Ingenieure bei seiner Konstruktion schon sehr stark auf passive Sicherheit geachtet, insbesondere was die Stabilität der Fahrgastzelle und den Insassenschutz angeht. In Punkto Sicherheit war der W124 zu seiner Zeit Vorreiter und dürfte auch heute noch in vielen Aspekten deutlich jüngeren Autos überlegen sein. Ich würde - wenn ich es denn müsste - einen Unfall lieber in einem 25 Jahre alten W124 als in einem 5 Jahre alten Chevrolet Matiz erleben...

    Was das Thema "Schutz eines kommenden Klassikers" angeht: leider ist der W124 mit wenigen Ausnahmen (Cabrios, 500E, evtl. besser ausgestattete T-Modelle) noch nicht wirklich in der Youngtimer-Szene angekommen. Das Angebot an Vier- und Sechszylindern ist immens, vom abgewrackten Seelenverkäufer bis zum top-gepflegten Rentner-Fahrzeug ist alles am Markt vorhanden. Die Preise sind absolut im Keller: fahrbereite Limousinen mit mehreren Monaten Rest-TÜV gibt es ab ca. 500 Euro; selbst top gepflegte Ersthand-Exemplare bringen selten mehr als 2.000 Euro. Die Auswahl ist riesig, die Nachfrage relativ gering. Das drückt die Preise. Ob es irgendwann einen Aufschwung geben wird, ist unklar. Angesichts der Preisentwicklung bei den W123 gehe ich davon aus, dass die Preise irgendwann wieder anziehen werden, wenn sich der Markt durch massiven Export und Schlachtungen bereinigt hat und gute Exemplare rar werden. Bis dahin dürften aber noch einige Jahre ins Land ziehen. Den W124 als Wertanlage sollte man daher bis auf Weiteres vergessen.

    Beim Kauf eines potenziellen Winterautos würde ich dennoch zu ein wenig Augenmaß raten. Verlotterte Aufbrauch-Exemplare mit Wartungsstau von hier bis nach Bagdad sind für den winterlichen Alltagseinsatz kaum empfehlenswert; Opas Liebling mit deutlich unter 200tkm ist hingegen für den Wintereinsatz zu schade. Was bleibt, ist das riesige Mittelfeld von durchaus gepflegten alltagstauglichen Exemplaren mit höherer Laufleistung >200tkm, mittelprächtiger Ausstattung und Preisen bis ca. 1.500,- Euro. Diese werden in absehbarer Zeit keinen Sammlerwert erhalten, so lange bessere Fahrzeuge am Markt sind.

    Zur Kaufberatung: angesichts der Umweltzonenproblematik würde ich von den Dieseln generell abraten. Bei den Benzinern hast Du die Wahl zwischen den älteren Zwei- und den jüngeren Vierventilern (ab Oktober 1992). Letztere sind durchzugsstärker und sparsamer, leiden aber unter defekten Zylinderkopfdichtungen und brüchigen Motorkabelbäumen. Außerdem leiden späte Exemplare ab 1992 zusätzlich gerne unter massivem Rostbefall. Die älteren Baureihen - insbesondere die Mopf1-Modelle zwischen 1989 und 1991 - sind da deutlich besser. Rost findet sich insbesondere gerne an den Wagenheberaufnahmen und unter dem Wischwasserbehälter, außerdem rosten gerne die Hinterachsaufnahmen weg (besonders heftig bei den T-Modellen). Von außen ist stärkerer Rostbefall an den vorderen Kotflügen (Blinker rechts) und an den hinteren Radläufen üblich. Bei den Modellen ab Mopf1 rostet es heimlich unter Sacco-Brettern. Die Mopf0-Modelle sind da "ehrlicher".

    Laufleistungen über 200tkm sind für alle Motoren kein Problem, jedoch sollte man vor dem Kauf die Zylinderkopfdichtung überprüfen. Bei 5-Gang-Schaltgetrieben verabschiedet sich gelegentlich der 5. Gang. Problematischer als der Antrieb ist jedoch oftmals das Fahrwerk. Ab ca. 180tkm lassen die Fahrwerkskomponenten deutlich nach. Riskant sind dabei vor allem die vorderen Traggelenke, die zum Abbrechen während der Fahrt neigen. Lebensgefahr! Hier also besonders auf Knack-/Knarzgeräusche beim Lenken achten.

    Leider bietet der W124 auch sonst noch zahlreiche Fehlerquellen. Ein durchgewartetes Fahrzeug ist dummerweise kein Garant dafür, dass nicht morgen schon eine neue Reparatur lauert. Gerne verabschieden sich z.B. die Heizungselektronik (mannigfaltige Fehlerquellen) oder sonstige Sonderausstattungen. Manche Autos sind über Jahre hinweg völlig unauffällig, andere nerven permanent durch neue Defekte. W124-Kauf ist daher schon ein bisschen wie Roulette.

    Auf der anderen Seite bietet ein W124 ein sehr souveränes Fahrgefühl, fühlt sich auch sehr wertig an und ist ein bequemer Reisewagen auf langen Strecken.

    Mein Fazit: W124 im Winter? Warum nicht! Man sollte allerdings nicht zu blauäugig an die Sache herangehen und immer im Auge behalten, dass man ein altes Auto fährt. Außerdem - insbesondere, wenn man nicht selbst schraubt - sollten für fällige Reparaturen immer 1.000 bis 2.000 Euro eingeplant werden. Dann kommt man auch mit dem W124 durch die kalte Jahreszeit.

    Gruß
    Volker
     
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