Wie lange dauert es bis auf Betriebstemperatur

Diskutiere Wie lange dauert es bis auf Betriebstemperatur im W204 / S204 / C204 Forum im Bereich C-Klasse; So, nun mal mein Halbwissen ;). Kühlwasser geht auch im laufe eines Jahres verloren. Besonders im Sommer. Da muss kein Defekt vorliegen. Die...

  1. #21 ABmercedes, 26.01.2019
    ABmercedes

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    So, nun mal mein Halbwissen ;).

    Kühlwasser geht auch im laufe eines Jahres verloren. Besonders im Sommer. Da muss kein Defekt vorliegen. Die Wasserdämpfe suchen sich ihren Weg( da kommt schon mal ein halber Liter zusammen ) und werden , so wie bei meinem alten CLK , über einen Überdruckschlauch ins freie abgeleitet.

    Hat man etwas wenig Wasser im Kreislauf kann das Thermostat von einer Luftblase umgeben sein. Je nach dem wo das Thermostat sitzt ( in meinem Beispiel am höchsten Punkt vorn am Motor ) und öffnet nicht. Also der Motor wird Warm aber man hat keine Heizleistung weil der Heizkreislauf nicht zu geschaltet wird. Ein Anzeichen dafür ist , wenn mann nach einer scharfen Kurve plötzlich Heizleistung hat.

    Ein defektes Thermostat welches nicht schließt macht sich dadurch bemerkbar das die Motortemperatur nur sehr langsam steigt, da der Heizkreislauf von Anfang an geöffnet ist und die gewonnene Wärme des Motors sofort an den Kühler und zum Heizen abgeleitet wird.

    Ein intaktes Thermostat öffnet ab einer bestimmten Temperatur des Motor langsam mit steigenden Werten.

    Ich fahre schon 40 Jahre Autos, vom Trabbi bis zur S Klasse und finde es nicht normal 25 Km zu fahren und der Motor wird nicht warm. Sorry ich glaube nicht das Daimler solche Autos je gebaut hat. Schon gar nicht in der Premium Klasse.

    Ich stelle mir so reiche Obermenschen vor die frierend in ihrem Benz sitzen. =) Wer glaubt das? Nach Tests im hohen Norden und in den Tropen.

    LG
    Andy
     
  2. Jupp

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    Nein, ich kenne kein Auto, welches darauf Rücksicht nimmt. Und das auch berechtigt. Denn den Motor juckt die Kühlwassertemperatur praktisch nicht. Den interessiert die Öltemperatur. Natürlich beeinflussen sich beide Temperaturen minimal, aber das ist ein Effekt, der ist vernachlässigbar.

    Brauchst du nicht. Bild eins ist vor dem Start aufgenommen, das ist eh ohne Aussagekraft.
    Bild zwei sagt aber alles und trifft ein gutes Stück auf meine Aussage dessen zu, dass das gute Stück mehr steht als fährt. Aber auch da dauert es ca. noch einmal 10 Minuten bis die Betriebstemperatur erreicht ist. Also 20 vs. 25 Minuten, wie beim TE ... das halte ich für normal, bei 6 Zylinder vs. 4 Zylinder.

    Deshalb sollten wir es vielleicht eher auf die verbrauchte Kraftstoffmenge runter brechen.
    Bei meinem ist die Betriebstemperatur nach einem guten Liter Diesel erreicht. Das ist bei deinem, nach dem Bild nicht anders und wird beim TE eben auch nicht so viel anders sein.
     
  3. C240T

    C240T Moderator

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    Es juckt den Motor herrlich wenig ob er nun mit 1200 oder 2000/min warmgefahren wird.
    Da er (Diesel) bei niedrigen Drehzahlen schön lange brennen kann und dazu noch schön heiss aufgrund des höheren Moments bei identischer abgerufener Leistung, wird das ganze rundum positiv und wirkt sich auch auf die Beladung mit Ablagerungen positiv aus. Bei den modernen EU6 wird ja primär per Abgasnachbehandlung die dadurch entstehende höhere NOx-Emission verarbeitet und der Motor darf mit optimalem Verbrennungswirkungsgrad und damit heiß verbrennen.
    Demzufolge geringer wird dadurch natürlich der Verbrauch.
    Die Belastung in den Lagern und an den Zylinderwänden sind natürlich bei den hohen Kräften durch das höhere Moment größer, was aber heutzutage kaum mehr ein Thema ist.

    Was Du vermutlich meinst ist die Belastung aufgrund von Drehschwingungen, welche von vielen Fahrern subjektiv und meist falsch bewertet werden.
    Schau mal welches Drehzahlniveau LKW fahren;)
    Die meisten gefühlten Schwingungen stammen von der Auslegung der Abgasanlage und weiteren Komponenten, selten jedoch vom Motor selbst. Auch Richtung Getriebe ist das durch mechanische oder andere Torsionsschwingungsdämpfer unkritisch.

    Betriebstemperatur heißt Thermostat offen und Motoröl> 70°.
    Das erreicht auch ein alter EU4 OM642 sicher nicht nach 6km bei aktuellen Temperaturen um den Gefrierpunkt.
    Selbst mein EU6 Eco1 mit zusätzlichem Heizbrennverfahren schafft das bei weitem nicht.

    Die meisten MB-Dieselfahrzeuge haben einen PTC-Heizer verbaut, wodurch tatsächlich die Klimaanlage, mit Ausnahme der Defrostfunktion zunächst nur wenig Wärme aus dem Kühlmittel abzieht, ab ca. 60° jedoch wird das Fahrzeuge auch stärker aus dem Kühlmittelkreislauf beheizt. Ohne ein ausreichendes Delta zwischen Ansaugluft und Umgebungsluft bringt es ja eh nichts.

    Kurze Überschlagsrechnung (grob vereinfacht):
    Man fährt mit 100km/h auf der BAB.
    Dazu braucht ein modernes Fahrzeug ca. 8-10kW.
    Diese setzt sich zu rund 35% (=8-10kW) aus mechanische Leistung, ca. 15-30% (ca 5-9kW) Wärmeabgabe ins Kühlmittel zusammen und der Rest geht in den Abgasstrang.
    Das Kühlmittel muss natürlich den Block mit erwärmen, der andererseits noch von der kalten Umgebungs- und Ansaugluft gekühlt wird.
    Wenn man nun das Fahrzeug ordentlich heizen will, dann sind rund 5kW und mehr Heizleistung notwendig.
    Diese wird aus dem Kühlmittel und durch den PTC-Heizer abgegeben.
    Woher soll nun die Energie kommen die den Motor schnell erwärmt? Das sind rund 10l Wasser und ein dicker Klumpen aus Alu und/oder Grauguss...

    Das ist der Nachteil moderner, ökonomischer Fahrzeuge, besonders mit Dieselmotor.
    Wo hohe Effizienz herrscht, ist leider weniger Energie für ein schnelles Aufheizen übrig.
    Anders schaut das bei Ottomotoren aus, diese laufen prinzipbedingt, gerade im unteren Lastbereich ineffizienter und heizen demzufolge besser.

    @ ABmercedes: Kühlmittel geht im nicht verloren, das ist falsch.
    Der Behälter hat ein Überdruckventil im Deckel weshalb das System auch Temperaturen bis ca. 120° kann ohne zu sieden, erst darüber wird dieses Ventil geöffnet.
    Wenn hier etwas verloren geht, dann ist etwas faul.
    Wobei minimale Mengen meinetwegen 200ml/Serviceintervall zu tolerieren sind.
    Auch eine Luftblase am Thermostat gibt's bei ordentlicher Konstruktion nur bei viel fehlendem Kühlmittel, da die Systeme selbstentlüftend sind und Luft in den Ausgleichsbehälter abgeführt wird.

    Wie gesagt, Die Zahlen sind alle relativ.
    Wenn man einen 2T Anhänger am Haken hat, dann ist selbst das Motoröl bereits nach wenigen Kilometern warm, dann leistet der Verbrenner aber auch geringfügig mehr als nur 10kW im Mittel ;)
     
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  4. #24 Bytemaster, 26.01.2019
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    Normalerweise ist ein Kühlsystem dicht, da geht nix verloren. Nur wenn aufgrund eines Defektes der Druck im Kühlsystem über einen bestimmten Wert steigt, dann wird der Überdruck (logischerweise samt Kühlwasser) über das Überdruckventil (deswegen heist es ja auch so) ins freie abgelassen.

    Bei einem intakten Kühlsystem geht kein Tropfen Wasser verloren.

    Und ja, es ist bei den heutigen effizienten Diesel völlig normal, das die Temperatur so langsam ansteigt. Ich wohne mitten auf dem Land und wenn ich zur Arbeit fahr gehts 15km nur bergab (wohne auf 700m, arbeite auf 400m). Bei Temperaturen um 5°C hab ich am Zielort max 60°C Kühlwassertemperatur. Wenn ich einfach so auf der Landstrasse durch die Gegend fahre, brauchts etwa (je nachdem wie hügelig die Strecke hier auf der Schwäbischen Alb ist) kanns auch mal 25km dauern, bis er seine 85°C Kühlwassertemperatur erreicht. Das Motoröl hat dann aber höchstens 65°C. Erst bei Geschwindigkeiten über 130km/h, wenn der Motor dann mal bissel was zu tun hat, geht auch das Öl in Richtung 90°C.
     
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  5. Jupp

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    Intakte Kühlsysteme sind technisch dicht, nicht total dicht. Aber das bedeutet, wenn nach 200.000km 0,3 l Wasser nachgefüllt werden müssen ... das nennt man technisch dicht. Und etwas in der Größenordnung wäre eine richtig gut dichte Anlage. Bei etwas mehr ist aber auch noch keine Panik angesagt,
     
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